BERLIN (dpa-AFX) - Bauministerin Klara Geywitz setzt in der Debatte um eine Wärmewende für mehr Klimaschutz stark auf die Fernwärme. Eine solche Versorgung habe große Potenziale vor allem in den Innenstädten, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Eine kommunale Analyse und Wärmeplanung werde dafür sorgen, dass man bisher ungenutzt Wärmequellen entdecke - "zum Beispiel Abwasserwärme, die man dann auch über Abwasserwärmepumpen nutzbar machen kann, um ganze Stadtgebiete zu versorgen".
Möglicherweise werde es bei der Fernwärme einen Anschlusszwang geben, sagte Geywitz. In einigen Kommunen ist derzeit schon vorgeschrieben, für mehr Klimaschutz Fernwärme zu nutzen, wo sie angeboten wird. "In der Regel ist es aber dann nicht sofort, sondern wenn der Heizungstausch passiert", sagte Geywitz. Sie versicherte zudem, niemand, der sich jetzt eine Wärmepumpe einbaue, werde gezwungen, diese in fünf Jahren wieder auszubauen, wenn die Straße an die Fernwärme angeschlossen werde./tam/DP/jha
