Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 20.08.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Washington beschleunigt New Amalga: Die US-Regierung verändert die Grande-Portage-Story
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
729 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/Leichter - EZB liefert erwartet kleinen Zinsschritt

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - EZB liefert erwartet kleinen Zinsschritt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstagnachmittag leichter. Die Zinsentscheidungen der US-Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank lieferten in den letzten 24 Stunden wenig Neues. Zunächst hatte die US-Notenbank am Vorabend, wie mehrheitlich erwartet, die Leitzinsen um 25 Basispunkte nach oben genommen und dürfte ihren zugleich gesendeten Signalen zufolge zunächst eine Pause im Zinserhöhungszyklus einlegen. Sie will nun datenabhängiger agieren und zunächst schauen, wie sich die erfolgten Zinserhöhungen auswirkten. Die Experten der Commerzbank betonen, dass US-Notenbankchef Jerome Powell nun auf einem "hinreichend restriktivem Niveau" verharren wolle. Der Inflationsausblick "unterstützt Zinssenkungen nicht", zitieren sie den Fed-Chairman.

Am frühen Donnerstagmittag folgte die Europäische Zentralbank und hob, wie ebenfalls erwartet, die Leitzinsen um 25 Basispunkte an. Allenfalls die Euro-Bullen, die auf einen Zinsschritt um 50 Basispunkte gesetzt hatten, schlossen ihre Wetten auf den großen Zinsschritt, was den Euro leicht belastete. Er fiel zwischenzeitlich von 1,1080 auf 1,1001, bevor wieder Kaufe einsetzten. Aktuell handelt das Währungspaar bei 1,1020 Dollar. Zudem gilt es für die Börsianer, eine kaum zu bewältigende Flut an Unternehmenszahlen zu verarbeiten. Der DAX gibt 0,5 Prozent ab auf 15.740 Zähler, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,4 Prozent auf 4.291 Punkte. leicht belastend wirkt sich hier aus, dass in China ein weiterer Einkaufsmanagerindex enttäuschend ausfiel und in Deutschland die Exporte im März überraschend deutlich geschrumpft sind.

Auf dem Weg zum Zinsgipfel wird die Luft dünner 

Ihren Zinsgipfel hat für Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ BANK, die Europäische Zentralbank zwar noch nicht erreicht, die Schritte werden aber kleiner. Die Notenbank habe die Zinsen heute zum siebten Mal in Folge erhöht, 25 Basispunkte waren aber eine Premiere. Damit wurden die jüngsten Spekulationen auf eine Anhebung um 50 Basispunkte enttäuscht, weshalb der Finanzmarkt diese Sitzung als taubenhaft interpretieren dürfte. Mit einem Niveau von 3,25 Prozent beim Einlagesatz bleibe die EZB zwei Prozentpunkte unterhalb der Fed-Rate in den USA. Anders als die amerikanische Zentralbank werden die Europäer wohl noch zwei weitere Zinserhöhungen folgen lassen. Das begrüßt Holstein. Denn die Inflationsrate im Euro-Raum sei nach wie vor deutlich zu hoch und dürfte in den kommenden Monaten auch nur langsam zurückgehen. Der Lohndruck habe zuletzt trotz der schwächeren Konjunktur weiter zugenommen und die Arbeitslosigkeit ist sehr niedrig, das Zwei-Prozent-Ziel nur mit dem Fernglas zu erkennen. Daher sei es für die EZB wichtig, Entschlossenheit zu zeigen und die Inflationserwartungen weiter zu dämpfen.

Zahlenflut mit durchwachsenen Ergebnissen 

Quartalszahlen hat unter den DAX-Unternehmen unter anderem BMW vorgelegt. Der Kurs steigt darauf um 2,3 Prozent. Dem Automobilhersteller ist eine positive Überraschung bei der Marge gelungen. "Mit einer Marge von über 12 Prozent hatte man im Autobereich nicht gerechnet", so ein Händler. Weniger zufrieden ist man mit VW (+0,4%). VW habe im ersten Quartal überraschend gut abgeschnitten, kommentiert RBC die Zahlen. Die Marge sei "ex Derivate" im Auftaktquartal höher ausgefallen als der für das Jahr avisierte Wert - ein Muster, das auch bei anderen Autoherstellern (Ford, General Motors, BMW) zu beobachten gewesen sei. Das lasse auf eine schwächere Entwicklung im restlichen Jahr schließen.

