Die gestiegenen Preise für Benzin und Öl haben die Inflation in Deutschland wieder nach oben getrieben. Im Juni betrug die jährliche Teuerungsrate wegen der hohen Energiekosten 2,0 Prozent nach 1,9 Prozent im Mai, berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden. Damit bestätigte das Amt seine Prognose von Ende Juni. Die Verteuerung von Strom, Heizöl, Gas und Kraftstoffen verursachte rund die Hälfte des Preisanstiegs. Ohne sie hätte die Jahresrate nur 0,9 Prozent betragen. Nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) herrscht bei Werten von bis zu zwei Prozent Preisstabilität.
Besonders stark stiegen im Juni die Preise für Benzin und Diesel, die sich seit dem Jahr 2000 um mehr als ein Drittel verteuert haben. Autobesitzer mussten rund 4,4 Prozent mehr für Kraftstoff, Kfz-Steuer und den Autokauf zahlen als vor einem Jahr, berichteten die Statistiker.
Weil Pfingsten in diesem Jahr auf den Juni und nicht wie 2005 auf den Mai fiel, verteuerten sich Hotelzimmer, Pensionen und Ferienhäuser im Juni 2006 um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Fußball-WM habe bundesweit die Hotelpreise nach oben getrieben, hieß es.
Teurer wurden im Juni auch Lebensmittel (plus 1,4 Prozent). Die Preise beim Gemüse stiegen um 7,6 Prozent binnen Jahresfrist. Tiefer in die Tasche mussten die Verbraucher auch für Fisch, Zigaretten, Tabak sowie alkoholische Getränke greifen. Obst wurde dagegen etwas billiger (minus 1,8 Prozent). Günstiger waren auch Fernseher zu haben (minus 14,5 Prozent). Zum Jahreswechsel rechnen Experten wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer mit einem Preisschub./mt/DP/jkr
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