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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Cisco Systems hat mit seinen Wachstumsaussichten die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Hersteller von Netzwerk-Equipment geht davon aus, dass er seinen Umsatz in den nächsten vier Geschäftsjahren um 5 bis 7 Prozent pro Jahr steigern wird. Bis zum Geschäftsjahr 2024/25 soll die Hälfte des Umsatzes aus dem Geschäft mit Software-Subskriptionen stammen, zuletzt waren es 30 Prozent.

Um die laufende digitale Transformation im Zahlenwerk zu reflektieren, wird Cisco im November zwei neue Kennzahlen einführen - jährlicher wiederkehrender Umsatz und Subskriptionen im Verhältnis zum Gesamtumsatz. "Wir führen neue Kennzahlen ein, denn so sollen die Anleger von uns denken", sagte Finanzchef Scott Herren auf dem Investorentag des Konzerns.

Analysten waren bisher von einem jährlichen Umsatzwachstum von 6 Prozent im Geschäftsjahr 2021/22 und einem langsameren Wachstum in den Folgejahren ausgegangen.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Philadelphia-Fed-Index September 
     PROGNOSE: 18,7 
     zuvor:  19,4 
 
  14:30 Einzelhandelsumsatz August 
     PROGNOSE: -0,8% gg Vm 
     zuvor:  -1,1% gg Vm 
     Einzelhandelsumsatz ex Kfz 
     PROGNOSE: +0,1% gg Vm 
     zuvor:  -0,4% gg Vm 
 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 320.000 
     zuvor:  310.000 
 
  16:00 Lagerbestände Juli 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
     zuvor:  +0,8% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX             Stand +/- % 
E-Mini-Future S&P-500   4.478,75 -0,1% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 15.496,00 -0,1% 
Nikkei-225        30.325,57 -0,6% 
Hang-Seng-Index      24.641,53 -1,6% 
Kospi           3.135,27 -0,6% 
Shanghai-Composite     3.636,03 -0,6% 
S&P/ASX 200        7.474,30 +0,8% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Negative Vorzeichen überwiegen am Donnerstag an den Börsen in Ostasien, wobei sich der australische Aktienmarkt gegen die regionale Tendenz freundlich zeigt. Die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch wirkten noch nach, sagen Marktteilnehmer, die zudem von erhöhter Nervosität vor dem großen Verfall am Freitag sprechen. Feste Vorgaben der Wall Street verpuffen. Schlusslicht unter den Börsen der Region ist erneut Hongkong. Zentrales Thema ist dort das Debakel um den finanziell stark angeschlagenen Immobilienkonzern China Evergrande. Für die bereits schwer gebeutelte Aktie von Evergrande geht es um weitere rund 9 Prozent abwärts. Andere Branchenwerte werden in Sippenhaft genommen: China Vanke fallen um 3,4 Prozent, China Resources um 4,9 Prozent und Country Garden Services um 10 Prozent. Die Börse in Sydney profitiert von den positiven US-Vorgaben. Schwache heimische Arbeitsmarktdaten belasten nicht. Unter den Einzelwerten steigen Telstra um 1,4 Prozent. Das Telekommunikationsunternehmen hat weitere Kostensenkungen und höhere Dividenden angekündigt. Commonwealth Bank of Australia (+0,8%) zeigen sich unbeeindruckt von der Mitteilung der australischen Regulierungsbehörde, gerichtlich gegen die Bank vorzugehen. Die Behörde wirft der Bank vor, Kunden gegen deren Willen Kreditversicherungen verkauft zu haben.

US-NACHBÖRSE

In einem weitgehend ruhigen Umfeld haben die Aktien von Blue Apron im nachbörslichen Handel am Mittwoch ihre Gewinne aus dem regulären Geschäft ausgebaut. Der Kurs stieg um weitere 5,5 Prozent, nachdem er im regulären Handel einen Sprung von 44,6 Prozent gemacht hatte. Auslöser war die Nachricht, dass der Kochboxenversender eine Kapitalerhöhung plant, an der sich Gründungsinvestor Joseph Sanberg und Mit-Gründer Matthew B. Salzberg maßgeblich beteiligen werden. Beide ziehen sich überdies aus dem Board des Unternehmens zurück.

