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MÄRKTE USA/Börsen nach Jobdaten freundlich erwartet - Apple schwach

DJ MÄRKTE USA/Börsen nach Jobdaten freundlich erwartet - Apple schwach

NEW YORK (Dow Jones)--Nach bereits deutlichen Kursgewinnen in der laufenden Woche dürfte es zum Start am Freitag an der Wall Street weiter nach oben gehen. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich um 0,4 Prozent zu. In den vergangenen Tagen hatten gesunkene Marktzinsen nach taubenhaft angekommenen Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell den Aktien Auftrieb gegeben. Am Markt geht man überwiegend davon aus, dass die Fed keine weitere Zinserhöhung im aktuellen Zyklus vornehmen wird, obwohl sich die Notenbank diese Option offengehalten hat.

Rückenwind für diese Erwartung kommt vom US-Arbeitsmarktbericht für Oktober. Denn der Stellenzuwachs ist niedriger ausgefallen als von Ökonomen erwartet. Das mahnt zum einen zu Vorsicht im Hinblick auf die Konjunktur, zum anderen dürften davon eher dämpfende Wirkungen auf die Inflation ausgehen.

Konjunkturseitig folgen im Handelsverlauf noch der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor in zweiter Lesung und der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe jeweils für Oktober.

Renditen geben deutlich nach - Dollar auf Fünfwochentief 

Am Anleihemarkt geben die Renditen nach den Arbeitsmarktdaten weiter kräftig nach - im Zehnjahresbereich um 12 Basispunkte auf 4,54 Prozent. Vom jüngsten Hoch knapp unter 5 Prozent sind sie damit inzwischen weit entfernt.

Der Dollar fällt mit den Renditen auf ein Fünfwochentief zum Euro. Der Euro steigt auf 1,0707 Dollar. Der Dollar-Index sinkt um 0,8 Prozent.

Der Goldpreis profitiert von den sinkenden Marktzinsen und dem schwachen Dollar. Der Preis für die Feinunze erhöht sich um 16 Dollar auf rund 2.000.

Apple nach Zahlen im Minus - Expedia gesucht 

Apple werden vorbörslich 1,8 Prozent schwächer gesehen. Der iPhone-Hersteller hat auch für sein viertes Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang ausgewiesen, auch wenn der Umsatz immer noch höher ausfiel als von Analysten erwartet. Dabei schrumpfte das Chinageschäft überraschend deutlich. In China dürfte Apple weiter mit der dortigen Konjunkturschwäche und der Konkurrenz durch chinesische Anbieter zu kämpfen haben, deutete Apple-Finanzchef Luca Maestri an.

Expedia legen um gut 10 Prozent zu. Die Reiseplattform hat überraschend gute Zahlen vorgelegt und von einer ungebrochen hohen Nachfrage berichtet. Dagegen geben die Titel der Hotelbuchungsplattform Booking Holdings 3,1 Prozent nach. Das Unternehmen hat zwar ein Rekordquartal vermeldet, doch hat die Aktie seit Jahresbeginn schon um über 40 Prozent zugelegt. Hier dürften die guten Nachrichten zu Gewinnmitnahmen genutzt wurden.

Starbucks will die Zahl seiner Filialen bis 2030 weltweit auf 55.000 ausweiten. Derzeit betreibt die Kaffeekette gut 38.000. In den USA sollen neue Geschäftsformate an den Start gehen, die auf Abholung und Drive-Through ausgerichtet sind. Die Aktie legt vorbörslich um 9,5 Prozent zu.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT   Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,86    -11,3      4,97      43,7 
5 Jahre         4,49    -14,8      4,64      49,0 
7 Jahre         4,54    -13,4      4,68      57,3 
10 Jahre         4,54    -12,2      4,66      65,9 
30 Jahre         4,73     -7,3      4,81      76,3 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Fr., 8:34 Uhr Do, 17:27 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0707    +0,8%     1,0634     1,0612  +0,0% 
EUR/JPY        160,01    +0,2%     159,76     159,77  +14,0% 
EUR/CHF        0,9635    +0,2%     0,9626     0,9622  -2,7% 
EUR/GBP        0,8703    -0,0%     0,8706     0,8721  -1,7% 
USD/JPY        149,44    -0,7%     150,26     150,54  +14,0% 
GBP/USD        1,2304    +0,9%     1,2214     1,2170  +1,7% 
USD/CNH (Offshore)   7,3060    -0,3%     7,3199     7,3306  +5,5% 
Bitcoin 
BTC/USD       34.399,04    -1,2%   34.471,31   34.470,23 +107,2% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        83,22    82,46     +0,9%     +0,76  +7,6% 
Brent/ICE        87,61    86,85     +0,9%     +0,76  +7,3% 
GAS              VT-Settlem.            +/- EUR 
Dutch TTF        49,6    49,10     +1,0%     +0,50  -45,4% 
 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.000,89   1.985,01     +0,8%     +15,88  +9,7% 
Silber (Spot)      23,17    22,73     +1,9%     +0,44  -3,3% 
Platin (Spot)     930,70    924,90     +0,6%     +5,80  -12,9% 
Kupfer-Future      3,68     3,67     +0,2%     +0,01  -3,4% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/gos

(END) Dow Jones Newswires

November 03, 2023 09:15 ET (13:15 GMT)

Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.

© 2023 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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