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MÄRKTE EUROPA/Leichter - China-News bremsen DAX aus

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - China-News bremsen DAX aus

DOW JONES--Leichter zeigen sich Europas Aktienmärkte am Freitagmittag. Nach der US-Zinssenkung sind alle kurstreibenden Themen abgearbeitet. Vor dem Wochenende kommt es daher zu Gewinnmitnahmen. Nachrichten aus China setzen derweil besonders deutsche Exportwerte unter Druck. Dort ist das Konjunkturpaket nicht in der von Investoren verlangten Form ausgeführt worden. Auch findet die kräftige Erholung von Chinas Automarkt fast ohne europäische Hersteller statt. Verlierer sind besonders Rohstoff-, Chemie- und Autoaktien.

Der DAX gibt 0,8 Prozent nach auf 19.214 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert 0,8 Prozent niedriger bei 4.811 Punkten. Daneben wird Marktteilnehmern zufolge auf Deutschland geblickt. Sorgen macht die Frage, ob Olaf Scholz als "lame duck" die Bildung einer handlungsfähigen Regierung in das kommende Jahr verzögert oder nun doch schneller als geplant die Vertrauensfrage stellt.

Auf der Agenda steht am Nachmittag noch der Michigan-Index für das US-Verbrauchervertrauen. Erwartet wird ein leichter Anstieg auf 71,0 von 70,5 in der Oktober-Umfrage.

China bremst Konjunkturwerte aus - Chemie und Autos fallen

Bei den Chemie- und anderen konjunktursensiblen Aktien werden Gewinne mitgenommen. Die Details zu dem lange erwarteten Konjunkturpaket in China schmecken Investoren nicht so recht. Anstelle einer Summe von vielen Einzelmaßnahmen hatten sie eher auf eine "Bazooka" gehofft. Wie der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses am Morgen mitteilte, sollen zunächst außerbilanzielle Schulden im Wert von 6 Billionen Yuan (rund 840 Milliarden Dollar) aufgefangen werden. Wenig Konkretes wurde jedoch zum angeschlagenen Immobiliensektor gesagt.

Chemie-Aktien wie BASF geben um 4 Prozent nach. Bei den Autowerten fallen Mercedes um 2 Prozent und BMW um 3,5 Prozent. Die Branche leidet unter neuen CPCA-Absatzzahlen aus China. Dort konnte BYD ihre führende Position am größten E-Auto-Markt der Welt ausbauen. Von deutschen Herstellern ist dort nicht mehr viel zu sehen. Der kräftige Absatzanstieg um 11,2 Prozent im Oktober ging fast ausschließlich an chinesische Hersteller.

Unter dem schwachen China-Geschäft leidet auch weiter die Luxus-Branche: So fallen die Aktien von Richemont um 5 Prozent. Das Uhren-Geschäft wies wegen mangelnder chinesischer Nachfrage einen organischen Umsatzrückgang von 19 Prozent aus, Analysten waren nur auf 8,5 Prozent vorbereitet.

Pirellis Reifen-Geschäft läuft trotz Autoschwäche

Für die Aktien von Pirelli geht es um 2,7 Prozent höher. Der Reifenhersteller gewinnt laut den Analysten von Bernstein Marktanteile bei der Erstausstattung von Chinas E-Autos. Die Zuwächse im Ersatzgeschäft kämen dagegen aus dem Europa-Geschäft, die USA und China seien dabei für Pirelli weniger wichtig als z. B. für Wettbewerber wie Michelin. Deren Aktien notieren kaum verändert, Continental geben sogar 1,7 Prozent ab.

Kräftige Kursausschläge gibt es auch bei Airlines: Bei British-Airways-Mutter IAG geht es um 6,5 Prozent nach oben. Jefferies spricht hier von einem starken dritten Quartal mit überbotenen Erwartungen bei Umsatz und Nettogewinn. Grund war hier genau die Kosteneffizienz, die am Vortag bei Air-France-KLM vermisst wurde. Entsprechend fallen deren Aktien in Paris um weitere 3 Prozent. Lufthansa klettern um 1,2 Prozent.

LEG Immobilien legen nach soliden Zahlen leicht zu. Bei Freenet geht es 5,2 Prozent höher dank eines nach oben präzisierten Ausblicks auf den freien Cashflow.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.811,49    -0,8%   -40,47     +6,4% 
Stoxx-50        4.289,18    -0,7%   -30,04     +4,8% 
DAX          19.213,56    -0,8%   -148,96     +14,7% 
MDAX          26.541,48    +0,0%    12,08     -2,2% 
TecDAX         3.377,11    -0,2%    -7,27     +1,2% 
SDAX          13.396,06    -0,2%   -30,96     -4,0% 
FTSE          8.067,40    -0,9%   -73,34     +5,3% 
CAC           7.365,41    -0,8%   -60,19     -2,4% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,40          -0,04     -0,17 
US-Zehnjahresrendite    4,31          -0,03     +0,43 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Fr, 8:25 Do, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0786    -0,2%   1,0782     1,0788  -2,3% 
EUR/JPY          164,36    -0,5%   164,65     165,24  +5,6% 
EUR/CHF          0,9393    -0,3%   0,9409     0,9417  +1,2% 
EUR/GBP          0,8318    -0,0%   0,8312     0,8309  -4,1% 
USD/JPY          152,37    -0,4%   152,72     153,17  +8,2% 
GBP/USD          1,2967    -0,2%   1,2972     1,2981  +1,9% 
USD/CNH (Offshore)    7,1789    +0,4%   7,1671     7,1515  +0,8% 
Bitcoin 
BTC/USD        76.182,60    +0,4%  75.831,25   75.767,95 +75,0% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         71,41    72,36    -1,3%     -0,95  +1,0% 
Brent/ICE         74,99    75,63    -0,8%     -0,64  +0,4% 
GAS                VT-Settlem.          +/- EUR 
Dutch TTF         42,72    41,60    +2,7%     +1,12  +9,5% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.694,15   2.708,84    -0,5%     -14,69 +30,6% 
Silber (Spot)       31,55    32,04    -1,5%     -0,49 +32,7% 
Platin (Spot)       982,65    998,05    -1,5%     -15,40  -0,9% 
Kupfer-Future        4,34     4,43    -2,0%     -0,09  +9,9% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

November 08, 2024 06:53 ET (11:53 GMT)

Copyright (c) 2024 Dow Jones & Company, Inc.

© 2024 Dow Jones News
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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