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MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Montagmittag wenig verändert. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 20.355, der Euro-Stoxx-50 stagniert bei 4.979. Am Anleihemarkt tut sich wenig, am Devisenmarkt zieht der Euro leicht an auf 1,0580 Dollar. Im Handel macht sich Zurückhaltung breit, insbesondere im Hinblick auf die am Donnerstag anstehende Zinsentscheidung der EZB. Mehrheitlich wird von ihr eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet.

Dazu werden im Wochenverlauf wichtige US-Preisdaten vorgelegt. Sie könnten die US-Notenbanker noch einmal über deren am 18. Dezember anstehende Zinsentscheidung ins Grübeln bringen. Allerdings wird aktuell am Zinsterminmarkt mit 87-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung um 25 Basispunkte eingepreist. Am Mittwoch stehen die US-Verbraucherpreise und am Donnerstag die Erzeugerpreise auf dem Terminkalender.

Aus China kommt derweil ein neuerliches Schwächesignal. Der unerwartet schwache Anstieg der Verbraucherpreise im November deutet auf eine weiter zurückhaltende Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hin und damit eine maue Konjunktur. Die chinesische Führung hat nun für das kommende Jahr einen energischeren politischen Ansatz zur Ankurbelung der Binnennachfrage angekündigt. Das Politbüro, Chinas oberstes Entscheidungsgremium der KP, verpflichtete sich bei einer Sitzung am Montag, im nächsten Jahr eine proaktivere Finanzpolitik und eine moderat lockere Geldpolitik umzusetzen.

Die Hoffnung auf neue Stimuli aus Peking treibt den Ölpreis um mehr als 1 Prozent nach oben, der Ölsektor gewinnt 1,5 Prozent, Rohstoffaktien sogar 3,4 Prozent. Der Ölpreis dürfte auch von der erhöhten Unsicherheit im Nahen Osten nach dem Sturz des Regimes von Syriens Diktator Bashar al-Assad gestützt werden.

Sehr fest liegen wie schon am Freitag Aktien aus der Luxusbranche im Markt. Hier dürfte die Nachricht aus dem wichtigsten Absatzland China für neuen Schwung sorgen. Kering gewinnen 3,4 und LVMH 2,7 Prozent. Für Burberry geht es um 3,1 Prozent nach oben.

Übernahmeangebot für Compugroup

Compugroup machen einen Satz um gut 32 Prozent auf 21,82 Euro. Die Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners hat ein Übernahmeangebot zu 22 Euro je Aktie abgegeben.

Die sich mehrenden Stimmen über eventuelle Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland setzen Rüstungswerte unter Druck. Rheinmetall fallen um 4 Prozent und Hensoldt um 5 Prozent, Renk um 4,8 Prozent. In Mailand büßen Leonardo 3,1 Prozent ein. "Dazu kommt allerdings auch eine Umschichtung aus den Top-Gewinnern des Jahres in neue, aussichtsreiche Branchen für 2025", meint ein Händler. So sehe man wieder verstärktes Interesse an Rohstoff-, Chemie- und Autowerten.

Stabilus verlieren 3,2 Prozent. Nach dem Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr müssen sich die Aktionäre mit weniger Dividende zufriedengeben. Der Autozulieferer senkt sie auf 1,15 Euro je Aktie nach 1,75 Euro, die Ausschüttungsquote wird damit aber stabil gehalten.

In Mailand legen Banco BPM um 1,9 Prozent zu. Die französische Credit Agricole (+1%) hat sich über Finanzinstrumente den Zugriff auf weitere 5,2 Prozent an der Bank gesichert und kommt nun auf insgesamt 15,1 Prozent. Die Franzosen könnten damit der Unicredit (-0,9%) einen Strich durch die Rechnung machen, die unlängst ein Übernahmegebot für BPM vorgelegt hat, das allerdings abgelehnt worden war.

1&1 gewinnen 1 Prozent, nachdem Goldman Sachs die Aktie auf "Buy" von "Neutral" erhöht hat. Freenet verlieren dagegen 3,4 Prozent. Hier hat Goldman die Einstufung auf "Sell" gesenkt. DocMorris geben nach negativen Analystenkommentaren gleich um 8,3 Prozent nach.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.979,35    +0,0%    1,57   +10,1% 
Stoxx-50        4.421,76    +0,1%    5,51   +8,0% 
DAX          20.355,15    -0,1%   -29,46   +21,5% 
MDAX          27.057,08    -0,9%   -253,78   -0,3% 
TecDAX         3.519,58    -0,3%    -9,19   +5,5% 
SDAX          14.068,77    +0,5%    69,92   +0,8% 
FTSE          8.339,51    +0,4%    30,90   +7,4% 
CAC           7.460,06    +0,4%    33,18   -1,1% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,10          -0,01   -0,47 
US-Zehnjahresrendite    4,16          -0,00   +0,28 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %  Mo, 9:12 Fr, 17:07  % YTD 
EUR/USD          1,0576    +0,1%   1,0559   1,0558  -4,2% 
EUR/JPY          159,09    +0,4%   158,72   158,32  +2,2% 
EUR/CHF          0,9295    +0,2%   0,9287   0,9267  +0,2% 
EUR/GBP          0,8279    -0,1%   0,8276   0,8290  -4,6% 
USD/JPY          150,41    +0,3%   150,33   149,97  +6,8% 
GBP/USD          1,2776    +0,3%   1,2758   1,2736  +0,4% 
USD/CNH (Offshore)    7,2724    -0,1%   7,2803   7,2817  +2,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        98.055,00    -2,3%  99.390,95 99.590,40 +125,2% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         68,12    67,20    +1,4%   +0,92  -2,6% 
Brent/ICE         71,92    71,12    +1,1%   +0,80  -2,7% 
GAS                VT-Settlem.        +/- EUR 
Dutch TTF         45,76    46,55    -1,7%   -0,79  +21,2% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.656,47   2.633,40    +0,9%   +23,07  +28,8% 
Silber (Spot)       31,68    30,98    +2,3%   +0,70  +33,3% 
Platin (Spot)       951,45    930,89    +2,2%   +20,56  -4,1% 
Kupfer-Future        4,21     4,14    +1,7%   +0,07  +6,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 09, 2024 06:51 ET (11:51 GMT)

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