Electronic Arts (+2,8%) konnten sich derweil etwas von dem Verlust aus dem regulären Geschäft erholen. Die Aktie des Spieleentwicklers hatte unter Gerüchten gelitten, dass sich der Start des Spiels "Battlefield 2042" verzögern werde. Nach der Schlussglocke bestätigte Electronic Arts (EA) dies, doch bekräftigte der Spieleentwickler gleichzeitig seinen Ausblick, was die Gemüter beruhigte.

WALL STREET

INDEX      zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     34.814,39 +0,7%  236,82   +13,8% 
S&P-500    4.480,70 +0,8%  37,65   +19,3% 
Nasdaq-Comp. 15.161,53 +0,8%  123,77   +17,6% 
Nasdaq-100  15.503,53 +0,8%  120,63   +20,3% 
 
           Mittwoch Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 965 Mio   811 Mio 
Gewinner      2.292    1.022 
Verlierer     1.005    2.288 
Unverändert     148     155 
 

Fester - Vor allem Aufschläge im Ölsektor (+3,8%) trieben den Gesamtmarkt an. Allerdings blieben viele Teilnehmer skeptisch. Die negative Reaktion auf die für den Aktienmarkt eigentlich günstige jüngste Inflationsentwicklung am Vortag habe gezeigt, dass die Abwärtsrisiken an den Börsen gestiegen seien. Sorgen um die Konjunktur stiegen vor dem Hintergrund der hohen Corona-Infektionen und oft schleppenden Impferfolge. Dazu kamen erneut schwache Konjunkturdaten aus China. Microsoft gewannen 1,7 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Quartalsdividende angehoben und den Rückkauf von Aktien im Umfang von 60 Milliarden Dollar angekündigt hatte. Aktien von Kasino-Betreibern standen erneut unter Druck, weil Macau die Regulierung der Branche verschärfen will. Las Vegas Sands, Wynn Resorts und MGM Resorts International gaben um bis zu 6,3 Prozent nach. Einen fulminanten ersten Handelstag verzeichnete die Aktie des Schweizer Sportschuhherstellers On. Sie schloss mit 35,10 Dollar und damit 46,3 Prozent über dem Ausgabepreis von 24 Dollar.

USA - ANLEIHEN

Laufzeit       Rendite  Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,21    0,0    0,21    9,6 
5 Jahre         0,79    1,0    0,78    43,3 
7 Jahre         1,08    0,7    1,08    43,5 
10 Jahre         1,30    1,2    1,29    38,4 
30 Jahre         1,87    0,6    1,86    21,8 
 

Am Rentenmarkt gaben die Notierungen anfängliche Gewinne wieder ab, die Renditen legten im Gegenzug leicht zu. Die enttäuschenden neuen Daten aus dem Einzelhandel und zur Industrieproduktion im August in China hätten zunächst für etwas Zulauf in die Rentenpapiere gesorgt, hieß es.

DEVISENMARKT

DEVISEN     zuletzt   +/- %   00:00 Mi, 9:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD      1,1808   -0,1%   1,1817    1,1813  -3,3% 
EUR/JPY      129,01   -0,2%   129,24    129,41  +2,3% 
EUR/GBP      0,8536   -0,0%   0,8537    0,8540  -4,4% 
GBP/USD      1,3835   -0,1%   1,3842    1,3833  +1,2% 
USD/JPY      109,25   -0,1%   109,37    109,55  +5,8% 
USD/KRW     1.170,01   +0,3%  1.166,41   1.169,70  +7,8% 
USD/CNY      6,4341   +0,0%   6,4325    6,4382  -1,4% 
USD/CNH      6,4323   +0,1%   6,4265    6,4336  -1,1% 
USD/HKD      7,7834   +0,0%   7,7817    7,7790  +0,4% 
AUD/USD      0,7323   -0,1%   0,7333    0,7326  -4,9% 
NZD/USD      0,7111   -0,0%   0,7111    0,7098  -1,0% 
Bitcoin 
BTC/USD    48.354,51   +0,4% 48.173,01   47.113,76 +66,5% 
 

