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MÄRKTE USA/Deutliche Gewinne - Verstärkte Zinssenkungshoffnungen

DJ MÄRKTE USA/Deutliche Gewinne - Verstärkte Zinssenkungshoffnungen

NEW YORK (Dow Jones)--Mit kräftigen Aufschlägen hat die Wall Street zur Wochenmitte den Handel beendet. Dabei hat sich die Rekordjagd der vergangenen Tage fortgesetzt. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite markierten neue Allzeithochs. US-Notenbankpräsident Jerome Powell hatte am Vortag vor dem Kongress erklärt, dass der schwächere Arbeitsmarkt zunehmend Besorgnis errege und die Inflation drücken könnte. Diese Kommentare verstärkten die Erwartungen, dass die Fed bereits im September mit Zinssenkungen beginnen könnte, was den Aktienmärkten zugute käme. Allerdings machte Powell auch deutlich, dass die Inflation weiter sinken müsse.

Vor allem die Werte aus dem zinssensiblen Technologie-Sektor führten den Markt nach oben. So legten die Aktien des KI-Unternehmens Nvidia um weitere 2,7 Prozent zu. Der Technologie-Sektor im S&P-500 stieg um 1,7 Prozent, der Halbleiter-Sektor war mit einem Plus von 2,3 Prozent Tagessieger.

Mit Spannung wird jetzt auf die Inflationsdaten am Donnerstag geschaut, von denen sich die Investoren weitere Hinweise auf den künftigen Zinskurs der Fed erhoffen. Aktuell wird laut dem CME FedWatch Tool eine erste Senkung im September mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent eingepreist.

Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 39.721 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite stiegen um 1,0 bzw 1,2 Prozent. Dabei wurden 2.020 (Dienstag: 1.033) Kursgewinner gezählt, denen 795 (1.754) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 56 (104) Titel.

Wenig Bewegung beim Dollar - Ölpreise legen zu 

Der Dollar-Index verlor 0,1 Prozent. Damit gab der Greenback aber nur die Aufschläge des Vortages wieder ab. Für einen größeren Impuls dürften die Inflationsdaten sorgen. Die ING-Analysten sehen beim Euro kurzfristig ohnehin die größeren Risiken wegen der politischen Unsicherheit in Frankreich mit der Regierungsbildung. Sollten die US-Inflationsdaten milder als gedacht ausfallen, könne die Gemeinschaftswährung bis auf rund 1,09 Dollar klettern, doch auf diesem Niveau dürfte Verkaufsinteresse wegen der Unsicherheit in Frankreich entstehen.

Am Anleihemarkt gaben die Renditen leicht nach. Die Rendite zehnjähriger Papiere reduzierte sich um 1,5 Basispunkte auf 4,28 Prozent. Hier wurde ebenfalls auf die Inflationsdaten gewartet, hieß es. Laut Morgan Stanley sind US-Unternehmensanleihen nicht günstig. Es gebe bessere Möglichkeiten im Bereich verbriefter Papiere in Schwellenmärkten und in Europa.

Für die Ölpreise ging es nach den wöchentlichen US-Lagerdaten nach oben. Diese sind die zweite Woche in Folge gesunken, da die Raffinerien ihre Kapazitäten auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr erhöht haben. Die Preise für Brent und WTI stiegen um bis zu 1,2 Prozent. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre optimistischen Aussichten für das Wachstum der Ölnachfrage unverändert gelassen und ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr unter Hinweis auf die solide Dynamik in den wichtigsten Volkswirtschaften angehoben.

Am Goldmarkt ging es nach oben. Auch hier schaute der Markt auf die anstehenden US-Inflationsdaten, hieß es. Der Preis für die Feinunze legte um 0,3 Prozent auf 2.372 Dollar zu.

Apple-Aktie legt mit optimistischen Aussagen zu 

Für die Apple-Aktie ging es um 1,9 Prozent aufwärts. Der Konzern will im zweiten Halbjahr 2024 mindestens 90 Millionen iPhone 16 ausliefern und setzt dabei auf eine Nachfrage nach Services im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der iPhone-Hersteller habe Zulieferern und Partnern mitgeteilt, dass ein Wachstum der Auslieferungen neuer iPhones um etwa 10 Prozent im Vergleich zu den Vorgängermodellen angestrebt werde, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Chip-Hersteller AMD übernimmt die finnische Silo AI für rund 665 Millionen US-Dollar. Die Übernahme des nach eigenen Angaben größten privaten KI-Labors in Europa erfolge zu einem Zeitpunkt, an dem AMD ihre KI-Lösungen für Unternehmen weltweit ausbauen will. Der Kurs gewann 3,9 Prozent.

LegalZoom stürzten um 25,4 Prozent ab, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr und die Erwartungen für den freien Cashflow gesenkt hat. CEO Dan Wernikoff verlässt zudem die Gesellschaft. VivoPower International hat eine Verlängerung ihrer Aktionärsdarlehensfinanzierung gesichert. Der Kurs schnellte um 23,9 Prozent empor.

=== 
INDEX      zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     39.721,36 +1,1%  429,39   +5,4% 
S&P-500    5.633,91 +1,0%  56,93   +18,1% 
Nasdaq-Comp. 18.647,45 +1,2%  218,16   +24,2% 
Nasdaq-100  20.675,38 +1,1%  222,36   +22,9% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite   Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         4,62     -0,5    4,63    20,3 
5 Jahre         4,24     -0,4    4,24    23,8 
7 Jahre         4,24     -0,8    4,25    27,2 
10 Jahre         4,28     -1,5    4,30    40,2 
30 Jahre         4,47     -2,1    4,49    50,1 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %  Mi, 8:25 Di, 17:23  % YTD 
EUR/USD        1,0829    +0,1%   1,0819   1,0810  -2,0% 
EUR/JPY        175,14    +0,4%   174,65   174,54 +12,6% 
EUR/CHF        0,9742    +0,4%   0,9707   0,9709  +5,0% 
EUR/GBP        0,8430    -0,3%   0,8456   0,8453  -2,8% 
USD/JPY        161,74    +0,3%   161,42   161,47 +14,8% 
GBP/USD        1,2847    +0,5%   1,2795   1,2788  +1,0% 
USD/CNH (Offshore)   7,2919    +0,0%   7,2928   7,2928  +2,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       57.412,33    -0,7%  59.013,86 57.243,96 +31,8% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        82,42    81,41    +1,2%   +1,01 +15,0% 
Brent/ICE        85,34    84,66    +0,8%   +0,68 +12,5% 
GAS              VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF        30,66    31,10    -1,4%   -0,43  -3,3% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.371,74   2.364,12    +0,3%   +7,62 +15,0% 
Silber (Spot)      30,83    30,80    +0,1%   +0,03 +29,7% 
Platin (Spot)     998,98    988,45    +1,1%   +10,53  +0,7% 
Kupfer-Future      4,58     4,57    +0,3%   +0,01 +16,5% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 10, 2024 16:21 ET (20:21 GMT)

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