DJ Deutsche Importpreise steigen im Januar langsamer
Von Andreas Plecko
WIESBADEN (Dow Jones)--Der Anstieg der deutschen Importpreise hat sich im Januar auf Jahressicht weiter abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Einfuhrpreise um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Dezember hatte der Anstieg noch 12,6 Prozent betragen und im November 14,5 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten für Januar eine Rate von 6,9 Prozent erwartet.
Gegenüber dem Vormonat fielen die Importpreise im Januar um 1,2 Prozent und damit seit September zum fünften Mal in Folge. Die befragten Volkswirte hatten einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet.
Hauptverantwortlich für den Anstieg waren im Januar die gestiegenen Preise für Konsum- und Vorleistungsgüter. Die Preise für Konsumgüter lagen im Jahresvergleich um 8,8 Prozent höher. Importierte Verbrauchsgüter waren 9,2 Prozent teurer, vor allem bedingt durch den Preisanstieg bei Nahrungsmitteln um 19,8 Prozent.
Energieeinfuhren waren im Januar um 8,1 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber gegenüber Dezember um 8,9 Prozent. "Der Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin vor allem durch die Preissteigerungen bei importiertem Erdgas begründet", erklärte Destatis. Die Preise für Erdgas lagen im Januar um 8,6 Prozent über denen des Vorjahres. Gegenüber Dezember sanken sie um 12,6 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Januar 2023 um 6,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber Dezember 2022 stiegen sie um 0,7 Prozent.
Das Preisniveau importierter Investitionsgüter war um 6,2 bzw 0,8 Prozent höher.
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February 28, 2023 02:19 ET (07:19 GMT)
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