Mercedes-Benz fallen nur optisch stark um 7,1 Prozent, die Aktie wird ex Dividende gehandelt. Auch Hannover Rück (-2,7%) werden "ex" gehandelt, ebenso Hapag-Lloyd (-28%). Die Reederei zahlt nach einer Rekord-Bilanz eine Rekord-Dividende von 63 Euro je Aktie.

Bei Infineon drücken Gewinnmitnahmen um 2,1 Prozent. Die Zahlen seien "in der Breite besser als erwartet", sagt ein Händler. Zudem habe Infineon den Ausblick angehoben. Analysten sind teils besorgt über den anhaltenden Bestandsaufbau in der Automobilzulieferkette, der zu einer zukünftigen Umsatz- und Margenschwäche führen werde.

Zalando mit roter Laterne im DAX 

Zalando verlieren 7,2 Prozent, obwohl die Abweichungen von den Prognosen nur als marginal beschrieben werden. Das Unternehmen hat zudem den Ausblick bestätigt. Die Analysten der Citi weisen trotz der anhaltenden Kostenkontrolle und der robusten Bruttomarge auf die höheren Lagerbestände hin, die für Skepsis sorgten.

Vonovia verlieren 1,5 Prozent. Hier sind die Quartalszahlen zwar schwach ausgefallen, der Immobilienkonzern hat aber zumindest seinen Jahresausblick bestätigt. Gelobt werden indes die Zahlen von Qiagen (+2,9%). Mehrere US-Konkurrenten hätten mit ihren vorsichtigeren Ergebnissen und Ausblicken eher verunsichert, Qiagen jedoch nicht, heben die Analysten von Jefferies hervor.

Rheinmetall verlieren 1,8 Prozent. Während der Umsatz im ersten Quartal die Prognosen leicht übertroffen hat, enttäuschte der operative Gewinn. Auch bei Italiens Rüstungshersteller Leonardo (-4,2%) ist der Quartalsbericht enttäuschend ausgefallen.

Beim Bierbrauer AB Inbev geht es um 2,2 Prozent höher: Hier haben besonders in China die Umsätze stärker als erwartet angezogen.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.291,15    -0,4%   -19,03   +13,1% 
Stoxx-50        4.000,04    -0,4%   -16,03   +9,5% 
DAX          15.740,07    -0,5%   -74,99   +13,1% 
MDAX          27.257,95    -0,6%   -176,83   +8,5% 
TecDAX         3.266,91    +0,1%    1,76   +11,8% 
SDAX          13.643,31    -0,2%   -25,93   +14,4% 
FTSE          7.730,53    -0,7%   -57,84   +4,5% 
CAC           7.348,32    -0,7%   -55,51   +13,5% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,24          -0,00   -0,33 
US-Zehnjahresrendite    3,37          +0,03   -0,51 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Do, 8:48 Mi, 17:28  % YTD 
EUR/USD          1,1020    -0,4%   1,1076   1,1058  +3,0% 
EUR/JPY          147,88    -0,7%   148,75   149,40  +5,4% 
EUR/CHF          0,9773    -0,1%   0,9781   0,9803  -1,3% 
EUR/GBP          0,8764    -0,4%   0,8809   0,8812  -1,0% 
USD/JPY          134,22    -0,3%   134,29   135,10  +2,4% 
GBP/USD          1,2573    +0,1%   1,2574   1,2548  +4,0% 
USD/CNH (Offshore)    6,9197    +0,0%   6,9097   6,9129  -0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        28.779,00    -0,6%  29.171,78 28.250,37 +73,4% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         68,16    68,60    -0,6%   -0,44 -15,0% 
Brent/ICE         72,30    72,33    -0,0%   -0,03 -14,2% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         35,83    36,78    -2,6%   -0,95 -52,5% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.045,38   2.038,92    +0,3%   +6,46 +12,2% 
Silber (Spot)       25,72    25,63    +0,4%   +0,10  +7,3% 
Platin (Spot)      1.051,00   1.054,50    -0,3%   -3,50  -1,6% 
Kupfer-Future        3,84     3,84    +0,1%   +0,00  +0,7% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/err

(END) Dow Jones Newswires

May 04, 2023 10:19 ET (14:19 GMT)

Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.

© 2023 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die Korrektur Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.