Der Dollar-Index sank um 0,2 Prozent. Der Dollar bleibe in einer engen Spanne gefangen, so MUFG. Die August-Verbraucherpreise hätten letztlich nur geringe Auswirkungen auf die Wechselkurse gezeigt. Für die MUFG-Experten steht außer Frage, dass die US-Notenbank noch im laufenden Jahr mit dem Zurückfahren der Wertpapierkäufe ("Tapering") beginnen wird. Allerdings dürfte es nun erst im November statt September so weit sein. Daher dürfte die Fed-Sitzung kommende Woche wohl eher keine erhöhte Volatilität nach sich ziehen.

ROHSTOFFE

ÖL

ROHOEL      zuletzt VT-Settl.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     72,75   72,61   +0,2%     0,14 +51,5% 
Brent/ICE     75,62   75,46   +0,2%     0,16 +48,6% 
 

Die Ölpreise stiegen kräftig um, bis zu 3 Prozent und markierten das höchste Niveau seit rund sieben Wochen. Die wöchentlichen US-Ölvorräte waren zuletzt deutlicher gesunken als erwartet. Zudem sorgte der Wirbelsturm Nicholas für erneute Förderausfälle in Nordamerika, während nach dem Hurrikan Ida noch immer nicht alle Anlagen im Golf von Mexiko wieder hochgefahren wurden.

METALLE

METALLE     zuletzt   Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)   1.791,25  1.794,01   -0,2%     -2,76  -5,6% 
Silber (Spot)   23,85   23,83   +0,1%     +0,03  -9,6% 
Platin (Spot)   949,05   949,50   -0,0%     -0,45 -11,3% 
Kupfer-Future    4,37    4,40   -0,7%     -0,03 +23,9% 
 

Der Goldpreis gab die Vortagesaufschläge ab und rutschte wieder unter die Marke von 1.800 Dollar. "Es ist klar, dass der Edelmetallmarkt im Moment noch mit den Zentralbankern übereinstimmt, dass der Inflationsschub vorübergehend ist", sagte Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

U-BOOT-GESCHÄFT AUSTRALIEN / FRANKREICH

Sein Land werde die Vereinbarung mit dem französischen Unternehmen Naval Group über U-Boote im Wert von umgerechnet knapp 56 Milliarden Euro nicht weiter aufrechterhalten, erklärte Premierminister Scott Morrison. Die Entscheidung sei "kein Sinneswandel, sondern ein Wandel der Erfordernisse".

ARBEITSMARKT AUSTRALIEN

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 16, 2021 01:33 ET (05:33 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

Strikte Lockdowns in großen Städten haben den australischen Arbeitsmarkt im August eingetrübt. 146.300 Jobs gingen verloren. Ökonomen hatten mit einem Verlust von 80.000 Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel gleichwohl auf 4,5 von 4,6 Prozent, da weniger Menschen am Erwerbsleben teilnahmen.

EXPORTE JAPAN

Die japanische Exportwirtschaft hat im August von einer starken Nachfrage nach Stahl, Halbleiterprodukten und Autoteilen profitiert. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 26,2 Prozent nach einem Plus von 37 Prozent im Juli. Ökonomen hatten im Factset-Konsens allerdings mit 32,2 Prozent mehr erwartet. Es war der sechste Anstieg der Exporte in Folge.

TESLA / SPACEX

Erstmals sind vier Touristen mit einer Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk eigenständig für mehrere Tage ins All gestartet. Die Rakete vom Typ Falcon 9 hob um kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ) vom Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida ab. An Bord befindet sich kein professioneller Astronaut, die Kapsel fliegt weitgehend automatisch und soll für drei Tage in der Erdumlaufbahn bleiben.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2021 01:33 ET (05:33 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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