DJ IWF fordert staatliches Ausgabenprogramm für Deutschland
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert die Bundesregierung auf, den Standort Deutschland mit staatlichen Investitionen zu stärken. Das Land habe "zweifelsohne große, aktuelle Probleme", sagte Alfred Kammer, Direktor der Europaabteilung des IWF, gegenüber dem Spiegel. Ob Energie, Infrastruktur, Fachkräfte oder Digitalisierung, überall sei die Bundesrepublik zurückgefallen. Das koste Produktivität und Wachstum. Obendrein sei Deutschland besonders von der sich ändernden Globalisierung betroffen, so Kammer. Was es jetzt brauche sei ein großes staatliches Investitionsprogramm.
Breitbandausbau, eine digitale Verwaltung und Energiesouveränität seien große Themen. Aber auch mehr öffentliche Mittel für funktionierende Schnellzugverbindungen, Autobahnen, Häfen. Dazu ein Bildungsprogramm, um den Menschen zu ermöglichen, schneller und flexibler von einem Beruf in den anderen zu wechseln - und so zu helfen, das Fachkräfteproblem zu lösen. Und natürlich mehr Anstrengungen beim Klimaschutz. Auch deutsche Ökonomen mahnen Reformen an. Es brauche einen Strukturwandel in nahezu allen Bereichen, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher dem Spiegel. Für Oliver Holtemöller, Ökonom am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH), ist das Thema Digitalisierung ein Schlüssel. Hier sei die Republik aber international nur im Mittelfeld angesiedelt.
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December 18, 2022 08:28 ET (13:28 GMT)
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