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MÄRKTE USA/Freundlich - Venezuela-Entwicklungen beflügeln Ölaktien

DJ MÄRKTE USA/Freundlich - Venezuela-Entwicklungen beflügeln Ölaktien

DOW JONES--Mit Kursgewinnen haben die US-Börsen den Handel am Montag beendet. Der Dow-Jones-Index gewann 1,2 Prozent auf 48.977 Punkte und erreichte im Verlauf ein neues Rekordhoch bei 49.210 Punkten. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite kletterten um 0,6 und 0,7 Prozent. An der Nyse wurden 1.932 (Freitag: 1.882) Kursgewinner gesehen, denen 844 (882) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 54 (74) Titel. Etwas Unterstützung kam auch von einem schwächeren ISM-Index, der Zinssenkungsfantasien neue Nahrung gab. Die Entwicklungen in Venezuela am Wochenende belasteten das Sentiment dagegen kaum. Nach den Militärschlägen und der Gefangennahme von Machthaber Nicolas Maduro wollen die USA eine Übergangsregierung installieren. Diese soll die angeschlagene Ölindustrie sanieren und das Land stabilisieren.

Die recht gelassene Reaktion der Märkte auf die Maduro-Absetzung spiegele einen jüngsten Trend wider, bei dem Anleger geopolitische Unsicherheiten weitgehend ignorierten, so Raphael Thuin von Tikehau Capital. Investoren hätten in den vergangenen Jahren gelernt, über geopolitische Risiken hinwegzusehen und sich stattdessen auf fundamentale Treiber wie Wirtschaftswachstum, Inflation und Unternehmensgewinne zu konzentrieren, ergänzte der Director of Markets Strategy. "Die jüngsten Entwicklungen in Venezuela scheinen in dieses Muster zu passen."

Die deutlichsten Auswirkungen waren bei den Ölpreisen zu beobachten, die zunächst nachgaben, diese Verluste jedoch wieder aufholten und kräftig zulegten. Ein Anstieg der venezolanischen Produktion nach der Absetzung von Maduro werde voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es. "Die Absetzung Maduros dürfte längerfristig den Weg für ein höheres Ölangebot ebnen", prognostizierte jedoch Peter Cardillo von Spartan Capital.

Der Sturz des Maduro-Regimes könnte den USA eine gewisse Macht über China verleihen, meinte Marktstrategin Kathleen Brooks von XTB. Angesichts der bedeutenden Ölreserven des Landes könnte der Schritt die US-Versorgung für die kommenden Jahre sichern. Er könnte den USA auch helfen, einen gewissen Einfluss auf China auszuüben, das mehr Öl aus Venezuela kaufe als jeder andere, so Brooks.

Aktien von Ölkonzernen steigen kräftig

Kräftig aufwärts ging es mit den Aktien der Ölkonzerne Chevron (+5,1%), Exxon (+2,2%) und Conocophilips (+2,6%). Der Sturz von Maduro hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die US-Ölkonzerne ihre Aktivitäten in dem ölreichen Staat wieder ausweiten können. Chevron ist das einzige große US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela präsent ist. Dagegen verließen Conocophillips und Exxon Venezuela im Jahr 2007, nachdem der damalige Präsident Hugo Chavez ihre Vermögenswerte verstaatlicht hatte.

Zudem stiegen die US-Rüstungswerte, da Investoren aufgrund der Entmachtung von Maduro durch die USA ein erhöhtes geopolitisches Risiko erwarten. Lockheed Martin gewannen 2,9 Prozent, General Dynamics 3,6 Prozent und Northrop Grumman 4,4 Prozent.

Der als "sicherer Hafen" geltende US-Dollar legte mit den Entwicklungen in Venezuela nur vorübergehend zu - der Dollar-Index sank im späten Handel um 0,1 Prozent. "Da Venezuelas globale wirtschaftliche Rolle gering ist und die Operation schnell ausgeführt wurde, gibt es kaum einen Grund für eine anhaltende Dollar-Stärke", kommentierte Lale Akoner von eToro.

Deutlicher nach oben ging es für den Goldpreis, der ebenfalls von der Suche der Investoren nach Sicherheit profitierte. Die Feinunze verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 4.448 Dollar. Für den Silberpreis ging es um 4,6 Prozent aufwärts. Der Kupferpreis zog um 5 Prozent an auf ein Rekordhoch.

Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen leicht - die Rendite zehnjähriger Papiere reduzierte sich um 4 Basispunkte auf 4,15 Prozent. Anleger zeigten sich zwar vorsichtig, aber nicht sonderlich besorgt über die Festnahme von Maduro, hieß es. Stattdessen liege der Fokus auf den Äußerungen von Fed-Mitgliedern in dieser Woche und jeglichen Hinweisen zum Gleichgewicht zwischen Inflation und Arbeitsmarkt, so Krisada Yoonaisil von Exness.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          48.977,18    +1,2%   594,79   +0,7% 
S&P-500         6.902,05    +0,6%   43,58   +0,2% 
NASDAQ Comp       23.395,82    +0,7%   160,19   -0,0% 
NASDAQ 100       25.401,32    +0,8%   195,15   -0,2% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Fr, 18:26  % YTD 
EUR/USD          1,1725    +0,1%   1,1714   1,1732  -0,2% 
EUR/JPY          183,31    -0,2%   183,67   183,92  -0,2% 
EUR/CHF          0,9282    -0,0%   0,9284   0,9291  -0,2% 
EUR/GBP          0,8657    -0,6%   0,8707   0,8708  -0,1% 
USD/JPY          156,34    -0,3%   156,77   156,76  -0,0% 
GBP/USD          1,3543    +0,7%   1,3450   1,3473  -0,1% 
USD/CNY          7,0314    +0,2%   7,0207   7,0173  -0,1% 
USD/CNH          6,9842    +0,2%   6,9711   6,9681  -0,1% 
AUS/USD          0,6716    +0,4%   0,6686   0,6687  +0,2% 
Bitcoin/USD       94.194,75    +3,3% 91.205,90 90.525,45  +3,0% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,37    57,32   +1,8%    1,05 -20,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.447,65   4.332,42   +2,7%   115,23  +0,3% 
Silber           76,22    72,86   +4,6%    3,37  +2,2% 
Platin          1.921,68   1.827,82   +5,1%   93,86  +4,2% 
Kupfer            5,92     5,64   +5,0%    0,28 +44,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 05, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)

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