DJ Deutsche Dienstleistungsproduktion steigt im Juli
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Produktion im Dienstleistungssektor Deutschlands hat sich im Juli erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich der Umsatz (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) gegenüber dem Vormonat preisbereinigt um 0,6 Prozent. Binnen Jahresfrist lag der Umsatz um 10,2 Prozent höher.
In der stark von der Corona-Krise betroffen Kreuzfahrtbranche stieg der reale Umsatz im Juli gegenüber dem Vormonat um fast zwei Drittel (65,5 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz sogar mehr als verdreifacht (218,0 Prozent), das ist im Jahresvergleich der höchste Umsatzzuwachs seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015. Damit überstiegen die Umsätze der Kreuzfahrtbranche im Juli erstmals das Vorkrisenniveau, sie lagen 18,3 Prozent höher als im Juli 2019.
Im Eisenbahnfernverkehr sanken die realen Umsätze im Juli um 7,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, in dem das 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr eingeführt worden war und die Branche ihren bisher höchsten Umsatz in einem Kalendermonat erwirtschaftet hatte. Im Vergleich zum Juli 2021 stiegen die Umsätze im Bahnfernverkehr um gut zwei Drittel (68,3 Prozent). Gegenüber dem von der Corona-Pandemie unbeeinflussten Juli 2019 betrug der reale Umsatzzuwachs 45,5 Prozent.
Während sich die realen Umsätze zahlreicher konsumnaher Dienstleister auch Juli weiter erholten, brachen die realen Umsätze der Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter gegenüber dem Vormonat deutlich ein. Mit einem Rückgang um mehr als die Hälfte (54,5 Prozent) verzeichneten sie das größte Umsatzminus aller erfassten Dienstleistungsbereiche. Damit waren die Umsätze der Branche zwar 17,2 Prozent höher als im Juli 2021, lagen jedoch mit einem Minus von 33,2 Prozent gegenüber Juli 2019 erneut deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
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October 14, 2022 02:22 ET (06:22 GMT)
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