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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Berichtssaison liefert Impulse

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Berichtssaison liefert Impulse

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten geht es auch am Donnerstagnachmittag noch nach oben. Für steigende Risikobereitschaft der Investoren sorgen die nach dem jüngsten Anstieg wieder sinkenden Marktzinsen. Begründet wird dies zum einen mit einer nachlassenden Sorge vor einer ausufernden Staatsverschuldung in den USA. Zudem deuten die neuen Euroraum-Einkaufsmanagerindizes für Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer auf einen geringeren Preisdruck hin. Dies und die unverändert schwachen Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum sprächen für einen weitere Leitzinssenkung der EZB im Dezember. Teils wird an der Börse dabei sogar über einen großen Zinsschritt spekuliert.

Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 19.519 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,7 Prozent auf 4.9659 nach oben. Ganz knapp im Minus liegen nur die Sektoren Chemie und Einzelhandel.

Renault-Zahlen sorgen für Erleichterung

Die laufende Berichtssaison liefert weiter die Impulse für die Einzelwerte. Positiv aufgenommene Geschäftszahlen von Renault und Tesla stützen die Stimmung im Automobilsektor (+0,5%). Renault hat seine Jahresprognose bekräftigt, nachdem der Umsatz im dritten Quartal trotz konzernweit rückläufiger Fahrzeugverkäufe gestiegen ist. Gerade die Bestätigung der Unternehmensziele für das laufende Jahr wird von Analyten wie Bernstein positiv herausgehoben.

Schwächere Quartalszahlen und ein gesenkter Ausblick drücken dagegen Michelin um 6,8 Prozent. Der Reifenhersteller hat nach schwachen Verkaufszahlen seine Prognosen für das Gesamtjahr gekürzt.

Gute Zahlen der Tochter T-Mobile US stützen die Aktie der Deutschen Telekom. T-Mobile US hat mit seinen Drittquartalszahlen die Erwartungen des Marktes geschlagen und rechnet nun mit einem höheren Neukundenwachstum. Deutsche Telekom gewinnen 1,6 Prozent.

Beiersdorf hat in den ersten neun Monaten den Umsatz organisch deutlich gesteigert, vor allem getrieben durch das Segment Consumer mit Marken wie Nivea und Eucerin. Die Luxuskosmetikmarke La Prairie bremste allerdings das Wachstum. Der Hamburger Konsumgüterkonzern sieht sich dennoch auf Kurs für die Ziele im Gesamtjahr. Für die Beiersdorf-Aktie geht es um 3,3 Prozent nach oben.

Für Symrise geht es im DAX nach Zahlen um 1,4 Prozent nach unten.

Siltronic (+2,8%) hat auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite bessere Zahlen vorgelegt und das Ziel für die operative Gewinnmarge im laufenden Jahr auf 24 bis 26 von 23 bis 25 Prozent erhöht.

Bilfinger brechen um knapp 11 Prozent ein. Im Handel wird auf ein Kondolenzschreiben von Bilfinger-Chef Thomas Schulz verwiesen. In diesem zeigt er sich bestürzt über den Zusammenbruch eines Fähranlegers auf Sapelo Island in Georgia am vergangenen Samstag mit sieben Todesopfern. Eine Bilfinger-Tochter habe den Anleger gebaut, heißt es.

Unilever setzt Erholungskurs fort

Unilever steigen um 3,1 Prozent. Der Lebensmittelriese hat nach deutlichem Wachstum im dritten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2024 bekräftigt.

Danone bestätigte seine Jahresprognose nach einem starken Abschneiden in Nordamerika und einem robusten Absatzwachstum ebenfalls. Der Kurs steigt um gut 2 Prozent. Das französische Lebensmittelunternehmen verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent, Analysten hatten nur 3,9 Prozent erwartet.

Im Luxussegment haben Kering und Hermes Zahlen vorgelegt. Hermes überraschte positiv, der Kurs steigt um 1,7 Prozent. Die meisten Bereiche haben die Erwartungen geschlagen, nur das Uhrengeschäft entwickelte sich schwächer. Kering verteuern sich um 2,3 Prozent, obwohl das Unternehmen bereits die dritte Gewinnwarnung in diesem Jahr bekanntgab. Seit Jahresbeginn hat die Aktie aber bereits rund 40 Prozent an Wert verloren.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.959,42    +0,7%     36,87     +9,7% 
Stoxx-50        4.458,34    +0,5%     22,66     +8,9% 
DAX          19.519,25    +0,7%     141,63     +16,5% 
MDAX          27.261,92    +0,9%     239,86     +0,5% 
TecDAX         3.428,88    +0,7%     22,32     +2,7% 
SDAX          13.863,02    +0,5%     73,29     -0,7% 
FTSE          8.294,54    +0,4%     35,90     +6,8% 
CAC           7.541,40    +0,6%     43,92     -0,0% 
 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %    Do, 7:30   Mi, 18:18  % YTD 
EUR/USD          1,0804    +0,2%     1,0791     1,0776  -2,2% 
EUR/JPY          164,36    -0,2%     164,32     164,73  +5,6% 
EUR/CHF          0,9360    +0,2%     0,9344     0,9339  +0,9% 
EUR/GBP          0,8321    -0,3%     0,8348     0,8330  -4,1% 
USD/JPY          152,12    -0,4%     152,27     152,86  +8,0% 
GBP/USD          1,2983    +0,5%     1,2927     1,2936  +2,0% 
USD/CNH (Offshore)    7,1272    -0,1%     7,1211     7,1401  +0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        67.705,20    +2,0%   67.297,65   65.961,35 +55,5% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         71,13    70,77     +0,5%     +0,36  +0,6% 
Brent/ICE         75,39    74,96     +0,6%     +0,43  +0,6% 
GAS                VT-Settlem.            +/- EUR 
Dutch TTF          42,3    41,44     +2,1%     +0,86 +12,7% 
 
 
METALLE         zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.734,35   2.712,97     +0,8%     +21,38 +32,6% 
Silber (Spot)       33,89    33,70     +0,6%     +0,19 +42,6% 
Platin (Spot)      1.034,92   1.020,00     +1,5%     +14,92  +4,3% 
Kupfer-Future        4,35     4,34     +0,4%     +0,02 +10,2% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

(END) Dow Jones Newswires

October 24, 2024 10:22 ET (14:22 GMT)

Copyright (c) 2024 Dow Jones & Company, Inc.

© 2024 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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