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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Rüstungsaktien gesucht zu Wochenbeginn

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Rüstungsaktien gesucht zu Wochenbeginn

DOW JONES--Europas Börsen bleiben am Montagnachmittag unter Abgabedruck. Der DAX gibt um 0,4 Prozent auf 19.137 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 verliert deutlicher um 0,5 Prozent auf 4.768, er wird unter anderem von Dividendenabschlägen der italienischen Banken Unicredit und Intesa Sanpaolo sowie bei Eni etwas belastet. An den Anleihenmärkten steigen die Renditen, der Euro tendiert wenig verändert, knapp über den jüngsten Jahrestiefs.

Das negative Umfeld an den globalen Börsen drückt auf die Stimmung. Dazu ist die Luft nach der Trump-Rally erst einmal raus, vor allem auch an den US-Märkten. Bremsend wirkt daneben der jüngste Dämpfer für die Zinssenkungserwartungen durch US-Notenbankchef Powell. "Eigene positive Impulse sind aktuell kaum vorhanden", sagt Thomas Altmann von QC Partners.

Entwicklung um Ukraine rückt Rüstung wieder in den Fokus

Im deutschen Rüstungssektor gewinnen Rheinmetall vor dem Kapitalmarkttag am Dienstag 1 Prozent. Hensoldt steigen um 2,1 und Renk um 4,9 Prozent. "Trump wird die Europäer drängen, sich um ihre eigene Sicherheit zu kümmern", so ein Marktteilnehmer. Dazu ist die Branche in den Blickpunkt gerückt worden, nachdem US-Präsident Joe Biden den ukrainischen Streitkräften erstmals erlaubt hat, Langstrecken-Raketen aus westlicher Produktion für Angriffe auf russisches Territorium einzusetzen.

Commerzbank gewinnen 1,7 Prozent. Der Aktienkurs könnte im Fall einer Fusion mit Unicredit nach Meinung von Keefe, Bruyette & Woods um 35 Prozent steigen, sollte ein Deal aber ausfallen, auch 20 Prozent verlieren. Unicredit verlieren 0,4 Prozent.

In der zweiten Reihe erholen sich Thyssenkrupp um 1,7 Prozent. Der Konzern will die Marine-Sparte an die Börse bringen. In der vierten Reihe machen Datagroup einen Satz um 12 Prozent. Das Unternehmen will zur Steigerung des Shareholder Value unter anderem eigene Aktien zurückkaufen und möglicherweise die Digitalisierungstochter Almato abspalten und an die Börse bringen.

Eine erneute Gewinnwarnung wirft Sto zurück. Der Kurs des Bauzulieferers fällt um 3,9 Prozent. Der Dämmungsspezialist hat seine Jahresprognose zum zweiten Mal binnen vier Monaten gekappt.

Brookfield prüft angeblich Kaufgebot für Grifols

Formycon ziehen um 0,4 Prozent an. Für das Biotechnologieunternehmen stehen nach der Marktzulassung der FDA für ein Mittel gegen Netzhauterkrankungen auch in Europa die Chancen für eine Zulassung gut. Ein Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur hat das Präparat empfohlen.

Mit Abschlägen von 5,3 Prozent auf 10,54 Euro reagieren Grifols auf ein angebliches Übernahmeangebot von rund 7 Milliarden Euro für den spanischen Blutplasmaspezialisten. Wie El Confidencial schreibt, plane Brookfield ein Angebot von 10,50 Euro pro Grifols-Aktie. Das liegt unter dem Schlusskurs vom Freitag bei 11,12 Euro. Die Grifols-Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf um 30 Prozent gefallen, nachdem der Hedgefonds Gotham City Research Anfang des Jahres Fragen zur Finanzberichterstattung des Unternehmens aufgeworfen hatte.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.771,69    -0,5%   -23,16   +5,5% 
Stoxx-50        4.251,85    -0,3%   -12,77   +3,9% 
DAX          19.144,72    -0,3%   -66,09   +14,3% 
MDAX          26.185,63    -0,9%   -225,44   -3,5% 
TecDAX         3.325,15    -0,8%   -27,18   -0,4% 
SDAX          13.380,94    -0,2%   -24,86   -4,2% 
FTSE          8.088,99    +0,3%    25,38   +4,3% 
CAC           7.263,77    -0,1%    -5,86   -3,7% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,39          +0,04   -0,18 
US-Zehnjahresrendite    4,46          +0,02   +0,58 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Mo, 8:04 Fr, 17:30  % YTD 
EUR/USD          1,0571    +0,3%   1,0541   1,0544  -4,3% 
EUR/JPY          163,52    +0,4%   163,01   163,31  +5,1% 
EUR/CHF          0,9358    +0,1%   0,9355   0,9364  +0,9% 
EUR/GBP          0,8366    +0,2%   0,8341   0,8348  -3,6% 
USD/JPY          154,70    +0,1%   154,65   154,85  +9,8% 
GBP/USD          1,2636    +0,1%   1,2638   1,2632  -0,7% 
USD/CNH (Offshore)    7,2418    +0,0%   7,2497   7,2377  +1,7% 
Bitcoin 
BTC/USD        90.572,40    +1,2%  91.937,70 89.496,50 +108,0% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         68,17    67,02    +1,7%   +1,15  -3,6% 
Brent/ICE         72,67    71,04    +2,3%   +1,63  -2,7% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         46,615    45,75    +1,9%   +0,87  +20,4% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.608,02   2.563,20    +1,7%   +44,82  +26,5% 
Silber (Spot)       31,06    30,25    +2,6%   +0,80  +30,6% 
Platin (Spot)       963,53    942,72    +2,2%   +20,80  -2,9% 
Kupfer-Future        4,10     4,06    +0,8%   +0,03  +3,6% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

November 18, 2024 09:59 ET (14:59 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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