DJ Bund gibt für Nachrüstung öffentlicher Ladeinfrastruktur 90 Mio Euro
BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesverkehrsministerium stellt 90 Millionen Euro für die Nachrüstung bereits vorhandener öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur bereit, um Elektrofahrzeugen höhere Ladeleistung und somit kürzeren Ladezeiten zu ermöglichen. Unternehmen, Städte und Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und auch Privatpersonen können diese Nachrüstung der Ladepunkte ab dem 9. September vom Staat gefördert bekommen, um bei den Ladesäulen eine höhere Ladeleistung und mehr Ladekomfort zu erreichen oder bereits bestehende Ladeinfrastruktur für alle öffentlich zugänglich zu machen.
"Die technische Weiterentwicklung bei E-Autos läuft rasant und mit ihr die Speicherleistung der Batterie", erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. "Unser Ziel ist: Laden, immer und überall."
Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, erklärte, dass bestehende Ladeinfrastrukturstandorte einen sehr hohen Wert hätten. Nun wolle man die Leistungsfähigkeit dieser Standorte erhöhen oder überhaupt erst öffentlich verfügbar machen. Er nannte dies einen "sehr wertvoller Hebel im 'Gesamtsystem Ladeinfrastruktur'".
Am Vortag hatte das Ministerium bereits Fördermittel für den weiteren Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur angekündigt.
Bis Ende 2025 stellt das Bundesverkehrsministerium mit der Förderrichtlinie "Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland" insgesamt 500 Millionen Euro bereit. Ziel ist es, mindestens 50.000 Ladepunkte zu errichten, von denen mindestens 20.000 Schnellladepunkte sein sollen.
Deutschland will die E-Mobilität massiv ausbauen, um die Treibhausgasemissionen abzubauen. Nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission soll die Neuzulassung von Verbrennungsmotoren ab 2035 verboten werden.
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August 18, 2021 05:25 ET (09:25 GMT)
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