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MÄRKTE EUROPA/Fester bei dünnen Umsätzen - Delivery Hero fallen

DJ MÄRKTE EUROPA/Fester bei dünnen Umsätzen - Delivery Hero fallen

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag nach der Weihnachtspause den Handel mit Aufschlägen geschlossen. Wie erwartet, verlief das Geschäft in sehr ruhigen Bahnen bei dünnen Umsätzen. Am vorletzten Handelstag des Jahres gaben hauptsächlich Risikomanager den Ton an. Die Portfolios der Anleger sollen ohne Blessuren über das Jahresende kommen. "Die Bücher der professionellen Marktteilnehmer sind geschlossen, während sich Privatanleger zwischen den Jahren auch eher weniger an der Börse engagieren dürften", so Robomarkets.

Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 19.984 Punkte und näherte sich damit bis auf wenige Punkte der 20.000er-Marke an. Der Euro-Stoxx-50 rückte um 0,8 Prozent auf 4.899 Punkte vor. Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro wenig verändert bei 1,0421 Dollar, etwas stützend wirkten die steigenden Renditen an den Anleihemärkten.

Wirtschaftsdaten gab es aus Asien, so die Verbraucherpreise aus Japan und die Industriegewinne aus China. Vor allem für China untermauern die Daten das Bild der Abschwächung der heimischen Wirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr brachen die Gewinne im November um 7,3 Prozent ein, was allerdings eine Verlangsamung des Tempos bedeutet. Die Börsen werten das nicht negativ, denn solche Daten erhöhen die Wahrscheinlichkeit für aktivere Wirtschaftsstimuli.

Delivery Hero bekommt keine Freigabe aus Taiwan

Bei den Unternehmen war die Nachrichtenlage dünn. Unter Druck standen Delivery Hero mit 5,4 Prozent Minus. Der Lieferdienst hatte an Weihnachten gemeldet, dass die taiwanische Wettbewerbsbehörde TFTC keine Freigabe für den Verkauf des Foodpanda-Geschäfts in Taiwan an Uber Technologies gegeben hat. Die weiteren Schritte sind jetzt offen.

Die Rückkehr von Fresenius Medical Care in den DAX trieb die Aktien um 1,7 Prozent nach oben. Sie ersetzen Covestro (-3%), die wegen der Übernahme durch Adnoc aus dem Index genommen wurden.

Autoaktien waren gesucht mit europaweiten Aufschlägen von 1,4 Prozent. Porsche Holding legten um 2,6 Prozent und VW um 1,9 Prozent zu, für BMW ging es um 1,8 Prozent nach oben und Mercedes-Benz gewannen 1,6 Prozent. Hier dürften Anleger schon auf ein besseres Jahr 2025 blicken, hieß es.

Steigende Renditen stützen Bankentitel

Mit Aufschlägen von 1,0 Prozent lag auch der Bankensektor gut im Markt. Hier stützten die steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Deutsche Bank gewannen 1,4 Prozent. BNP Paribas und Unicredit rückten um jeweils 1,7 Prozent vor.

Im Gesundheitssektor erholten sich Novo Nordisk und Bavarian Nordic von der Volatilität der vergangenen Tage und legten um bis zu 3,5 Prozent zu.

=== 
Index                 Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
.                    stand   absolut     in %      seit 
.                                     Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50             4.898,88    +41,02    +0,8%     +8,4% 
Stoxx-50               4.305,59    +31,44    +0,7%     +5,2% 
Stoxx-600                507,18    +3,37    +0,7%     +5,9% 
XETRA-DAX              19.984,32   +135,55    +0,7%     +19,3% 
FTSE-100 London            8.149,78    +12,79    +0,2%     +4,8% 
CAC-40 Paris             7.355,37    +72,68    +1,0%     -2,5% 
AEX Amsterdam              879,70    +3,44    +0,4%     +11,8% 
ATHEX-20 Athen            3.539,42    +17,52    +0,5%     +13,3% 
BEL-20 Bruessel            4.264,22    +18,17    +0,4%     +15,0% 
OMXH-25 Helsinki           4.321,09    +74,40    +1,8%     -6,0% 
ISE NAT. 30 Istanbul         10.981,59    +71,39    +0,7%     +36,9% 
OMXC-20 Kopenhagen          2.134,56    +38,96    +1,9%     -6,5% 
PSI 20 Lissabon            6.325,74    +47,76    +0,8%     -0,4% 
IBEX-35 Madrid            11.531,60    +57,70    +0,5%     +14,2% 
FTSE-MIB Mailand           34.160,97   +421,07    +1,2%     +11,2% 
OBX Oslo               1.331,57    +16,59    +1,3%     +11,5% 
PX Prag               1.761,01    -0,73    -0,0%     +24,5% 
OMXS-30 Stockholm           2.490,19    +20,32    +0,8%     +3,8% 
WIG-20 Warschau            2.204,19    +2,02    +0,1%     -5,9% 
ATX Wien               3.630,48    +23,05    +0,6%     +4,4% 
SMI Zuerich             11.589,34   +101,06    +0,9%     +4,1% 
*bezogen auf Schlusskurs vom Vortag 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- % Fr, 7:40 Uhr Mo, 17:01 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0421    -0,0%    1,0411     1,0394  -5,6% 
EUR/JPY        164,38    -0,1%    164,16     163,27  +5,6% 
EUR/CHF        0,9398    +0,3%    0,9366     0,9352  +1,3% 
EUR/GBP        0,8291    -0,4%    0,8313     0,8302  -4,4% 
USD/JPY        157,76    -0,1%    157,70     157,14  +12,0% 
GBP/USD        1,2567    +0,3%    1,2524     1,2520  -1,2% 
USD/CNH (Offshore)   7,2979    -0,1%    7,3022     7,3091  +2,5% 
Bitcoin 
BTC/USD       94.049,20    -1,8%   96.314,10   93.156,40 +116,0% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settlem.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        70,35    69,62     +1,0%     +0,73  +1,1% 
Brent/ICE        73,98    73,26     +1,0%     +0,72  +0,1% 
GAS              VT-Settlem.           +/- EUR 
Dutch TTF        47,68    46,19     +3,2%     +1,49  +20,3% 
 
METALLE        zuletzt    Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     2.617,34   2.633,35     -0,6%     -16,02  +26,9% 
Silber (Spot)      29,41    29,85     -1,5%     -0,44  +23,7% 
Platin (Spot)     916,43    939,25     -2,4%     -22,83  -7,6% 
Kupfer-Future      4,10     4,11     -0,3%     -0,01  +3,4% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 27, 2024 12:08 ET (17:08 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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