Stefan Riße, Kapitalmarktstratege bei Acatis Investment, zwei erfolgreiche Ansätze zur Aktienanlage, die sowohl für professionelle als auch für Privatanleger interessant sind. Zum einen spricht Riße über das bewährte Konzept des Value Investing, das durch Warren Buffett populär wurde. Dieser Ansatz fokussiert sich auf Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen und einer starken Marktstellung. "Wir investieren in Branchen, die auch schwächere Unternehmen profitabel machen, und bevorzugen jene, die ihre Marktanteile ausbauen", erklärt Riße. Die Attraktivität dieses Modells für Privatanleger liege darin, dass sie relativ einfach zu verstehen und umzusetzen sind, ohne dass spezielle Branchenkenntnisse erforderlich sind. Der zweite Ansatz, den Riße als die "Verhundertfacher" Methode bezeichnet, wurde von dem Investor George Soros in seinem Buch "Alchemy of Finance" beschrieben. Dieser strategische Ansatz empfiehlt die Diversifikation in junge, aufstrebende Unternehmen, vor allem in neuen Technologiebereichen wie KI. "Man muss keine Branchenexpertise haben, sondern kann durch breite Streuung und das Eingehen gezielter Risiken überproportionale Gewinne erzielen", so Riße. Dieses Modell biete insbesondere bei jungen Biotechnologie-Unternehmen die Chance auf hohe Renditen, birgt jedoch auch entsprechende Risiken.
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.
Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.
Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.
In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten.
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Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen,
bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen
Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu
verstehen sein kann.