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MÄRKTE EUROPA/Impulsarm leichter - Warten auf Preisdaten bremst

DJ MÄRKTE EUROPA/Impulsarm leichter - Warten auf Preisdaten bremst

FRANKFURT (Dow Jones)--Die kleinen Gewinne vom Vortag an den europäischen Börsen gehen im Tagesverlauf am Dienstag wieder verloren. Zu Wochenbeginn hatten weitere Signale, dass die EZB im Juni die Zinsen senken dürfte, für leicht steigende Kurse gesorgt. Teilnehmer berichten von einem etwas belebten Geschäft, nachdem die Börsen in London und New York zu Wochenbeginn geschlossen waren. Von der Wall Street kommt ein leicht bremsender Effekt, dort fällt der verspätete Start in die Woche eher verhalten aus.

Der DAX liegt am Nachmittag 0,5 Prozent zurück bei 18.688 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,6 Prozent nach auf 5.031 Zähler. Am Devisenmarkt und auch am Anleihemarkt in Europa tut sich wenig.

Für Zurückhaltung sorgt auch das Warten auf neue Preisdaten, die Auskunft über die Inflationsentwicklung und damit potenziell den weiteren Zinskurs der EZB geben könnten. Am Mittwoch werden Mai-Verbraucherpreise aus Deutschland gemeldet, am Freitag aus der Eurozone. Außerdem steht am Freitag ein wichtiges Preismaß in den USA zur Veröffentlichung an.

Dass sich Deutschlands Wirtschaftswachstum nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2025 beschleunigen und 2026 in etwa das Niveau des Vorjahrs halten wird, sorgt für keinen Auftrieb. Auch weil laut dem IWF mittelfristig mit einer demografisch bedingten Wachstumsabschwächung zu rechnen ist.

Siemens Energy an DAX-Spitze - Bayer am Ende 

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage dünn. Hauck Aufhäuser Lampe wechselt den Besitzer. Die niederländische ABN Amro übernimmt die Frankfurter Privatbank für 672 Millionen Euro von einem chinesischen Konglomerat und stärkt ihr deutsches Privatkundengeschäft. ABN Amro verteuern sich um 0,5 Prozent.

Rheinmetall (-0,5%) ziehen keinen positiven Impuls daraus, dass das Rüstungsunternehmen einen Auftrag für Flugabwehrmunition erhalten hat. Das Volumen liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Größter DAX-Gewinner sind ohne fundamentale Neuigkeiten Siemens Energy mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 26,67 Euro. Die Analysten von MWB haben das Kursziel von 26 auf 30 Euro erhöht. Für Symrise geht es um 1,3 Prozent nach oben - die Deutsche Bank hat das Papier nun zum Kauf empfohlen. Am Ende im DAX rangieren Bayer, die mit einem Abschlag von 1,6 Prozent die Gewinne vom Vortag wieder einbüßen.

Deutsche Telekom liegen ein halbes Prozent leichter im Markt. Die Tochter T-Mobile US hatte am Mittag mitgeteilt, für 4,4 Milliarden Dollar große Teile eines Wettbewerbers zu kaufen.

Online-Apotheken weiter einträchtig aufwärts 

Für Redcare Pharmacy (+6,2%) und DocMorris (+5,8%) geht es bereits den vierten Tag in Folge nach oben. Jefferies sieht angesichts der jüngsten Kursschwäche einen attraktiven Einstiegszeitpunkt. Die Anzahl der aktiven Nutzer des inzwischen eingeführten elektronischen Rezepts sowie die Downloads der App stiegen mit hohen zweistelligen Prozentraten seit Jahresbeginn bei beiden Unternehmen, merken die Experten außerdem an.

In der vierten deutschen Reihe liegen Medigene 6,8 Prozent fester im Markt. Das Biotechnologieunternehmen hat die Einreichung von drei Patenten beim Europäischen Patentamt bekannt gegeben.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.030,90    -0,6%    -28,30     +11,3% 
Stoxx-50        4.483,53    -0,5%    -24,71     +9,5% 
DAX          18.687,55    -0,5%    -87,16     +11,6% 
MDAX          27.183,75    -0,4%    -97,73     +0,2% 
TecDAX         3.412,83    -0,8%    -27,00     +2,3% 
SDAX          15.193,63    -0,3%    -43,92     +8,8% 
FTSE          8.274,85    -0,5%    -42,74     +7,6% 
CAC           8.069,45    -0,8%    -63,04     +7,0% 
 
Rentenmarkt       zuletzt          absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,56           +0,00     -0,01 
US-Zehnjahresrendite    4,46           -0,01     +0,58 
 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %   Di, 7:55   Mo, 17:25  % YTD 
EUR/USD          1,0872    +0,1%    1,0876     1,0859  -1,6% 
EUR/JPY          170,36    +0,0%    170,56     170,28  +9,5% 
EUR/CHF          0,9894    -0,3%    0,9921     0,9923  +6,6% 
EUR/GBP          0,8499    -0,0%    0,8512     0,8500  -2,0% 
USD/JPY          156,73    -0,1%    156,84     156,82 +11,3% 
GBP/USD          1,2790    +0,2%    1,2777     1,2776  +0,5% 
USD/CNH (Offshore)    7,2635    +0,1%    7,2589     7,2599  +2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD        67.744,75    -2,9%   67.902,11   69.792,77 +55,6% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         79,22    77,72     +1,9%     +1,50  +9,2% 
Brent/ICE         83,67    83,10     +0,7%     +0,57  +9,4% 
GAS                VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF         33,52    35,00     -4,2%     -1,48 -11,5% 
 
 
METALLE         zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.354,91   2.351,00     +0,2%     +3,91 +14,2% 
Silber (Spot)       31,75    31,73     +0,1%     +0,03 +33,5% 
Platin (Spot)      1.054,55   1.057,58     -0,3%     -3,03  +6,3% 
Kupfer-Future        4,87     4,82     +2,6%     +0,12 +24,3% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 28, 2024 09:59 ET (13:59 GMT)

Copyright (c) 2024 Dow Jones & Company, Inc.

© 2024 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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