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Flucht aus dem Dollar? Gold explodiert - und hier wurden historische 80,4 g/t erbohrt
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Australien, China, Hongkong und Russland bleiben die Börsen wegen Feiertagen geschlossen.

TAGESTHEMA

Mehr Corona-Impfstoffe und mehr Aufbauhilfen für ärmere Länder, scharfe Kritik am Verhalten Chinas und Russlands, stärkere Anstrengungen im Klimaschutz sowie neuer Schwung in der multilateralen westlichen Zusammenarbeit: Dies sind die Beschlüsse des dreitägigen G7-Gipfels, der am Sonntag mit der Verabschiedung der "Erklärung von Carbis Bay" zu Ende ging. Binnen eines Jahres wollen die G7-Länder eine Milliarde weitere Corona-Impfdosen an ärmere Länder spenden. In der Abschlusserklärung fordern die G7-Staaten eine vertiefte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ursprung der Pandemie, für die auch weitere Untersuchungen in China nötig seien. Zugleich prangerten die G7-Staaten die chinesischen "Menschenrechtsverletzungen" in Hongkong und Xinjiang an. Russland seinerseits müsse sein "destabilisierendes Verhalten" beenden und Angriffe auf Oppositionelle einstellen, forderten die Staats- und Regierungschefs. Moskau müsse zudem jene Netzwerke innerhalb des eigenen Landes zur Verantwortung ziehen, die sogenannte Ransomware-Attacken oder andere Cyber-Angriffe auf ausländische Stellen verübten. Als Gegengewicht zu Chinas "Neuer Seidenstraße" beschlossen die G7 eine globale Initiative für Infrastrukturprojekte in ärmeren Ländern.

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX           Stand  +/- % 
S&P-500-Indikation   4.250,50 +0,10% 
Nasdaq-100-Indikation 14.018,00 +0,20% 
Nikkei-225       29.111,17 +0,56% 
Kospi          3.251,02 +0,05% 
Hang-Seng-Index       Feiertag 
Shanghai-Composite     Feiertag 
S&P/ASX 200         Feiertag 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Etwas fester - Feiertage an den chinesischen Börsen, in Hongkong und in Australien sorgen für ein dünnes Geschäft an den regulär arbeitenden ostasiatischen Aktienmärkten. In Tokio kommt Rückenwind von der Währungsseite, wo der Dollar seit Freitag etwas deutlicher zugelegt hat, was günstig für die japanischen Exportunternehmen ist. Gesucht sind laut Händlern Aktien von Reedereien und Fluglinien. Viel hänge vom Fortschritt der Covid-19-Impfkampagne in Japan ab, bemerken die Analysten von Jefferies und hier gebe es noch viel Luft nach oben. Denn in Japan seien erst vier Prozent der Bevölkerung geimpft verglichen mit beispielsweise 42 Prozent in den USA und Großbritannien. Nippon Yusen, Mitsui O.S.K. Lines und Kawasaki Kisen Kaisha legen um bis zu 2,2 Prozent zu, für Japan Airlines geht es um 0,6 und für ANA Holdings um 0,2 Prozent nach oben. In Seoul zieht der Kurs der Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering um 0,7 Prozent an, gestützt von einem Großauftrag des brasilianischen Ölförderers Petrobras.

US-NACHBÖRSE

Pflichtmitteilungen über Beteiligungsänderungen an die Wertpapieraufsicht SEC haben am Freitag den Kurs von Original Bark (+0,7%) leicht gestützt.

WALL STREET

INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        34.479,60    0,04     13,36     12,65 
S&P-500       4.247,44    0,19     8,26     13,08 
Nasdaq-Comp.    14.069,42    0,35     49,09      9,16 
Nasdaq-100     13.998,30    0,27     37,95      8,61 
 
                Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien) 825 Mio   888 Mio 
Gewinner       2.181    1.765 
Verlierer      1.128    1.558 
unverändert      177     158 
 

Etwas fester - Nachdem der S&P-500 am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch geklettert war und auch die anderen Indizes sich in Sichtweite ihrer Allzeithochs befinden, verlief der Handel insgesamt zurückhaltend. Zumal nach dem starken Anstieg der Verbraucherpreise im Mai seien die Blicke stark auf die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch gerichtet gewesen, hieß es. Die Investoren befürchten, dass die Fed doch früher als geplant zu einer Straffung der Geldpolitik umschwenken könnte. Curevac gaben 7,5 Prozent nach. Der Impfstoff des Unternehmens wird für die laufende Impfkampagne in Deutschland nicht eingeplant, weil es immer noch keine Zulassung für ihn gibt. Philip Morris wird in den nächsten drei Jahren für bis zu 7 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Die Aktie legte 1,3 Prozent zu.

