DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
CORONA-PANDEMIE - Nach Berichten über hohe Absagequoten in Impfzentren zeigt sich der Deutsche Hausärzteverband besorgt über den fahrlässigen Umgang mit Impfterminen: "Die aktuellen Meldungen von abgesagten oder nicht in Anspruch genommen Terminen für die Zweitimpfung in Impfzentren machen deutlich, warum die Corona-Schutzimpfung in den hausärztlichen Praxen am besten aufgehoben ist", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt. Das persönliche Gespräch mit den Patienten in den Hausarztpraxen könne eine höhere Verbindlichkeit und damit auch größere Termintreue sicherstellen. (Funke Mediengruppe)
RETTUNGSSCHIRM - Angesichts steigender Ausgaben für den Klimaschutz und wegbrechender Steuereinnahmen hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund mehr Unterstützung von Bund und Ländern gefordert. "Die Zielsetzung, dass Deutschland 2045 klimaneutral sein soll, ist richtig", sagte Gemeindebund-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. "Aus kommunaler Sicht ist aber insbesondere noch zu unklar, wie die konkreten Umsetzungsschritte durchgesetzt und finanziert werden sollen (...). Gleichzeitig brechen unsere Steuereinnahmen ein und bisher gibt es bedauerlicherweise keine Zeichen aus der Bundespolitik, wie im Jahre 2020, einen zweiten kommunalen Rettungsschirm zu schaffen, um die fortdauernden Verluste bei der Gewerbe- und der Einkommenssteuer gemeinsam mit den Ländern auszugleichen", sagte Landsberg. (Rheinische Post)
PFLEGEPOLITIK - Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung sieht großen Handlungsbedarf bei der 24-Stunden-Pflege. "Die 24-Stunden-Betreuung muss deshalb zu einem Megathema der Politik werden, mit dem Ziel, weder funktionierende Pflegesettings zu zerstören noch prekäre Arbeitsbedingungen und fragwürdige rechtliche Konstellationen zu tolerieren", sagte Andreas Westerfellhaus. Neben Fragen des Mindestlohns seien "unzulässige Arbeitszeiten, mangelnde Integration und soziale Absicherung, aber auch unklare Qualifikation und Haftung nur einige der kritischen Punkte". (Funke Mediengruppe)
PFLANZENSCHUTZ - Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die an diesem Freitag im Bundesrat auf der Tagesordnung stehende Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung und das Insektenschutzgesetz als Meilensteine zum Schutz der Artenvielfalt in Deutschland gelobt. "Das Insektensterben ist dramatisch und braucht entschlossene Antworten. Der Schutz der Artenvielfalt ist eine ebenso wichtige Zukunftsaufgabe wie der Klimaschutz", sagte die SPD-Politikerin. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
FDP - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat das Versprechen erneuert, in Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl keine Steuererhöhungen mittragen zu wollen. Im Gegenteil strebe seine Partei Entlastungen in einem Volumen von 60 Milliarden Euro an, sagte Lindner in der Welt-Wahldebatte, einer Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. "Weil wir weit länger als ein Jahrzehnt keine Steuerreform bekommen haben, sind wir inzwischen das Land mit der höchsten Steuer- und höchsten Abgabenlast auf der Welt. Nirgendwo auf der Welt macht es ein Staat seinen Menschen, auch denen mit einem kleineren und mittleren Einkommen, schwerer, persönlich wirtschaftlich voranzukommen", so der FDP-Chef. (Welt)
MIETERBUND - Der Mieterbund setzt nach dem Scheitern einer hälftigen Aufteilung des CO2-Preises auf Mieter und Vermieter auf einen Neuanlauf nach der Bundestagswahl. Dass sich die große Koalition nicht einigen konnte, sei für Mieter "ein großer Rückschlag, da sie auch zukünftig den vollen CO2-Preis zahlen müssen, obwohl sie diesen nicht beeinflussen können", sagte Bundesdirektorin Melanie Weber-Moritz. Das Thema sei im geänderten Bundes-Klimaschutzgesetz nicht berücksichtigt worden, daher sei ein "Kompromiss in letzter Minute" in dieser Legislaturperiode nicht mehr möglich gewesen. (Handelsblatt)
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June 25, 2021 00:46 ET (04:46 GMT)
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