RAVENSBURG (dpa-AFX) - "Schwäbische Zeitung" zur Erhöhung des Mindestlohns:
"Die Gewerkschaften und Sozialverbände toben. Von "fataler Entscheidung" bis zu "ein schlechter Scherz" reichen die Kommentare zu der nun vorgeschlagenen Erhöhung des Mindestlohns auf 12,41 Euro. In der Tat mutet der Zuwachs um 41 Cent im Januar 2024 und um weitere 41 Cent ein Jahr später auf den ersten Blick recht bescheiden an. Trotzdem ist die Empfehlung eine gute. Sie zeugt von Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß. Der Vorschlag bringt den betroffenen Arbeitnehmern zumindest einen gewissen Zuwachs in schwierigen Zeiten. Zugleich berücksichtigt er die Situation der Branchen, die in hohem Maße von einfacheren Tätigkeiten abhängig sind. Schließlich ist niemandem geholfen, wenn durch einen zu starken Anstieg ganze Geschäftsmodelle hinfällig werden. Gerade die jüngste Erhöhung des Mindestlohns im Laufe des Jahres 2022 von 9,60 Euro auf zwölf Euro steckt vielen Unternehmen noch in den Knochen."/yyzz/DP/nas
