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MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Rezessionssorgen dominieren weiter

DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Rezessionssorgen dominieren weiter

NEW YORK (Dow Jones)--Zum Start in die neue Woche kommt es an den US-Börsen zu kleineren Anschlussverkäufen, nachdem Zins- und Rezessionssorgen die Kurse in der Vorwoche auf Talfahrt geschickt hatten. Der Dow-Jones-Index sinkt kurz nach der Startglocke um 0,1 Prozent. Der S&P-500 verliert 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,5 Prozent.

Falkenhafte Äußerungen großer Zentralbanken - allen voran die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank - ließen in der vergangenen Woche die Anleger zu der Überzeugung gelangen, dass im Kampf gegen die hohe Inflation eine Rezession unausweichlich ist. Daraufhin war der S&P-500 auf den tiefsten Stand seit Anfang November gefallen. Angesichts enttäuschender Konjunkturdaten liege es nahe, dass Anleger den Fokus weg von den Themen Inflation und US-Notenbank hin zu den wahrscheinlichen Folgen der Fed-Geldpolitik im kommenden Jahr verschöben, meint Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management.

Die Nachrichtenlage ist am Montag dünn. Es stehen weder Konjunkturdaten von Rang noch wichtige Unternehmenstermine auf der Agenda.

Tesla profitieren von Twitter-Votum zur Zukunft von Musk 

Tesla-Aktien steigen um 1,3 Prozent. Die Aktie reagiert damit auf den Ausgang einer Umfrage unter Twitter-Nutzern, ob Elon Musk den Chefsessel der Social-Media-Platform räumen soll. 57,5 Prozent der Teilnehmer der Umfrage sind der Meinung, Musk solle zurücktreten - ein Votum, das Musk nach eigenen Angaben respektieren will. Ein Rücktritt als Twitter-CEO würde es Musk erlauben, sich wieder verstärkt seinen Aufgaben als Tesla-CEO zu widmen.

Der Kurs der Facebook-Mutter Meta fällt um 2,1 Prozent. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen Kartellrechtsverstöße bei Kleinanzeigen vor.

Unter den Nebenwerten schießen Madrigal Pharmaceuticals um 210 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen ermutigende Ergebnisse einer Medikamentenstudie veröffentlicht hat.

Dollar fällt leicht 

Der Dollar, der in der vergangenen Woche zeitweise von seinem Ruf als sicherer Hafen profitiert hatte, kommt leicht zurück. Der Dollarindex sinkt um 0,1 Prozent.

US-Staatsanleihen sind ebenfalls nicht gefragt. Sinkende Kurse treiben die Renditen nach oben.

Die Ölpreise ziehen an. Hier stütze die Absicht der USA, ihre strategischen Ölreserven wieder aufzufüllen, heißt es aus dem Handel. Diese wirke der Befürchtung einer globalen Wirtschaftsschwäche entgegen.

Der Preis für europäisches Gas fällt weiter. Trotz der derzeitigen Minustemperaturen sind die Gasspeicher in Deutschland noch zu rund 88 Prozent gefüllt, wie der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, am Montag sagte.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        32.899,08    -0,1%   -21,38   -9,5% 
S&P-500       3.844,72    -0,2%    -7,64   -19,3% 
Nasdaq-Comp.    10.653,53    -0,5%   -51,88   -31,9% 
Nasdaq-100     11.185,02    -0,5%   -58,71   -31,5% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,22     +2,5    4,20   349,4 
5 Jahre         3,69     +6,2    3,63   243,2 
7 Jahre         3,66     +7,2    3,59   222,0 
10 Jahre         3,57     +7,9    3,49   205,5 
30 Jahre         3,62     +7,8    3,54   172,1 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Mo, 8:10 Fr, 17:07  % YTD 
EUR/USD        1,0606    +0,1%   1,0636   1,0621  -6,7% 
EUR/JPY        144,91    +0,5%   144,50   145,17 +10,7% 
EUR/CHF        0,9887    +0,0%   0,9907   1,0726  -4,7% 
EUR/GBP        0,8708    -0,0%   0,8724   0,8735  +3,6% 
USD/JPY        136,62    +0,3%   135,85   136,63 +18,7% 
GBP/USD        1,2179    +0,1%   1,2192   1,2163 -10,0% 
USD/CNH (Offshore)   6,9841    +0,1%   6,9787   6,9830  +9,9% 
Bitcoin 
BTC/USD       16.686,70    -0,5%  16.746,44 16.956,18 -63,9% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        75,44    74,29    +1,5%   +1,15  +8,9% 
Brent/ICE        80,24    79,04    +1,5%   +1,20 +10,8% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF       109,30    115,45    -5,3%   -6,15 +80,3% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.791,63   1.793,08    -0,1%   -1,45  -2,1% 
Silber (Spot)      23,18    23,22    -0,2%   -0,05  -0,6% 
Platin (Spot)     995,10    994,00    +0,1%   +1,10  +2,5% 
Kupfer-Future      3,77     3,76    +0,2%   +0,01 -14,5% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 19, 2022 09:42 ET (14:42 GMT)

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© 2022 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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