DJ Erneut kräftiger Importpreis-Anstieg - höchster Wert seit 40 Jahren
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Importpreise in Deutschland sind im Juli noch deutlicher als in den Vormonaten und zudem stärker als erwartet gestiegen. Dafür sorgten insbesondere die Energiepreise. Mit 15,0 Prozent zum Vorjahresmonat war der Anstieg der höchste seit September 1981 (17,4 Prozent im Zuge der zweiten Ölkrise), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Gegenüber Juni zogen die Einfuhrpreise um 2,2 (Vormonat: 1,6) Prozent an. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg von 1,1 Prozent prognostiziert und im Jahresvergleich ein Plus von 13,8 Prozent.
Energieeinfuhren waren im Juli um 89,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Hier kam wie bereits wie von April bis Juni der Basiseffekt zutage, sprich ein ungewöhnlich niedriges Preisniveau in der Pandemie- und Lockdownphase 2020. Den größten Einfluss hatten Erdgas mit einem Plus von 170,5 Prozent und Erdöl mit plus 68,9 Prozent. Ohne Energie waren die Importpreise um 1,4 Prozent höher als im Vormonat, binnen Jahresfrist betrug die Steigerung 8,9 Prozent.
Ebenfalls starken Einfluss auf die Gesamtrate hatten Vorleistungsgüter, die sich insgesamt im Jahresvergleich um 19,2 Prozent verteuerten. Massiv nach oben ging es bei den Preisen für Eisenerze (108,7 Prozent), gesägtes und gehobeltes Holz (57,4 Prozent), Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten (52,2 Prozent), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (52,0 Prozent), Kunststoffe in Primärformen (42,1 Prozent) sowie Nicht-Eisen-Metallerze (38,1 Prozent).
Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juli um 1,2 (Juni: 0,8) Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg um 6,3 (5,0) Prozent registriert. Höher war dieser Wert zuletzt im Januar 1982 gewesen.
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August 27, 2021 02:22 ET (06:22 GMT)
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