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XETRA-SCHLUSS/Anleger bleiben vorsichtig optimistisch

DJ XETRA-SCHLUSS/Anleger bleiben vorsichtig optimistisch

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Dienstag nach unten gegangen, der DAX schloss 0,3 Prozent leichter bei 15.147 Punkten. Ein deutlicherer Rücksetzer im frühen Handel wurde von Investoren erneut zum Einstieg genutzt. Während der Anstieg der Inflation sowie der Energiepreise momentan zu steigenden Zinsen an den Anleihemärkten führen, scheinen die Anleger, wie auch die Notenbanker, von einer Normalisierung der stark steigenden Verbraucherpreise im kommenden Jahr auszugehen, und halten den Aktien die Treue. Die Nachrichtenlage zog schon im Vorfeld der nun startenden Berichtssaison an.

Frankreich mit Investitionsprogramm - Deutschland dürfte folgen 

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat bereits einen Anlauf unternommen, mit Investitionen die Dekarbonisierung der französischen Wirtschaft voranzutreiben. Geplant sind unter anderem Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in Onshore- und Offshore-Wind- und Solarenergie, in Folge legten die Aktien von Siemens Gamesa und Nordex um 3,3 und 3,7 Prozent zu. Sollte die Ampel in Berlin auf Grün umspringen, dürften von dort weitere Gelder in den Sektor fließen.

Zudem gab es einige erste vorläufige Zahlen zum dritten Quartal, aus denen sich noch kein Trend herauslesen lässt. Gerresheimer gaben um 1 Prozent nach, nachdem der Margenausblick am unteren Ende der Erwartungen lag. Der Umsatzanstieg wurde leicht positiv gesehen.

Die Aktie von Elringklinger schloss nach Vorlage der Zahlen 0,7 Prozent im Plus. Nach einer überzeugenden Geschäftsentwicklung im dritten Quartal und einer EBIT-Marge von 8,1 Prozent nach neun Monaten nimmt das Unternehmen die Jahresprognose für die Kennziffer zwar auf 6 Prozent leicht nach oben, suggeriert damit allerdings ein schwaches Schlussquartal auf der Ertragsseite.

Teamviewer notierten an der Börse 2,7 Prozent fester. Im Handel wurde auf die Nachricht verwiesen, dass das Unternehmen und Google zukünftig im Bereich Augmented Reality kooperieren werde.

Bei Cancom ging es 4,3 Prozent nach oben wegen eines Aktienrückkaufs. Im Volumen reizt das Unternehmen mit 9,1 Prozent des Grundkapitals fast das Maximum der Genehmigung von der Hauptversammlung aus.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX     15.146,87 -0,3%  +10,41% 
DAX-Future  15.143,00 -0,2%  +11,07% 
XDAX     15.160,60 +0,2%  +10,91% 
MDAX     33.624,67 +0,3%   +9,18% 
TecDAX    3.583,46 +0,2%  +11,54% 
SDAX     16.187,82 +0,4%   +9,64% 
zuletzt   +/- Ticks 
Bund-Future   168,27  -47 
 
Index  Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag 
DAX      18     22   0     3.042,6    61,0  75,3 
MDAX     28     21   1      742,6    46,5  46,9 
TecDAX    18     12   0      835,7    32,7  28,3 
SDAX     39     27   4      214,2    11,1  11,6 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

October 12, 2021 11:57 ET (15:57 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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