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MÄRKTE USA/Daten aus dem Einzelhandel und Fed-Protokoll im Blick

DJ MÄRKTE USA/Daten aus dem Einzelhandel und Fed-Protokoll im Blick

NEW YORK (Dow Jones)--Zur Wochenmitte zeichnen sich Gewinnmitnahmen an den US-Börsen ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich schwächer. Am Dienstag hatten überraschend gute Zweitquartalszahlen und ermutigende Ausblicke der Einzelhändler Walmart und Home Depot Befürchtungen zerstreut, dass die hohe Inflation die Konsumbereitschaft der Amerikaner beeinträchtigen könnte. Mit den Quartalsausweisen des Home-Depot-Wettbewerbers Lowe's und der Supermarktkette Target sind jedoch am Mittwoch neue Zweifel aufgekommen.

Einen Eindruck davon, wie es der Branche insgesamt geht, liefern die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen. Diese stagnierten im Juli auf Monatssicht. Volkswirte hatten prognostiziert, dass sich das Wachstum auf 0,1 Prozent von 1,0 Prozent im Juni verlangsamen würde. Ohne die Umsätze mit Kraftfahrzeugen wurde indessen ein Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnet. Hier hatten die Ökonomen im Konsens mit unveränderten Umsätzen gerechnet. Im weiteren Verlauf stehen noch die Juni-Daten zu den Lagerbeständen auf der Agenda.

Noch später, gegen 20.00 Uhr MESZ, folgt das Protokoll der US-Notenbanksitzung im Juli. Die Fed hatte bei dieser Sitzung die Zinsen das zweite Mal in Folge um 75 Basispunkte erhöht. Nachdem jüngste Inflationsdaten jedoch auf einen nachlassenden Preisauftrieb hingedeutet haben, hoffen Marktteilnehmer, dass die Notenbank das Tempo ihrer geldpolitischen Straffung etwas drosselt.

Lowe's-Zahlen durchwachsen - Target-Gewinn enttäuscht 

Die Aktien von Target verlieren vorbörslich 2,3 Prozent. Das Unternehmen musste im zweiten Quartal hohe Preisnachlässe gewähren, weshalb der Gewinn stärker als erwartet schrumpfte. Licht und Schatten enthält der Zahlenausweis von Lowe's. Die Baumarktkette verdiente im Quartal mehr als erwartet und ist nun zuversichtlich, beim Jahresgewinn das obere Ende der Prognosespanne zu erreichen. Beim Umsatz rechnet Lowe's jedoch nur mit dem unteren Ende, nachdem dieser im Quartal zurückging und die Erwartungen verfehlte. Der Kurs steigt um 1,1 Prozent.

Die Tesla-Aktie notiert 1 Prozent schwächer. Tesla-CEO Elon Musk hat wieder einmal mit einem Tweet Schlagzeilen gemacht: Dieses Mal kündigte er den Kauf des Fußballclubs Manchester United an, nur um einige Stunden später mitzuteilen, es habe sich um einen Scherz gehandelt. Das hält die Anleger jedoch nicht davon ab, bei "ManU" zuzugreifen. Die Aktie steigt um 4,8 Prozent.

Anleiherenditen ziehen an 

Vor der Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls stoßen Anleger verstärkt Staatsanleihen ab, trotz der sich abzeichnenden Verluste am Aktienmarkt. In der Folge ziehen die Renditen deutlich an. Am Markt sei die Verunsicherung bezüglich des weiteren Kurses der Notenbank groß, heißt es aus dem Handel.

Der Dollar behauptet sich zum Euro auf dem am Vortag erreichten Niveau. Der Dollarindex legt um 0,2 Prozent zu.

Wenig Bewegung gibt es am Ölmarkt. Hier bremst auf der einen Seite die Erwartung einer konjunkturbedingt rückläufigen Nachfrage. Auf der anderen Seite stützen die gesunkenen US-Ölvorräte, die der Branchenverband API am späten Dienstag gemeldet hat. Die Akteure warten nun auf die offiziellen Daten der staatlichen Energy Information Administration im weiteren Verlauf.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite  Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         3,33    +9,2     3,24     259,9 
5 Jahre         3,04    +9,3     2,95     178,3 
7 Jahre         2,98    +9,0     2,89     154,4 
10 Jahre         2,89    +8,0     2,81     138,0 
30 Jahre         3,15    +5,6     3,09     124,7 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Mi, 8:24 Uhr Di, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0160    -0,1%    1,0166     1,0176  -10,6% 
EUR/JPY        137,38    +0,6%    136,76     136,73  +5,0% 
EUR/CHF        0,9681    +0,2%    0,9665     1,0515  -6,7% 
EUR/GBP        0,8418    +0,1%    0,8399     0,8407  +0,2% 
USD/JPY        135,20    +0,7%    134,51     134,35  +17,5% 
GBP/USD        1,2070    -0,2%    1,2105     1,2106  -10,8% 
USD/CNH (Offshore)   6,7935    +0,0%    6,7857     6,8018  +6,9% 
Bitcoin 
BTC/USD       23.719,38    -1,0%   24.381,77   23.770,15  -48,7% 
 
ROHÖL         zuletzt  VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        86,50    86,53     -0,0%     -0,03  +20,9% 
Brent/ICE        91,73    92,34     -0,7%     -0,61  +23,2% 
GAS              VT-Schluss           +/- EUR 
Dutch TTF       228,35   223,00     +1,1%      2,44 +243,5% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.772,04  1.775,82     -0,2%     -3,79  -3,1% 
Silber (Spot)      19,97    20,14     -0,8%     -0,17  -14,3% 
Platin (Spot)     928,55   938,35     -1,0%     -9,80  -4,3% 
Kupfer-Future      3,60    3,62     -0,7%     -0,02  -18,8% 
YTD zu Vortagsschluss 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

August 17, 2022 08:47 ET (12:47 GMT)

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© 2022 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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