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MÄRKTE ASIEN/Schwächer - Rezessionssorgen dominieren weiter

DJ MÄRKTE ASIEN/Schwächer - Rezessionssorgen dominieren weiter

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO /HONGKONG (Dow Jones)--Die bestimmenden Faktoren zum Start in die neue Woche an den ostasiatischen Börsen sind die gleichen wie zum Ende der Vorwoche. Sorgen vor weiteren aggressiven Zinserhöhungen der Notenbanken und damit einhergehend Bedenken einer drohenden Rezession. Dazu kommen die in dieser Gemengelage erneut negative Vorgaben der Wall Street. Entsprechend tendieren die Börsen auch in Asien schwächer mit Verlusten von einem halben Prozent bis 1,3 Prozent.

In Tokio geht es um 1,1 Prozent nach unten auf 27.228 Punkte. Dort steht die Bank of Japan mit ihren zweitägigen Beratungen bis einschließlich Dienstag im Blick. Sie hat bislang an ihrer ultraexpansiven Politik festgehalten, womit auch diesmal mehrheitlich gerechnet wird.

In Hongkong, wo es anfangs noch nach oben gegangen war mit Signalen vom jährlichen Treffen der zentralen Wirtschaftsarbeitskonferenz, dass der politische Regulierungsdruck auf Technikunternehmen nachlassen könnte, werden Aktien von Kasinobetreibern verkauft. Hintergrund sind neue Investitionspläne von Sands China und Galaxy Entertainment, im Zuge der Erneuerung ihrer Lizenzen.

Die Börse in Australien hat mit einem kleineren Minus von 0,2 Prozent bereits den Handel beendet. Schwächste Aktie im dortigen Leitindex waren Star Entertainment, die um 18 Prozent absackten. Auslöser waren Vorschläge der Regionalregierung, die Kasinosteuern zu erhöhen. Für Newcrest Mining ging es um rund ein halbes Prozent nach unten, nachdem der CEO des Goldschürfers seinen Rücktritt angekündigt hatte und vorübergehend durch den Finanzchef vertreten wird.

=== 
Index (Börse)      zuletzt    +/- %   % YTD     Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  7.134,80    -0,2%   -4,2%     06:00 
Nikkei-225 (Tokio)   27.227,76    -1,1%   -4,4%     07:00 
Kospi (Seoul)      2.346,25    -0,6%   -21,2%     07:00 
Schanghai-Comp.     3.126,41    -1,3%   -14,1%     08:00 
Hang-Seng (Hongk.)   19.362,67    -0,5%   -16,8%     09:00 
Straits-Times (Sing.)  3.254,36    +0,4%   +3,7%     10:00 
KLCI (Malaysia)     1.475,05    -0,2%   -5,7%     10:00 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %   00:00 Fr, 8:35 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0604    +0,1%   1,0592    1,0656  -6,7% 
EUR/JPY          144,44    +0,2%   144,20    146,33 +10,4% 
EUR/GBP          0,8708    -0,0%   0,8710    0,8741  +3,6% 
GBP/USD          1,2177    +0,1%   1,2165    1,2192 -10,0% 
USD/JPY          136,21    +0,0%   136,16    137,32 +18,3% 
USD/CNH          6,9865    +0,1%   6,9806    6,9790 +10,0% 
USD/HKD          7,7846    +0,0%   7,7819    7,7785  -0,2% 
AUD/USD          0,6710    +0,2%   0,6695    0,6705  -7,6% 
NZD/USD          0,6380    -0,0%   0,6380    0,6362  -6,5% 
Bitcoin 
BTC/USD        16.715,13    -0,3% 16.766,79   17.467,23 -63,9% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         74,97    74,29   +0,9%     +0,68  +8,2% 
Brent/ICE         79,79    79,04   +0,9%     +0,75 +10,1% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.792,74   1.793,08   -0,0%     -0,34  -2,0% 
Silber (Spot)       23,22    23,22   -0,0%     -0,00  -0,4% 
Platin (Spot)       995,80    994,00   +0,2%     +1,80  +2,6% 
Kupfer-Future        3,80     3,76   +1,1%     +0,04 -13,7% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
-0- 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

December 19, 2022 00:38 ET (05:38 GMT)

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© 2022 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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