DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ELEKTROAUTOS - Deutschland steht wegen der deutlich erhöhten Förderprogramme vor einem wichtigen Etappenziel beim Ausbau der klimafreundlicheren Elektromobilität. "Wir werden unser Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020, das jedermann für unerreichbar gehalten hat, in diesem Juli erreichen, also mit nur einem halben Jahr Verspätung", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. "Es wurden im ersten Halbjahr 2021 bereits mehr Prämien in Anspruch genommen als im ganzen letzten Jahr. Insgesamt 1,25 Milliarden Euro." Das weitere Ziel von sieben bis zehn Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2030 könne sogar übertroffen werden. (Tagesspiegel)
FRACHTERSTAU - Angesichts des Staus hunderter Containerschiffe vor dem südchinesischen Hafen Yantian befürchtet der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, längere Lieferzeiten und höhere Preise von Konsumprodukten. "Die Abfertigungsengpässe im Hafen Yantian aufgrund von Terminalschließungen verschärfen die nach der Blockade des Suezkanals ohnehin angespannte Situation weiter", sagte Börner. "Vereinzelt sind die Auswirkungen bereits spürbar. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
ZINSPLATTFORMEN - Die Bundesregierung prüft nach der Pleite der Greensill Bank schon seit einigen Wochen, ob Zinsplattformen wie Weltsparen oder Zinspilot künftig strenger reguliert werden müssen. Über die Portale können Anleger Einlagen bei diversen, auch ausländischen Banken anlegen und so von den dort oft etwas höheren Zinsen profitieren. Nun stellt sich allerdings heraus, dass die Bundesregierung bisher ziemlich ahnungslos ist, was die Materie angeht. Etwa bei der Frage, wie viele Zinsplattformen es in Deutschland eigentlich gibt. Dazu lägen der Bundesregierung "keine gesicherten Zahlen vor", heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler. Das liege daran, dass das Geschäft von Weltsparen und Co. nicht der Finanzaufsicht durch die Bafin unterliege. (Wirtschaftswoche)
SOZIALWOHNUNGEN - Die Zahl der Sozialmietwohnungen in Deutschland ist auch im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Unter dem Strich gab es im Jahr 2020 insgesamt 26.339 Wohnungen mit Sozialbindung weniger als noch im Jahr 2019. Damit fallen durchschnittlich rund 72 Wohnungen am Tag und somit rund drei Wohnungen pro Stunde aus der Sozialbindung. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des wohnungspolitischen Sprechers der Grünen-Bundestagsfraktion, Christian Kühn, hervor. Insgesamt gab es der Antwort zufolge im Jahr 2020 bundesweit 1,129 Millionen Sozialwohnungen - und damit 2,28 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, in dem sich der Bestand auf 1,155 Millionen Sozialwohnungen belief. (Funke Mediengruppe)
HOMEOFFICE - Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken fordert einen dauerhaften Rechtsanspruch für Arbeitnehmer auf Homeoffice, um einen Teil der Arbeit freiwillig von zuhause aus leisten zu können. "Grundsätzlich sollen Beschäftigte bei einer Fünf-Tage-Woche mindestens 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten können, wenn es die Tätigkeit erlaubt", sagte Esken. "Homeoffice hat während der Corona-Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen und die Arbeitswelt vieler Menschen verändert." Esken betonte, dass dafür eine gesetzliche Regelung notwendig sei. (Augsburger Allgemeine)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/kla
(END) Dow Jones Newswires
July 02, 2021 01:16 ET (05:16 GMT)
Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
