US-Finanzminister Timothy Geithner hat Europa aufgerufen, im Kampf gegen die Schuldenkrise nicht nachzulassen. Es sei den europäischen Führungen in den vergangenen Wochen gelungen, mit wichtigen Maßnahmen die Krisenabwehrfähigkeit zu steigern, sagte er laut einem Redemanuskript am Samstag im Lenkungsausschuss des Internationale Währungsfonds (IWF). Jetzt müssten in betroffenen Ländern die geplanten Reformen weiter umgesetzt werden. "Der Erfolg der nächsten Phase bei der Krisenbekämpfung hängt an Europas Bereitschaft und Fähigkeit, seine Werkzeuge und Prozesse kreativ, flexibel und aggressiv zu nutzen", sagte Geithner.
Der Finanzminister begrüßte die Entscheidung der führenden Industrie-und Schwellenländer (G20), die Kriegskasse des IWF um 430 Milliarden Dollar nahezu zu verdoppeln. Der Weltwährungsfonds könne und solle eine ergänzende Rolle bei der Krisenbekämpfung in Europa spielen und auch Ansteckungsgefahren auf den Rest der Welt begegnen, sagte er.
Die USA hatten sich allerdings nicht an der Aufstockung beteiligt. Sie begründeten das etwa damit, dass Europa genügend eigene Mittel habe und auch der IWF ohne zusätzliche Mittel gut bestückt sei. Zudem unterstützten die USA das Funktionieren internationaler Finanzmärkte weiter durch Abkommen über Swap-Kreditlinien mit der Europäischen Zentralbank (EZB)./mcm/sl/DP/stk
AXC0020 2012-04-21/16:36
