DJ Ministerium sieht keine Engpässe nach Öllieferstopp über Druschba
BERLIN (Dow Jones)--Das Bundeswirtschaftsministerium sieht nach der Einstellung der Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline keine Engpässe in Deutschland. Eine Ministeriumssprecherin erklärte, man sei unabhängig geworden von russischen Pipelines. Bislang floss kasachisches Öl nach Russland und dann über die Druschba-Pipeline durch Polen nach Deutschland.
"Wir haben seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stets mit einem einseitigen Öllieferstopp rechnen müssen. Wir haben uns deswegen konsequent vorbereitet. Und das zahlt sich jetzt aus. Der Markt ist gut vorbereitet, die Versorgungssicherheit in Deutschland damit gewährleitet. Es gibt derzeit keine Hinweise auf Engpässe. Die Raffinerien in Leuna und Schwedt laufen stabil", sage Ministeriumssprecherin Beate Baron.
Nach Angaben des polnischen Konzerns PKN Orlen liefert Russland kein Öl mehr über die Druschba-Pipeline nach Polen. Damit sind auch die Lieferungen von kasachischem Öl an die Raffinerie PCK in Schwedt betroffen. Laut Baron wird die Raffinerie PCK aktuell vollständig über die Pipeline Rostock-Schwedt versorgt. Zudem kämen Ölmengen über den Hafen Danzig.
Es gebe Lieferverträge mit Kasachstan, aber zu Liefermengen könne sie keine Angaben machen. Nun müsse man abwarten, wie es bei der Durchleitung durch die Druschba-Pipeline weitergehe. Eine verlässliche Aussage zum Agieren Russland könne man nicht treffen, sagte die Sprecherin.
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February 27, 2023 06:58 ET (11:58 GMT)
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