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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - DAX in Tuchfühlung mit Rekordhoch

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - DAX in Tuchfühlung mit Rekordhoch

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte sind am Mittwoch etwas leichter in den Handel gestartet. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 15.898 Punkte. Das Rekordhoch aus der Vorwoche liegt im DAX bei 16.030 Punkten und damit weiter in greifbarer Nähe. Der Euro-Stoxx-50 verliert ebenfalls 0,2 Prozent auf 4.187 Punkte.

Mit Sorge wird an der Börse die steigende Zahl an Corona-Infektionen durch die Delta-Variante verfolgt. Während in den ersten Bundesländern die Schulen nach den Sommerferien wieder öffnen, steigt die bundesweite Inzidenz auf einen Wert über 40. Die am Abend anstehende Veröffentlichung der sogenannten "Minutes" zur jüngsten FOMC-Sitzung dürften nach Einschätzung der Zinsstrategen der DZ Bank wenig Wellen schlagen, nachdem bereits das eigentliche Treffen weitgehend ereignislos verlief.

Zur Rose Group wächst weiter kräftig, vergrößert Verlust 

Unternehmensnachrichten gab es aus der Schweiz. So hat die Zur Rose Group ihren Umsatz im zweiten Quartal weiter gesteigert, den Verlust im ersten Halbjahr aber aufgrund hoher Ausgaben ausgeweitet. Zwar ging die Nachfrage nach rezeptfreien Erkältungs- und Grippemedikamenten zurück, doch der generelle Trend zu mehr Online-Käufen und der kontinuierliche Kundenzuwachs unterstützten die dynamische Entwicklung. Die Zahl aktiver Kunden der Online-Apotheke, zu der auch die deutsche Apothekenmarke Docmorris gehört, stieg um 600.000 auf 11,7 Millionen. Nachdem zunächst positiv gesehen wurde, dass sich das Wachstum wieder beschleunigt hat, wird inzwischen der größere Verlust als belastend gewertet, die Aktie verliert 7,0 Prozent.

Zudem hat der Augenheilkunde-Konzern Alcon nach Quartalsgewinn seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Alcon hat auch im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt, nachdem im Vorjahr die Folgen der Coronavirus-Krise dem Konzern noch Verluste beschert haben. Alle Sparten profitierten von positiven Entwicklungen auf dem Augenheilkundemarkt, insbesondere durch die starke Erholung in den USA von der Covid-19-Pandemie. Auf den internationalen Märkten war das Tempo der Erholung unterschiedlich. Für die Aktie geht es um 8,7 Prozent nach oben.

Durchweg gute Nachrichten gibt es vom dänischen Brauereikonzern Carlsberg, für die Aktie geht es um 2,5 Prozent aufwärts. Der Absatz erholte sich kräftig, die Jahresprognose wurde erhöht und zudem ein weiteres Aktienrückkauf-Programm von bis zu 1 Milliarde dänischen Kronen aufgesetzt. Der Gewinn je Aktie lag zudem über den Prognosen.

Die Aktien von SFC Energy klettern um 5,9 Prozent. Aktueller Kurstreiber ist die Nachricht einer Entwicklungspartnerschaft mit der norwegischen Nel ASA für ein Elektrolyseur- und Wasserstoff-Brennstoffzellensystem für die Industrie. Mit Spannung blicken Händler aber auch auf Nel, die sich seit Jahresanfang im Abwärtstrend befinden und am Donnerstag ihre Quartalszahlen vorlegen wollen.

=== 
Aktienindex       zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.186,81   -0,2%     -9,59     +17,9% 
Stoxx-50        3.656,03   -0,2%     -6,61     +17,6% 
DAX          15.897,88   -0,2%    -24,07     +15,9% 
MDAX          35.924,23   +0,5%    191,27     +16,7% 
TecDAX         3.874,98   +0,6%     21,49     +20,6% 
SDAX          16.947,65   +0,3%     58,93     +14,8% 
FTSE          7.169,13   -0,2%    -11,98     +11,2% 
CAC           6.804,67   -0,2%    -15,17     +22,6% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite   -0,48          -0,01     +0,09 
US-Zehnjahresrendite    1,26          +0,00     +0,35 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- % Mi, 8:05 Uhr Di, 17:17 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1727   +0,1%    1,1715     1,1713  -4,0% 
EUR/JPY          128,49   +0,1%    128,42     128,40  +1,9% 
EUR/CHF          1,0708   -0,1%    1,0710     1,0711  -0,9% 
EUR/GBP          0,8530   +0,1%    0,8530     0,8526  -4,5% 
USD/JPY          109,57   -0,0%    109,61     109,62  +6,1% 
GBP/USD          1,3757   +0,0%    1,3757     1,3739  +0,7% 
USD/CNH (Offshore)    6,4832   -0,1%    6,4850     6,4930  -0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD        45.065,26   +0,7%   45.410,51   45.860,76 +55,1% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         66,97   66,59     +0,6%      0,38 +39,0% 
Brent/ICE         69,56   69,03     +0,8%      0,53 +36,5% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.791,93  1.786,23     +0,3%     +5,71  -5,6% 
Silber (Spot)       23,80   23,68     +0,5%     +0,13  -9,8% 
Platin (Spot)      1.010,55  1.000,78     +1,0%     +9,78  -5,6% 
Kupfer-Future        4,23    4,21     +0,5%     +0,02 +19,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 18, 2021 03:59 ET (07:59 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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