DJ VDMA fordert von der Politik technologieoffene Klimapolitik
BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Maschinenbauer fordern von der nächsten Bundesregierung zum Erreichen der Klimaschutzziele 2030 ein technologieoffenes Umsteuern, bei dem die "ideologischen Scheuklappen" fallen müssen. Eine marktorientierte Überarbeitung des Politikrahmens sei für einen erfolgreichen Klimaschutz nötig.
"Das Klimaschutzziel 2030 ist ebenso wichtig, wie ambitioniert. Um die noch verbleibenden acht Jahre gut zu nutzen, bedarf es jeder Technologie, die zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele und zu einer Emissionsminderung beiträgt", erklärte der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Hartmut Rauen.
Eine stabile Stromversorgung sei für das Industrieland Deutschland ein entscheidender Standortfaktor und mache den Einsatz von Brückentechnologien unverzichtbar, erklärten die Maschinenbauer mit Verweis auf die jüngst angehobene Strombedarfsprognose durch das Bundeswirtschaftsministerium.
"Der Ausbaubedarf an Erneuerbaren Energien ist, gelinde gesagt, gigantisch. Aber auch moderne CO2-arme Gaskraftwerke sind notwendig, um den stark steigenden Strombedarf zu sichern", mahnte Rauen.
Perspektivisch böten Gaskraftwerke, bei denen eine Wasserstoff-Umrüstung möglich ist, eine wichtige Backup-Option in der Stromerzeugung.
Die neue Bundesregierung müsse daher ohne ideologische Scheuklappen alles mobilisieren, was zur Erreichung des Klimaziels nutze. Es gehe darum, so schnell wie möglich technologieoffene und planbare Investitionsrahmenbedingungen zu schaffen. Auch gehe es um eine deutliche Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.
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August 17, 2021 07:28 ET (11:28 GMT)
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