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Siltronic kurz vor der Milliardenübernahme durch GlobalWafers: Guter Deal für Wacker Chemie?

Der Vorstand des Silizium-Wafer-Herstellers Siltronic (WKN: WAF300 / ISIN: DE000WAF3001) befindet sich in weit fortgeschrittenen, kurz vor dem Abschluss stehenden Gesprächen zum Abschluss einer Übernahmevereinbarung mit dem taiwanesischen Unternehmen GlobalWafers. Laut der entsprechenden Ad-hoc-Meldung vom Sonntagabend erwartet Siltronic, dass GlobalWafers ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Aktionäre von Siltronic zu einem Angebotspreis von 125 Euro je Aktie unterbreiten wird.

Kräftiger Aufschlag

Der Angebotspreis entspricht Siltronic zufolge einer Prämie von 48 Prozent gegenüber dem volumengewichteten XETRA-Durchschnittskurs der vergangenen 90 Tage und soll auf intensiven, mehrmonatigen Verhandlungen der Parteien basieren. Der Siltronic-Vorstand hält den Angebotspreis für attraktiv und angemessen. Durch die Übernahme würde der weltweit zweitgrößte Anbieter der Wafer-Industrie entstehen.

Zwischen beiden Parteien besteht Einvernehmen über die wesentlichen Eckpunkte der Zusammenschlussvereinbarung. Demnach kann Siltronic eine im Wesentlichen unveränderte Geschäftsstrategie fortführen. An der Sozialpartnerschaft mit den Arbeitnehmervertretern soll festgehalten werden. Standortschließungen oder betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland sind bis Ende des Jahres 2024 ausgeschlossen.

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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