FRANKFURT (dpa-AFX) - 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zur Wettbewerbsfähigkeit der EU:
(.) So treffend [Mario] Draghis Analyse ist, so angreifbar sind seine - ebenfalls nicht neuen - Verbesserungsvorschläge. Auch der Italiener setzt auf höhere Staatsausgaben, diesmal der EU. Finanzieren will er sie letztlich durch neue gemeinsame EU-Schulden, auch wenn er das nur verklausuliert sagt, weil er den Widerstand etwa aus Deutschland fürchtet. Draghis Kritik an der Subventionspolitik einzelner Mitgliedstaaten ist berechtigt. Subventionen werden aber nicht dadurch sinnvoller, dass die EU sie in einem irgendwie definierten europäischen Interesse gewährt. Und die von Draghi verlangte "Vollendung" der Kapitalmarktunion, die privaten Investoren eine Finanzierung von EU-Projekten schmackhaft machen soll, bleibt bis auf Weiteres eine Illusion. (.)/yyzz/DP/stk
