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MÄRKTE EUROPA/Börsen in kleiner Erholungsbewegung - Banken-Sektor legt zu

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen in kleiner Erholungsbewegung - Banken-Sektor legt zu

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem jüngsten Kursverfall starten Europas Börsen am Donnerstag mit kleinen Aufschlägen in den Handel. Um mehr als eine Gegenbewegung handelt es sich bislang aber nicht. Vom Umfeld kommen keine großen Impulse: Der Euro liegt weiterhin knapp unter der Parität, die Renditen bewegen sich ebenfalls nur wenig. Die Nachrichtenlage ist wie bereits in den vergangenen Tagen dünn. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 13.085 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.578 Punkte nach oben.

US-Einzelhandelszahlen am Nachmittag 

Aus den USA kommt am Nachmittag ein Reigen von Konjunkturdaten. Impulse dürften vor allem von den US-Einzelhandelsumsätzen ausgehen sowie vom Konjunkturindex der US-Notenbankfiliale in Philadelphia und der Industrieproduktion. Die Daten könnten die Zinsdiskussion beeinflussen: Am Mittwoch hatte der Markt zeitweise zu mehr als 30 Prozent eine US-Leitzinserhöhung um 100 Basispunkte auf der Sitzung der Fed in der kommenden Woche eingepreist.

Tagesgewinner bislang ist der Bankensektor mit Aufschlägen von 1,6 Prozent. Stützend wirkt hier eine angebliche Hochstufung des Sektors durch Morgan Stanley auf "Overweight". Morgan Stanley meint laut Händlern, die kommenden Zinserhöhungen sollten das Geschäft stützen. Die Bewertungen seien "extrem niedrig", die Kapitalausstattung gut und das operative Geschäft widerstandsfähig. Für Deutsche Bank geht es um 2,3 Prozent nach oben.

H&M (-0,5%) reagieren kaum auf die Umsatzzahlen. Die Underperformance von H&M gegenüber Inditex dürfte sich weiter fortsetzen, heißt es im Handel. Im fiskalischen Quartal per Ende August ging es um 3 Prozent nach oben auf 57,5 Milliarden Kronen, Analysten hatten jedoch etwas mehr erwartet. "Bremsend dürften vor allem die Aussagen wirken, der Start ins neue Quartal sei schwach gewesen", sagt ein Händler. Insgesamt seien die Daten nicht schlecht, aber es fehle die positive Dynamik, wie sie am Vortag der spanische Konkurrent Inditex gezeigt habe.

Mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent zeigen sich die Aktien von Novartis, nachdem die schweizerische Wettbewerbskommission eine Durchsuchung im Hauptsitz Basel durchgeführt hat. Begründet worden war das mit dem Vorwurf der Nutzung eines eigenen Patents als Sperrpatent gegen die Konkurrenz. "Hier geht es aber nur um den Einsatz von selbstgehaltenen Patenten, keine Verletzung von Patenten anderer", sagt ein Händler. Daher seien keine großen Strafzahlungen zu erwarten, selbst wenn der Vorwurf wahr wäre.

Qiagen kooperiert bei Parkinson-Medikament 

Leicht positiv werten Händler bei Qiagen (+1,0%) Nachrichten zu einer neuen Kooperation bei einem Parkinson-Medikament. "Der Markt ist bei Tech-Werten derzeit nur auf Zinsen und ihre Wirkung auf Multiples fixiert", so ein Händler: "Daher ist jede kleine Nachricht zu den fundamentalen Chancen der Branche gut". Qiagen will mit Neuron23 bei der Entwicklung eines Begleitdiagnostikums für ein neues Parkinson-Medikament zusammenarbeiten.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.577,65    +0,3%    10,09   -16,8% 
Stoxx-50        3.539,07    +0,3%    11,27   -7,3% 
DAX          13.084,65    +0,4%    56,65   -17,6% 
MDAX          24.860,04    +0,2%    61,84   -29,2% 
TecDAX         2.941,58    +0,6%    16,30   -25,0% 
SDAX          11.683,57    +0,2%    27,20   -28,8% 
FTSE          7.316,18    +0,5%    38,88   -1,5% 
CAC           6.232,39    +0,2%    9,98   -12,9% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    1,73          +0,02   +1,91 
US-Zehnjahresrendite    3,43          +0,03   +1,92 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Do, 8:11 Mi, 17:20  % YTD 
EUR/USD          0,9976    -0,1%   0,9964   0,9996  -12,3% 
EUR/JPY          143,17    +0,2%   143,13   142,61  +9,4% 
EUR/CHF          0,9600    -0,1%   0,9603   1,0412  -7,5% 
EUR/GBP          0,8649    +0,0%   0,8656   0,8635  +2,9% 
USD/JPY          143,54    +0,3%   143,62   142,68  +24,7% 
GBP/USD          1,1532    -0,1%   1,1511   1,1577  -14,8% 
USD/CNH (Offshore)    6,9772    +0,1%   6,9775   6,9693  +9,8% 
Bitcoin 
BTC/USD        20.175,74    -0,1%  20.141,32 20.262,60  -56,4% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         88,65    88,48    +0,2%   +0,17  +24,9% 
Brent/ICE         94,08     94,1    -0,0%   -0,02  +27,2% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         231,01    217,88    +6,0%   +13,13 +263,2% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.688,53   1.696,00    -0,4%   -7,48  -7,7% 
Silber (Spot)       19,42    19,73    -1,5%   -0,30  -16,7% 
Platin (Spot)       906,50    909,85    -0,4%   -3,35  -6,6% 
Kupfer-Future        3,55     3,54    +0,2%   +0,01  -19,9% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 15, 2022 03:45 ET (07:45 GMT)

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© 2022 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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