New York (BoerseGo.de) - Nach den Ausführungen des Vermögensverwalters und Buchautors-Autors John Stephenson ist Silber in der Erdkruste sechzehnmal reichlicher vorhanden als Gold. Gleichwohl liegt der Preis von Gold pro Unze gegenwärtig 38-mal über dem Preis von Silber. Nach den grundlegenden Regeln von Angebot und Nachfrage sollte der Preisunterscheid zwischen den beiden Edelmetallen wesentlich geringer sein, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass sich die beiden Metalle ziemlich ähnlich sind. Silber weist grundsätzlich die gleichen physischen Charakteristiken wie Gold als Wertanlage auf und hat außerdem industrielle Verwendung. "In diesem Jahrzehnt wäre meine bevorzugte Geldanlage in Silber. Gold war das beste Investment während des letzten Jahrzehnts, doch wird in der Zukunft Silber das Investment der Wahl für diejenigen Investoren sein, die auf den Sturmwellen der gegenwärtigen Weltwirtschaft reiten wollen", so Stephenson
Im letzten Jahrzehnt hat sich der Goldpreis verfünffacht, nachdem sich die Investoren zu diesem Edelmetall gedrängt haben. Zunächst haben sie Gold aus Sicherheitsgründen nach zwei Bärenmärkten gesucht, dann aber als Schutz gegen Inflation im Zuge der Absenkung des Leitzinses durch die Fed auf null. Historisch gesehen wird Gold zum dreißigfachen Preis von Silber verkauft. Da der Goldpreis gegenwärtig aber um das 38-fache höher liegt, ist Silber um etwa 27 Prozent unterbewertet, weswegen sein Preis näher bei 47 Dollar pro Unze statt bei 37 Dollar liegen sollte. Natürlich wird Gold immer das wertvollere Edelmetall sein, was nicht nur an seinem relativ seltenen Vorkommen, sondern auch an seiner kulturellen Bedeutung weltweit liegt. In einer Welt, in der die Menge der Papierwährung atemberaubend ist und noch weiter zunimmt, da die Regierungen der USA bis Europa die Notenpresse anwerfen, könnte es Zeit werden, sich nach dem Gold des armen Mannes umzusehen, so Stephenson. Dieser wies gleichzeitig darauf hin, dass Gold seine Preisspitze während der 80-ger Jahre erreicht hatte, während Silber immer noch weit von dem Preis von 68 Dollar pro Unze entfernt ist, welchen es in dieser Zeit erreicht hatte.
