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MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus - EU-Inflation und Ifo im Blick

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus - EU-Inflation und Ifo im Blick

DOW JONES--Mit dem erwartet leichten Plus sind Europas Aktienmärkte zur Wochenmitte in den Handel gestartet. Vor allem eine Erholung der zuletzt abverkauften Rüstungs- und Techwerte stützt die Kurse. Auch in den USA und Asien war es in diesen Branchen wieder leicht nach oben gegangen. Der DAX erhöht sich um 0,4 Prozent auf 24.163 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,3 Prozent auf 5.736 Punkte.

Händler erwarten keine großen Kursbewegungen mehr. Stratege Jürgen Molnar von Robomarkets sagt, es gehe in den letzten Handelstagen des Jahres nur noch darum, "die hohen Kurse ins Ziel zu bringen". Dazu wartet der Handel auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag.

Im Fokus stehen daher Indikatoren für die Zinspolitik: Mit Spannung wird auf die Verbraucherpreise in der Eurozone für November am Vormittag geschaut. Sollten sie bei 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bestätigt werden und gleichzeitig auch der Ifo-Index schwach ausfallen, dürfte dies als Chance auf weitere Zinssenkungen im ersten Quartal gedeutet werden. Auch die Inflation in Großbritannien lag schon einen Tick unter Erwartung.

Rüstungswerte stellen in Europa die Hauptgewinner, der Branchen-Index klettert um 1,1 Prozent. US-Präsident Donald Trump nutzt die Abhängigkeit der Europäer von den USA bei den Ukraine-Gesprächen derzeit geschickt aus und bedroht Venezuela, heißt es. Trump hat zudem eine "vollständige und totale Blockade" aller sanktionierten Öltanker angeordnet, die in Venezuela ein- und auslaufen. Dies verschärft die Krise weiter. Vor allem Rheinmetall stützen den DAX mit 2,7 Prozent Plus, Hensoldt klettern um 2,9 Prozent und Renk sogar um 4,3 Prozent. Leonardo steigen in Mailand um 0,6 Prozent.

Bei Südzucker geht es 2,1 Prozent nach unten, bei der Wiener Beteiligung Agrana um 0,9 Prozent. Bei Südzücker wird der Jahresausblick trotz erhöhter Profitabilität kritisiert.

Ionos rutschen nach zunächst deutlichen Aufschlägen um 1,5 Prozent ins Minus. Das Unternehmen rechnet nur noch mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von rund 6 Prozent nach zuvor rund 8 Prozent. Leicht positiv sei allerdings, dass dies auf verschobene Kundenaufträge zurückgehe, heißt es. Dazu sei die Marge gestiegen, an der Gewinnerwartung ändert sich daher nichts.

Thyssenkrupp Nucera steigen um 0,1 Prozent. Keine großen Aufreger sehen Händler in den ausführlichen Zahlen von Thyssenkrupp Nucera. Wichtige Abweichungen von den vorläufigen Ergebnissen gebe es nicht. "Das ist insofern positiv zu lesen, als dass keine neuen Belastungsfaktoren dazugekommen sind", so ein Händler. Das Thema Grüner Wasserstoff habe schon lange seine Zugkraft verloren, was eingepreist sei. Entsprechend groß ist die erwartete Spanne bei den neuen Aufträgen in 2026: Nucera sieht hier zwischen 350 und 900 Millionen Euro auf Konzernebene.

Swiss Re reduzieren sich um 0,7 Prozent und Munich Re steigen um 0,1 Prozent. Die UBS hat laut Händlern die Kaufempfehlung für die Schweizer zurückgezogen.

Etwas gesucht sind auch Aktien mit Umstufungen. So notieren Siemens Healthineers leicht im Plus, nachdem sie von RBC mit "Outperform" gestartet wurden.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.736,42    +0,3%   18,59     +17,5% 
Stoxx-50         4.839,25    +0,4%   18,66     +12,6% 
DAX           24.163,49    +0,4%   86,62     +21,7% 
MDAX          30.007,30    -0,1%   -39,73     +18,1% 
TecDAX          3.531,25    -0,1%   -3,27     +3,9% 
SDAX          16.704,41    -0,1%   -15,89     +23,0% 
CAC           8.116,17    +0,1%   10,01     +10,1% 
SMI           13.015,93    -0,3%   -40,81     +12,4% 
ATX           5.184,64    +0,2%   11,36     +41,2% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1718    -0,3%   1,1749     1,1775  +13,5% 
EUR/JPY          182,19    +0,2%   181,77     182,27  +12,0% 
EUR/CHF          0,9349    +0,1%   0,9341     0,9353  -0,3% 
EUR/GBP          0,8793    +0,5%   0,8753     0,8769  +6,2% 
USD/JPY          155,47    +0,5%   154,72     154,80  -1,3% 
GBP/USD          1,3326    -0,7%   1,3421     1,3427  +6,9% 
USD/CNY          7,0662    +0,1%   7,0597     7,0542  -2,1% 
USD/CNH          7,0421    +0,1%   7,0362     7,0334  -4,0% 
AUS/USD          0,6619    -0,2%   0,6634     0,6638  +7,3% 
Bitcoin/USD       86.513,55    -1,4% 87.777,70   87.938,45  -9,1% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          56,00    55,27   +1,3%      0,73  -23,2% 
Brent/ICE          59,64    58,92   +1,2%      0,72  -21,3% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.314,96   4.302,85   +0,3%     12,11  +64,1% 
Silber           65,66    63,76   +3,0%      1,91 +122,0% 
Platin          1.636,64   1.573,39   +4,0%     63,25  +73,5% 
Kupfer            5,32     5,29   +0,5%      0,03  +29,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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December 17, 2025 03:44 ET (08:44 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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