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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Leichte Abgaben vor Fed-Entscheid

DJ MÄRKTE USA/Leichte Abgaben vor Fed-Entscheid

NEW YORK (Dow Jones)--Nach den kleinen Aufschlägen am Vortag zeigen sich die Anleger an der Wall Street am Dienstag erneut vorsichtig. Der Dow-Jones-Index verliert 0,2 Prozent auf 34.564 Punkte, der S&P-500 gibt ebenfalls 0,2 Prozent ab und der Nasdaq-Composite fällt um 0,4 Prozent. Die Börsianer hüten sich davor, im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve am Mittwoch neue umfangreiche Positionen einzugehen. Der Markt geht davon aus, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert belassen wird, doch sind Teilnehmer angesichts des hartnäckigen Inflationsdrucks skeptisch, was begleitende Hinweise auf künftige Zinserhöhungen angeht. Dies zumal kanadische Daten eine unerwartet hohe Teuerung angezeigt haben. Die Verbraucherpreise dort haben sich im August auf 4 Prozent beschleunigt, erwartet worden war ein Anstieg auf 3,8 von 3,3 Prozent.

Laut Ipek Ozkardeskaya, leitende Analystin bei der Swissquote Bank, könnten die jüngsten über den Prognosen liegenden US-Konjunkturdaten und der 10-Monats-Hochstand des Ölpreises die Fed zu einer "falkenhaften Pause" veranlassen. "Die Zentralbank dürfte ihre Wachstumserwartungen aufgrund der robusten Verbraucherausgaben und des soliden Wachstums deutlich nach oben korrigieren und sich daher in dieser Woche sicherlich vorsichtig und angemessen falkenhaft geben", sagt sie. Die begleitenden Aussagen dürften auf eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende hindeuten, ergänzt Ozkardeskaya.

"Ein Hauch von Unsicherheit umgibt die globalen Märkte. Während US-Aktien und -Anleihen auf der Stelle treten, steigen die Ölpreise, was die politischen Entscheidungen der großen Zentralbanken, einschließlich der Federal Reserve, der EZB und der Bank of England, erschwert", sagt Stephen Innes, geschäftsführender Partner bei SPI Asset Management.

An Konjunkturdaten wurden vor der Startglocke die Baubeginne und Baugenehmigungen für August veröffentlicht. Dabei verzeichneten die Baubeginne einen Rückgang gegenüber dem Vormonat um 11,3 Prozent, während die Volkswirte lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet hatten. Die Baugenehmigungen stiegen dagegen zum Vormonat kräftiger als prognostiziert.

Anleihenrenditen und Öl weiter hoch 

Am Anleihemarkt legen die Renditen erneut zu, die Rendite der 10-jährigen Treasurys liegt weiter nahe dem höchsten Stand seit 2007. Teilnehmer verweisen auf die Sorge, dass die US-Notenbank in diesem Jahr noch mit einer Zinserhöhung aufwarten wird.

Der Dollar gibt nach. Teilnehmer sehen hier eine Gegenbewegung nach der jüngsten Stärkephase. Zudem nehmen sie die Fed-Entscheidung in den Blick, bei der es voraussichtlich keine Zinserhöhung geben wird. Der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent, der Euro steht weiter knapp unter 1,07 Dollar.

Der Ölpreis läuft scheinbar unaufhaltsam nach oben. Seit der Verlängerung der Förderbeschränkungen durch Saudi-Arabien und Russland kennt er nur diese Richtung. Angesichts der Ölpreisrally sagen einige Analysten noch vor Jahresende einen Preis von 100 Dollar pro Barrel voraus.

Bei den Einzelwerten steht ein Börsengang im Blick. Der US-Lebensmittellieferdienst Instacart hat den Ausgabepreis für seine Aktien im Zuge des IPOs auf 30 US-Dollar festgelegt. Damit liegt der Ausgabepreis am oberen Ende der Preisspanne, die zuletzt auf 28 bis 30 Dollar je Aktie gelautet hatte. Nach dem erfolgreichen Börsengang des britischen Chipdesigners Arm war Instacart zuversichtlicher für seine eigene Erstnotiz geworden.

Autozone verlieren 3,4 Prozent. Das Unternehmen hat zwar die Gewinn- und Umsatzschätzungen im vierten Quartal leicht übertroffen, doch die Umsätze in der inländischen Handelssparte des Unternehmens blieben hinter den Erwartungen zurück.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        34.564,25    -0,2%   -60,05   +4,3% 
S&P-500       4.443,28    -0,2%   -10,25   +15,7% 
Nasdaq-Comp.    13.652,72    -0,4%   -57,52   +30,4% 
Nasdaq-100     15.155,41    -0,5%   -69,96   +38,5% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         5,09     +5,5    5,04    67,2 
5 Jahre         4,49     +4,1    4,45    49,2 
7 Jahre         4,44     +4,1    4,40    47,4 
10 Jahre         4,35     +4,4    4,31    47,1 
30 Jahre         4,41     +2,7    4,39    44,5 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Di, 8:19 Mo, 17:16  % YTD 
EUR/USD        1,0691    -0,0%   1,0679   1,0676  -0,1% 
EUR/JPY        157,96    +0,1%   157,89   157,69 +12,5% 
EUR/CHF        0,9589    -0,0%   0,9591   0,9585  -3,1% 
EUR/GBP        0,8621    -0,1%   0,8628   0,8620  -2,6% 
USD/JPY        147,77    +0,1%   147,85   147,70 +12,7% 
GBP/USD        1,2399    +0,1%   1,2377   1,2385  +2,5% 
USD/CNH (Offshore)   7,3008    +0,1%   7,3012   7,2932  +5,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       27.168,68    +1,2%  26.794,98 27.294,03 +63,7% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        93,00    91,48    +1,7%   +1,52 +18,7% 
Brent/ICE        95,64    94,43    +1,3%   +1,21 +16,5% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF        35,04    34,48    +1,6%   +0,56 -57,8% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.935,11   1.933,86    +0,1%   +1,25  +6,1% 
Silber (Spot)      23,32    23,28    +0,2%   +0,05  -2,7% 
Platin (Spot)     949,05    938,00    +1,2%   +11,05 -11,1% 
Kupfer-Future      3,72     3,75    -0,7%   -0,02  -2,5% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 19, 2023 09:47 ET (13:47 GMT)

Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.

© 2023 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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