Anzeige
❌
Mehr »
Montag, 12.10.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Washington setzt auf Wolfram. Allegiance startet in Nevada.
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
635 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/Versorger unter Strom

DJ MÄRKTE EUROPA/Versorger unter Strom

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Stark steigende Versorgeraktien haben am Mittwoch die europäischen Aktienmärkte geprägt. Kurstreiber waren Berichte über den geplanten Preisdeckel in Europa für Strom. Wie es hieß, plant die EU eine Begrenzung auf 200 Euro je Megawattstunde für Strom, der nicht aus Gas erzeugt wird. "Das wäre deutlich besser für die Versorger als zuvor befürchtet", sagte ein Händler: "Damit werden nur unsinnige Preisspitzen herausgenommen, aber praktisch keine normal fluktuierenden Marktpreise."

Der DAX holte Verluste aus dem frühen Handel mehr als auf und legte um 0,3 Prozent auf 12.916 Punkte zu. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,1 Prozent auf 3.502 Punkte. Der Stoxx-Subindex der europäischen Versorger-Aktien gewann 2,0 Prozent. RWE kletterten um 7,2 Prozent, zusätzlich getrieben von einer Kaufempfehlung durch Berenberg. Im MDAX stiegen Encavis um 10 Prozent. In Wien gewannen Verbund 13,4 Prozent, in Paris zogen Engie um 4,9 Prozent an, in London stiegen SSE um 3,9 Prozent und in Madrid Endesa um 3,1 Prozent. "Bewertungsmodelle nach der Discounted-Cash-Flow-Methode deuten darauf hin, dass die Versorger plötzlich stark unterbewertet sind", so ein Marktteilnehmer.

Unter Druck standen die Stoxx-Indizes der Einzelhändler, der Banken und vor allem der Rohstoff- sowie der Ölkonzerne, die bis zu 3,1 Prozent verloren. Dagegen legten einige Chemie-Aktien deutlich zu, so BASF (+2,1%) und Lanxess (+3,1%), die von den niedrigeren Rohstoffpreisen profitierten.

Auch die Autoaktien zeigten sich weiterhin relativ stark, wobei nun vor allem die Zulieferer gefragt waren. Vitesco gewannen mit dem geplanten Stellenabbau 2,6 Prozent, Continental zogen um 1,6 Prozent an und Valeo um 4,0 Prozent.

Der Euro lag im späten Aktienhandel mit 0,9942 Dollar wieder etwas über seinem neuen 20-Jahrestief.

Siemens Energy besorgt sich Geld - Kühne will mehr Lufthansa 

Unter den Einzelwerten verloren Siemens Energy 3,3 Prozent. Der Energietechnikhersteller hat nicht unerwartet eine Wandelanleihe platziert über knapp 1 Milliarde Euro. Sie wird im September 2025 automatisch in Aktien umgewandelt und wirkt dann gewinnverwässernd. Siemens Energy benötigt das Geld für die Komplettübernahme der schwächelnden spanischen Windenergietochter Siemens-Gamesa, deren Aktie um 0,2 Prozent zulegte.

Nach starken Anschlussverlusten im frühen Handel ging es mit Uniper nur noch 0,5 Prozent auf 4,71 Euro nach unten. Zur übergeordneten Gaskrise kamen nun auf einen Schlag mehrere sehr negative Analystenstimmen. "Vor allem die Kursziele lassen einen erschauern", sagte ein Händler. Metzler stach mit einem Ziel von 2 Euro nach zuvor 5,50 Euro heraus. Credit Suisse hat das Ziel auf 4 Euro gesenkt nach 24,60 und Berenberg auf 6 nach 24 Euro.

Lufthansa zogen um 3,2 Prozent an. Hier stützte neben dem abgewendeten Pilotenstreik, dass der größte Aktionär Klaus-Michael Kühne seine Beteiligung an der Fluggesellschaft von 15,01 Prozent nun doch weiter aufstocken will.

