COTTBUS (dpa-AFX) - "Lausitzer Rundschau" zur Wehretatdebatte:
"Tatsächlich wäre es an der Zeit, dass die Versprechen, zum Beispiel mehr für Bildung zu tun, eingelöst werden. Vor allem aber hat SPD-Chefin Saskia Esken Recht mit dem Hinweis darauf, dass erst einmal das Milliarden-Vernichtungsmonster, dass das Beschaffungswesen der Bundeswehr nun einmal darstellt, dringend und endlich reformiert werden muss. Erst Reform, dann - vielleicht - mehr Geld. Diesem Argument ist wenig entgegenzusetzen. Trotzdem geht die Parteivorsitzende auf dünnem Eis. Schon ihr Co-Vorsitzender Lars Klingbeil ist in Sachen Verteidigungsetat auf der Gegenseite. Die Debatte könnte schnell hochkochen und aufzeigen, dass auch in der SPD das Unbehagen über die wachsende Bedeutung des Militärischen in der Politik groß ist. Der innere SPD-Frieden könnte in Gefahr geraten. Positiv gesprochen, ist vielleicht eine überfällige Debatte eröffnet worden."/kkü/DP/he