US-ANLEIHEN

Laufzeit       Rendite  Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,15    0,0     0,15      3,2 
5 Jahre         0,74    2,9     0,71      38,3 
7 Jahre         1,15    1,9     1,13      49,7 
10 Jahre         1,45    1,2     1,44      53,5 
30 Jahre         2,14    1,3     2,13      49,2 
 

Die Renditen zeigten eine kleine Gegenbewegung auf die jüngsten deutlichen Einbußen. Marktteilnehmer sprachen von anhaltenden Unsicherheiten hinsichtlich der Inflationsentwicklung. Für die Rendite zehnjähriger US-Papiere ging es um 1,2 Basispunkte auf 1,45 Prozent aufwärts.

DEVISEN

zuletzt   +/- %   00:00  Fr, 9:33  % YTD 
EUR/USD      1,2102   -0,0%   1,2107   1,2177  -0,9% 
EUR/JPY      132,81   +0,0%   132,75   133,25  +5,3% 
EUR/GBP      0,8576   -0,0%   0,8580   0,8598  -4,0% 
GBP/USD      1,4112   +0,0%   1,4112   1,4163  +3,2% 
USD/JPY      109,74   +0,1%   109,64   109,44  +6,3% 
USD/KRW     1116,55   +0,4%  1116,55  1111,87  +2,8% 
USD/CNY      6,3987     0%   6,3987   6,3909  -2,0% 
USD/CNH      6,4051   +0,1%   6,3956   6,3864  -1,5% 
USD/HKD      7,7611   +0,0%   7,7604   7,7596  +0,1% 
AUD/USD      0,7712   +0,1%   0,7706   0,7768  +0,1% 
NZD/USD      0,7145   +0,1%   0,7135   0,7205  -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD    39.453,00   +1,4% 38.918,00 37.150,75 +35,8% 
 

Der Dollar zog deutlicher an, der Dollar-Index legte um 0,5 Prozent zu. Der Dollar dürfte in den nächsten 12 bis 18 Monaten gegenüber den meisten Währungen aufwerten, weil die Renditen von US-Staatsanleihen schneller stiegen als anderswo, so Capital Economics.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     71,25   70,91   +0,5%    0,34 +46,9% 
Brent/ICE     73,06   72,69   +0,5%    0,37 +42,5% 
 

Die Ölpreise legten etwas zu. Übergeordnet stütze weiter, dass die Ölnachfrage nach Ansicht der IEA bis Ende 2022 zu den Höchstständen vor der Corona-Pandemie zurückkehren soll, hieß es.

METALLE

zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)   1.864,85  1.877,58   -0,7%   -12,74  -1,7% 
Silber (Spot)   27,90   27,94   -0,2%   -0,04  +5,7% 
Platin (Spot)  1.148,65  1.152,50   -0,3%   -3,85  +7,3% 
Kupfer-Future    4,53    4,54   -0,3%   -0,01 +28,3% 
 

Der Goldpreis gab mit dem festeren Dollar nach. Der Preis für die Feinunze sank um 1,1 Prozent auf 1.877 Dollar.

MELDUNGEN SEIT FREITAG 20.00 UHR

CHINA

Vor dem Nato-Gipfel in Brüssel hat der Generalsekretär des Verteidigungsbündnisses, Jens Stoltenberg, die Mitgliedsländer zu einem entschiedeneren Auftreten gegenüber China aufgerufen. China habe den zweithöchsten Verteidigungsetat und die größte Marine der Welt und investiere massiv in neue militärische Ausrüstung, "was unsere Sicherheit betrifft", so Stoltenberg.

BITCOIN

Tesla will unter bestimmten Bedingungen nun doch Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.

DIGITALKONZERNE USA

Die USA bereiten Schritte gegen die Marktmacht der großen Digitalkonzerne wie Apple und Facebook vor. Eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten brachte fünf separate Gesetzesentwürfe ein, welche die Wettbewerbsregeln des Landes grundsätzlich verändern würden. Vorgesehen ist etwa, die Zerschlagung von dominanten Unternehmen zu vereinfachen oder es Großkonzernen zu erschweren, kleinere Konkurrenten aufzukaufen.

MICROSOFT

will sein Spiele-Streamingangebot ausbauen. Dafür will Microsoft das klassische Geschäftsmodell des Konsolen- und Spieleverkaufs hin zu einem Abonnementsmodell umbauen.

JOHNSON & JOHNSON

Nach einer Produktionspanne in einem US-Werk muss der Corona-Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson Millionen Impfdosen vernichten. Chargen im Umfang von jeweils mehreren Millionen Dosen sind wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 14, 2021 01:41 ET (05:41 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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