SGL zweistellig im Plus - Prognose weiter rauf 

SGL Carbon (+12,1%) profitierten davon, dass der Graphit-Spezialist seine Jahresprognose 2022 erneut erhöht hat. In Madrid büßte die Repsol-Aktie mit den schwachen Öl-Aktien 4,0 Prozent ein. Repsol verkauft einen Anteil von 25 Prozent am Fördergeschäft für 4,8 Milliarden Dollar. Der Energiekonzern will damit den Umstieg von fossilen auf Erneuerbare Energien finanzieren.

=== 
Index         Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
.             stand   absolut     in %      seit 
.                             Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50     3.502,09    +1,95    +0,1%     -18,5% 
Stoxx-50        3.474,84    -28,50    -0,8%     -9,0% 
Stoxx-600        412,01    -2,37    -0,6%     -15,5% 
XETRA-DAX       12.915,97    +44,53    +0,3%     -18,7% 
FTSE-100 London    7.251,71    -48,73    -0,7%     -1,1% 
CAC-40 Paris      6.105,92    +1,31    +0,0%     -14,6% 
AEX Amsterdam      671,27    -4,00    -0,6%     -15,9% 
ATHEX-20 Athen     1.973,57    -29,72    -1,5%     -7,9% 
BEL-20 Brüssel     3.577,06    +4,30    +0,1%     -17,0% 
BUX Budapest     41.292,35   +441,11    +1,1%     -18,6% 
OMXH-25 Helsinki    4.612,60    +19,79    +0,4%     -17,6% 
ISE NAT. 30 Istanbul  3.728,29    +25,27    +0,7%     +84,1% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.648,15    -6,47    -0,4%     -11,6% 
PSI 20 Lissabon    5.966,59    -28,70    -0,5%     +6,6% 
IBEX-35 Madrid     7.855,90    +13,70    +0,2%     -9,9% 
FTSE-MIB Mailand   21.489,36    +8,75    +0,0%     -21,5% 
RTS Moskau       1.243,70    -8,77    -0,7%     -22,1% 
OBX Oslo        1.081,78    -26,77    -2,4%     +1,2% 
PX Prag        1.152,96    +15,05    +1,3%     -19,2% 
OMXS-30 Stockholm   1.897,76    -5,49    -0,3%     -21,6% 
WIG-20 Warschau    1.469,42    +16,56    +1,1%     -35,2% 
ATX Wien        2.904,77    +60,02    +2,1%     -25,5% 
SMI Zürich      10.805,16    -29,02    -0,3%     -16,1% 
* zu Vortagsschluss 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Mi, 9:12 Di, 17:16  % YTD 
EUR/USD        0,9942    +0,4%   0,9905   0,9916  -12,6% 
EUR/JPY        143,53    +1,5%   142,72   141,52  +9,7% 
EUR/CHF        0,9751    +0,1%   0,9751   1,0173  -6,0% 
EUR/GBP        0,8666    +0,8%   0,8616   0,8597  +3,1% 
USD/JPY        144,40    +1,1%   144,06   142,69  +25,4% 
GBP/USD        1,1472    -0,4%   1,1498   1,1536  -15,2% 
USD/CNH (Offshore)   6,9765    +0,1%   6,9834   6,9647  +9,8% 
Bitcoin 
BTC/USD       18.883,31    -3,2% 18.773,69 19.808,57  -59,2% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        83,14    86,88   -4,3%   -3,74  +17,2% 
Brent/ICE        89,35    92,83   -3,7%   -3,48  +20,8% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF       211,00    239,84   -12,0%   -28,84 +290,4% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.710,65   1.701,50   +0,5%   +9,15  -6,5% 
Silber (Spot)      18,26    18,08   +1,0%   +0,19  -21,7% 
Platin (Spot)     862,20    856,73   +0,6%   +5,48  -11,2% 
Kupfer-Future      3,45     3,47   -0,6%   -0,02  -22,2% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 07, 2022 12:11 ET (16:11 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die KI-Euphorie ihren nächsten Realitätstest erlebt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.