DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BEZAHLSYSTEM - Der geplante Aufbau eines europäischen Bezahlsystems wird für die Banken zum finanziellen Kraftakt. Die an der European Payment Initiative (Epi) beteiligten Institute kalkulieren für das Projekt nach Handelsblatt-Informationen mit Kosten von bis zu 4,2 Milliarden Euro. Auf die deutschen Geldhäuser kämen Finanzkreisen zufolge bis zu einem Viertel der Gesamtkosten zu - also bis zu 1 Milliarde Euro. Aktuell gehören Epi 31 Banken und zwei Zahlungsdienstleister an. Ziel ist es, Visa, Mastercard und Paypal eine europäische Lösung entgegenzusetzen. (Handelsblatt)
UNTERNEHMENSSTEUERN - Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt davor, die deutschen Unternehmen nach der Bundestagswahl zusätzlich zu belasten. "Eine Entfesselungsoffensive muss einhergehen mit steuerlichen Entlastungen oder zumindest dem Verzicht auf Steuererhöhungen für Unternehmen", sagte Dulger in einem Doppelinterview mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann im Handelsblatt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund schlägt dagegen in seinem Steuerkonzept eine höhere Körperschaftsteuer, eine Reform der Erbschaftsteuer und eine Vermögensteuer vor. (Handelsblatt)
INVESTITIONEN - Die Generationen-Stiftung hat die Union scharf dafür kritisiert, notwendige Investitionen in die Digitalisierung und die Ausstattung von Schulen zu verschleppen. "Es ist an sich sehr löblich, wenn man kommenden Generationen keine Schulden hinterlassen will. Aber wenn man sich konsequent weigert, Schulden aufzunehmen, bleiben die Investitionen auf der Strecke, zum Beispiel in die Digitalisierung oder in vernünftige Schulgebäude", sagte die Aktivistin Paula Albrecht vom Jugendrat der Generationen-Stiftung. In der Pandemie sei besonders deutlich geworden, dass diese Investitionen "jahrelang verschleppt" wurden. (Rheinische Post)
MIETEN - Der Deutsche Städtetag will die Innenstädte vor der Verödung bewahren und als Zuhause und "Heimat" erhalten. Ein wichtiges Mittel dazu sei "Mieten runter, Menschen rein", sagte Hauptgeschäftsführer der Kommunalvertretung, Helmut Dedy. Eine wesentliche Ursache für leerstehende Häuser oder Läden in Innenstädten sieht der Städtetag in zu hohen Mieten. "Wir brauchen deshalb ein Mietniveau in den Innenstädten, das nicht nur auf High-End-Mieter ausgerichtet ist." Vom Bund fordert der Städtetag daher ein eigenes "Förderprogramm Innenstadt" für fünf Jahre mit einer Gesamtsumme von 2,5 Milliarden Euro. (Süddeutsche)
LADESTATIONEN - Die Europäische Kommission will den Mitgliedstaaten im Rahmen ihres Klimapakets Vorgaben zum Ausbau der Ladeinfrastruktur machen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will die Kommission die Staaten verpflichten, bis Ende 2025 entlang der wichtigsten europäischen Schnellstraßen im Abstand von höchstens 60 Kilometer mindestens eine leistungsstarke Ladestation zu garantieren. Fünf Jahre später soll das auch für das erweiterte Schnellstraßennetz der EU gelten, also dann alle deutschen Autobahnen und auch die wichtige Bundesstraßen. (FAZ)
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July 09, 2021 01:02 ET (05:02 GMT)
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