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MÄRKTE USA/Wenig verändert nach Inflationsdaten

DJ MÄRKTE USA/Wenig verändert nach Inflationsdaten

DOW JONES--Nach einem volatilen Verlauf hat die Wall Street den letzten Handelstag der Woche wenig verändert beendet. Die mit Spannung erwarteten Inflationsdaten waren zwar günstig ausgefallen, nach Ansicht von Beobachtern jedoch nicht so günstig, dass sich der Markt Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank machen könnte. Gleichwohl hat der jüngste US-Arbeitsmarktbericht auf einen robusten Zustand der US-Konjunktur hingedeutet. Teilnehmer sprachen aber auch von einer Stabilisierung nach den kräftigen Verlusten am Vortag, die vor allem den Technologie-Sektor belastet hatten.

Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 49.501 Punkte. Der S&P-500 schloss kaum verändert und der Nasdaq-Composite fiel um 0,2 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 1.970 (Donnerstag: 852) angegeben, die der -verlierer mit 783 (1.900). Unverändert schlossen 59 (87) Titel.

Die Verbraucherpreise stiegen im Januar in der Gesamtrate sowohl auf Monatssicht als auch im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger stark als angenommen, in der Kernrate trafen sie allerdings die Konsensschätzungen. Zinssenkungshoffnungen hatten schon im Wochenverlauf einen Dämpfer erhalten. Denn Arbeitsmarktdaten hatten gezeigt, dass die Beschäftigungslage in den USA noch immer gut ist.

Die schwache US-Inflation im Januar erhöht nach Einschätzung von Skyler Weinand von Regan Capital nicht die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed in den kommenden Monaten. Grund dafür seien die unerwartet starken Arbeitsmarktdaten. Die US-Notenbank "kann die Zinsen jetzt einfach nicht senken, da die Wirtschaft gerade eine sechsstellige Zahl an neuen Stellen geschaffen hat", so der Teilnehmer.

Vor dem langen Wochenende hielten sich die Anleger aber zudem zurück, denn in den USA bleiben die Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Eine Handelsvereinbarung zwischen den USA und Taiwan stützte das Sentiment kaum, ebenso wenig wie ein Bericht, wonach geplante Beschränkungen im Handel von Technologie mit China zunächst nicht angewendet werden sollen, da beide Seiten im April ein Treffen planten.

Der Dollar, den nach den Daten zunächst leicht zugelegt hatte, gab die Gewinne wieder vollständig ab und zeigte sich kaum verändert. Die Daten dürften die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung nicht erhöhen, hieß es.

Am Anleihemarkt fielen die Renditen zehnjähriger Papiere um 6,0 Basispunkte auf 4,04 Prozent. Die Abschwächung der Inflation stützt die Erwartung von Zinssenkungen durch die Fed. Die jüngsten Arbeitsmarktindikatoren deuten allerdings auf eine starke Wirtschaft hin, was eine vorsichtige Geldpolitik erfordert, hieß es.

Am Goldmarkt setzten die Akteure auf sinkende Zinsen. Die Feinunze verbesserte sich um 2,2 Prozent auf 5.034 Dollar. Niedrigere Zinsen machen das zinslos gehaltene Edelmetall attraktiver. "Die Märkte preisen derzeit etwa zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr ein - eine um den Juli und eine weitere im Oktober -, da die Inflation weiter zurückgeht und die Wachstumsdynamik nachlässt", so die Analysten von Peak Trading Research. Die Anleger nutzten überdies die Verluste vom Vortag zum Einstieg, hieß es.

Die Ölpreise pendelten zwischen leichten Gewinnen und Abgaben. Für die Notierungen von Brent und WTI ging es schließlich um bis zu 0,5 Prozent nach unten. Übergeordnet bremsten andauernde Befürchtungen eines Überangebots, so Marktteilnehmer. Daneben dominierte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Zwar sind in den kommenden Wochen weitere Gespräche geplant, doch Berichte über einen zweiten US-Flugzeugträger auf dem Weg in den Nahen Osten hielten die Gefahr einer eventuellen Militäraktion aufrecht.

Unter den Einzelwerten an der Börse sprangen Applied Materials um 8,1 Prozent nach oben, nachdem der Konzern dank der hohen KI-Nachfrage überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt hat. Arista Networks verbesserten sich um 4,8 Prozent. Das Unternehmen hat mit Quartalszahlen und Ausblick die Erwartungen übertroffen.

Auch die Quartalszahlen von Airbnb sind überraschend gut ausgefallen, was der Aktie zu einem Plus von 4,7 Prozent verhalf. Für Expedia ging es dagegen um 6,5 Prozent abwärts, obwohl das Unternehmen ebenfalls besser abgeschnitten hat als erwartet. Analysten sorgten sich jedoch, dass KI Online-Reisebüros vollständig ersetzen könnte.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     49.500,93 +0,1%  48,95   +2,9% 
S&P-500    6.836,17 +0,0%   3,41   -0,2% 
NASDAQ Comp 22.546,67 -0,2%  -50,48   -2,8% 
NASDAQ 100  24.732,73 +0,2%  45,12   -2,2% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:14 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1875    +0,0%   1,1872     1,1858  +1,0% 
EUR/JPY          181,33    +0,0%   181,32     181,99  -1,6% 
EUR/CHF          0,9117    -0,1%   0,9124     0,9160  -1,9% 
EUR/GBP          0,8695    -0,2%   0,8714     0,8694  -0,1% 
USD/JPY          152,70    -0,0%   152,71     153,47  -2,6% 
GBP/USD          1,3657    +0,3%   1,3621     1,3639  +1,1% 
USD/CNY          6,9381    +0,1%   6,9346     6,9428  -1,3% 
USD/CNH          6,9017    +0,1%   6,8982     6,9146  -1,1% 
AUS/USD          0,7076    -0,2%   0,7087     0,7111  +6,2% 
Bitcoin/USD       68.761,60    +3,8% 66.250,35   67.086,90 -25,7% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          62,36    62,65   -0,5%     -0,29  +9,6% 
Brent/ICE          67,28    67,52   -0,4%     -0,24 +11,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.033,83   4.926,50   +2,2%     107,33 +13,9% 
Silber           77,03    75,18   +2,5%      1,85  +5,4% 
Platin          1.737,72   1.690,01   +2,8%     47,71  -3,6% 
Kupfer            5,78     5,79   -0,1%      0,00  +2,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewaehr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

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February 13, 2026 16:16 ET (21:16 GMT)

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