DJ BASF-Produktion von Kathodenmaterialien in Schwarzheide auf Jahre ausverkauft
FRANKFURT (Dow Jones)--Die erste Anlage zur Produktion von Kathodenmaterialien für Autobatterien in Europa ist zum Start bereits auf Jahre ausverkauft. Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, bereite BASF bereits weitere Investitionen für Kathodenmaterialien in Europa vor, erklärte der Chemieriese zur Eröffnung am Konzernstandort Schwarzheide in der Lausitz. Details nannte BASF jedoch nicht. Es gebe fortgeschrittene Verhandlungen mit Kunden, hieß es jedoch.
Bislang waren Batteriehersteller hierzulande auf Kathodenmaterialien aus China angewiesen. Die vollautomatische Großproduktion in Schwarzheide ist dafür ausgelegt, die notwendigen Batteriematerialien für 400.000 Elektrofahrzeuge im Jahr zu produzieren. BASF liefert sie zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen von Zellherstellern und Automobilherstellern. Kathodenmaterialien als Herzstück von Batterien sind in ihrer Beschaffenheit entscheidend dafür, wie schnell letztere sich laden lassen und wie groß ihre Reichweite ist.
BASF baut in Schwarzheide überdies ein Batteriereycling auf. Eine Anlage zur mechanischen Herstellung von sogenannter Schwarzer Masse soll die Produktion voraussichtlich 2024 aufnehmen. Aus der Schwarzen Masse lassen sich in einem zweiten Schritt chemisch die wertvollen Metalle Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan zurückgewinnen.
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June 29, 2023 06:00 ET (10:00 GMT)
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