NÜRNBERG (dpa-AFX) - "Nürnberger Nachrichten" zur Sabotage gegen Pipelines in der Ostsee:
Was ist nun, wenn die ukrainische Führung, eventuell sogar Präsident Selenskyj, in das Attentat verwickelt war? Manche meinen, das hätte der angegriffene Staat als eine Art erweiterte Verteidigungshandlung tun dürfen. Das ist aber eine sehr problematische Ansicht, denn es handelte sich bei den Tatorten um dänische und schwedische Gewässer und die Nordstream AG war auch nicht ausschließlich in russischem Besitz.
Die Ukraine müsste sich, wenn ihr eine Anstiftung nachgewiesen wird, öffentlich dafür entschuldigen und interne Konsequenzen ziehen. Ein Grund dafür, die Unterstützung für das mit brutaler Gewalt angegriffene Land einzustellen oder auch nur einzuschränken, wäre das natürlich nicht. Selbst wenn sich das manche wünschen würden, denen das Schicksal der Ukraine egal ist./yyzz/DP/mis
