An den Anleihemärkten haushaltspolitisch angeschlagener Euro-Länder hat das beispiellose Rettungspaket der EU und die Rückendeckung durch die Europäische Zentralbank zu einer deutlichen Entspannung der Lage geführt. Die Risikoaufschläge sanken kräftig. So ging die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihe Griechenlands am Montag auf rund 7,6 Prozent zurück, nachdem sie am Freitag noch über die 12-Prozent-Marke geklettert war. Zum Vergleich: Die zehnjährige deutsche Bundesanleihe rentiert derzeit mit rund 3 Prozent.
Zweijährige Staatstitel Athens rentierten am Montag noch bei rund 6,8 Prozent, nachdem diese am Freitag noch über 18 Prozent Rendite abgeworfen hatten. Dies hatte die Erwartung eines Zahlungsausfalls gespiegelt. Das Misstrauen der Märkte hat sich mit der Hilfe stark verringert. Auch andere Randländer profitierten von den Milliardenpaketen.
Auch in Portugal und Spanien, die ebenfalls hohe Staatsdefizite und Schuldenstände aufweisen, sanken die Risikoaufschläge am Montag kräftig. In der vergangenen Woche waren diese Länder immer stärker in den Strudel Griechenlands mitgerissen worden. So rentierte die zehnjährige Anleihe Portugals am Morgen mit rund 5,1 Prozent, nachdem sie am Freitag noch über 6,1 Prozent abwarfen. Am vergangenen Donnerstag war die Rendite erstmals seit Bestehen der Währungsunion über die Sechs-Prozent-Marke geklettert. In Spanien rentierten zehnjährige Papiere nun mit etwa 4 Prozent, nach knapp 4,5 Prozent am Freitag./jha/jkr
AXC0085 2010-05-10/10:35
