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MÄRKTE EUROPA/Börsen halten an Gewinnen fest

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen halten an Gewinnen fest

DOW JONES--Europas Börsen halten an den Gewinnen bis Freitagnachmittag fest. Wie erwartet, verläuft das Geschäft in extrem ruhigen Bahnen bei dünnen Umsätzen. Am vorletzten Handelstag des Jahres geben hauptsächlich die Risikomanager den Ton an. Die Portfolios der Anleger sollen ohne Blessuren über das Jahresende kommen. "Die Bücher der professionellen Marktteilnehmer sind geschlossen, während sich Privatanleger zwischen den Jahren auch eher weniger an der Börse engagieren dürften", so Robomarkets.

Der DAX gewinnt 0,5 Prozent auf 19.951 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,6 Prozent auf 4.886 Punkte. Am Devisenmarkt rückt der Euro leicht auf 1,0433 Dollar vor, etwas stützend wirken die steigenden Renditen an den Anleihemärkten.

Wirtschaftsdaten gab es aus Asien, so die Verbraucherpreise aus Japan und die Industriegewinne aus China. Vor allem für China untermauern die Daten das Bild der Abschwächung der heimischen Wirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr brachen die Gewinne im November um 7,3 Prozent ein, was allerdings eine Verlangsamung des Tempos bedeutet. Die Börsen werten das nicht negativ, denn solche Daten erhöhen die Wahrscheinlichkeit für aktivere Wirtschaftsstimuli.

Delivery Hero bekommt keine Freigabe aus Taiwan

Bei den Unternehmen ist die Nachrichtenlage wie erwartet dünn. Unter Druck stehen Delivery Hero mit 5,4 Prozent Minus. Der Lieferdienst hatte an Weihnachten gemeldet, dass die taiwanische Wettbewerbsbehörde TFTC keine Freigabe für den Verkauf des Foodpanda-Geschäfts in Taiwan an Uber Technologies gegeben hat. Die weiteren Schritte sind jetzt offen.

Die Rückkehr von Fresenius Medical Care in den DAX treibt die Aktien um 1,1 Prozent nach oben. Sie ersetzen Covestro (-3%), die wegen der Übernahme durch Adnoc aus dem Index genommen wurden.

Autoaktien sind gesucht mit europaweiten Aufschlägen von 1,2 Prozent. So legen Porsche Holding 2,6 Prozent und VW um 1,5 Prozent zu, für BMW geht es um 1,5 Prozent nach oben und Mercedes-Benz gewinnen 1,3 Prozent. Hier dürften Anleger schon auf ein besseres Jahr 2025 blicken.

Steigende Renditen stützen Bankentitel

Mit Aufschlägen von 0,9 Prozent liegt auch der Bankensektor gut im Markt. Hier stützen die steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Deutsche Bank gewinnen 1,2 Prozent, BNP Paribas 1,6 Prozent oder Unicredit 1,5 Prozent.

Im Gesundheitssektor erholen sich Novo Nordisk und Bavarian Nordic von der Volatilität der vergangenen Tage und legen bis zu 3,9 Prozent zu.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.886,25    +0,6%     28,39     +8,1% 
Stoxx-50        4.292,15    +0,4%     18,00     +4,9% 
DAX          19.950,51    +0,5%    101,74     +19,1% 
MDAX          25.726,89    +0,1%     21,64     -5,2% 
TecDAX         3.446,82    +0,6%     19,09     +3,3% 
SDAX          13.701,83    +1,0%    135,95     -1,9% 
FTSE          8.142,14    +0,1%     5,15     +4,8% 
CAC           7.335,26    +0,7%     52,57     -2,8% 
 
Rentenmarkt       zuletzt          absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    2,38           +0,06     -0,19 
US-Zehnjahresrendite    4,59           +0,02     +0,71 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- % Fr, 7:40 Uhr Mo, 17:01 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0433    +0,1%    1,0411     1,0394  -5,5% 
EUR/JPY          164,61    +0,0%    164,16     163,27  +5,8% 
EUR/CHF          0,9401    +0,3%    0,9366     0,9352  +1,3% 
EUR/GBP          0,8304    -0,2%    0,8313     0,8302  -4,3% 
USD/JPY          157,77    -0,1%    157,70     157,14  +12,0% 
GBP/USD          1,2565    +0,3%    1,2524     1,2520  -1,2% 
USD/CNH (Offshore)    7,3062    +0,1%    7,3022     7,3091  +2,6% 
Bitcoin 
BTC/USD        95.292,80    -0,5%   96.314,10   93.156,40 +118,8% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         70,49    69,62     +1,2%     +0,87  +1,3% 
Brent/ICE         74,01    73,26     +1,0%     +0,75  +0,1% 
GAS                VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF         47,775    46,19     +3,4%     +1,59  +20,3% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       2.616,51   2.633,35     -0,6%     -16,85  +26,9% 
Silber (Spot)       29,51    29,85     -1,1%     -0,34  +24,1% 
Platin (Spot)       929,00    939,25     -1,1%     -10,25  -6,4% 
Kupfer-Future        4,10     4,11     -0,3%     -0,01  +3,4% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 27, 2024 09:50 ET (14:50 GMT)

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© 2024 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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