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MÄRKTE EUROPA/Weiter aufwärts - Gute Quartalszahlen treiben an

DJ MÄRKTE EUROPA/Weiter aufwärts - Gute Quartalszahlen treiben an

DOW JONES--Erneut kräftig aufwärts geht es zur Wochenmitte an den europäischen Aktienmärkten. Der DAX klettert um 1,3 Prozent auf 24.718 Punkte nach oben, der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 1,3 Prozent auf 5.944 Punkte. Vor allem überzeugende Quartalszahlen treiben das Sentiment an. Die Entwicklungen im Iran-Krieg werden dagegen in den Hintergrund gedrängt. Dazu kommen gute Vorgaben aus Asien und von der Wall Street. In den USA hatten erneut die Technologie-Werte den Markt angeschoben und den S&P-500 und den Nasdaq-Composite auf neue Rekordhochs gehievt.

Daneben ist es zu einer Beruhigung bei den Ölpreisen gekommen. Der Preis für ein Barrel Brent fällt um 1,5 Prozent auf 108,22 Dollar. Bei der Nachrichtenlage aus Nahost habe man sich an täglich ändernde Aussagen gewöhnt, um ausbleibende Erfolge zu kaschieren, heißt es im Handel. Aktuell hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die USA die Eskortierung des kommerziellen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, die die Spannung mit dem Iran nochmals erhöht hatte, aussetzen würden und dass ein Abkommen kurz bevorstehe.

Vor allem aber die Berichtssaison gibt den Takt vor. Aus dem Auto-Sektor kamen Ergebnisse, die besser als befürchtet waren. So konnten BMW (+4,8%) mit einer besseren Marge glänzen, und damit den Umsatzrückgang abfedern. Bei Continental (+5,5%) erhöhte sich die Gewinnmarge sogar so deutlich, dass trotz eines Umsatzeinbruchs von über 10 Prozent der Gewinn gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnte. Besonders rund läuft es hier im Reifengeschäft.

Eine weitere positive Überraschung sehen Marktteilnehmer in Teilen der Quartalszahlen von Daimler Truck. Auch hier lagen die Auftragseingänge deutlich über Erwartung. So sprechen die Analysten von RBC von einem "sehr starken" Ordereingang im ersten Quartal. Dies gleiche die verfehlten Erwartungen bei Gewinn (EBIT) und Cashflow aus. Den Ausblick ließ der Lkw-Hersteller unverändert. Die Aktie legt um 0,4 Prozent zu.

Erneut kräftige Gewinne gibt es im Luftfahrt- und Rüstungssektor. Kurstreiber ist weiter eine Flut von unerwartet guten Quartalszahlen. Nach Rheinmetall (+0,3%) am Vortag begeistern nun die besseren Auftragseingänge bei Leonardo (+3,5%) aus Italien und bei Kongsberg (+10,4%) aus Norwegen. In Frankreich legen Dassault Aviation um 2,1 Prozent und Safran 3,9 Prozent zu, in London Rolls-Royce um 4,1 Prozent und im DAX steigen MTU Aero um 3,4 Prozent.

Auch beim Radar-Hersteller Hensoldt läuft es mehr als rund: Beim Auftragsbestand sprang die Book-to-Bill-Ratio von sehr hohen 1,8 im Vorjahr auf 3,0 für dieses Jahr. Das Unternehmen dürfte allerdings ähnlich wie Rheinmetall bei der Abarbeitung der Auftragsflut mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen haben. Der Kurs steigt um 0,5 Prozent.

Für den Technologie-Sektor geht es um 1,6 Prozent nach oben. Marktteilnehmer verweisen auf die guten Quartalszahlen und den optimistischen Ausblick von Advanced Micro Devices (AMD). Der US-Chiphersteller hat im jüngsten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet, da das Geschäft mit Rechenzentren die Ergebnisse weiter antreibt.

Infineon gewinnen 0,1 Prozent. "Die Aktien haben sich seit März fast verdoppelt, da nimmt man auch mal etwas Geld vom Tisch", sagt ein Händler. Interessant für die Autobranche sei der Hinweis, man sehe eine steigende Zuversicht mit Blick auf Branchenkunden, so ein Händler. Ansonsten profitiere Infineon weiter vom KI-Boom.

Zalando ziehen um 0,5 Prozent an. Die Stifel-Analysten sprechen von durchwachsenen Erstquartalszahlen. Der Umsatz liege im Rahmen der Erwartungen, das EBIT aber darunter. Obwohl das erste Quartal saisonal bedingt den geringsten Beitrag zum Gesamtjahr leiste, würfen die Ergebnisse Fragen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der europäischen Verbraucher-Nachfrage angesichts gestiegener Ölpreise auf. Ein Großteil der Bedenken scheine sich darin zu spiegeln, dass die Aktie seit Jahresbeginn bereits um mehr als 15 Prozent gefallen sei.

Lufthansa steigen nach den Ergebnissen für das erste Quartal um 2,7 Prozent. Bei Fresenius geht es nach Zahlen um 0,5 Prozent nach unten. Heidelberg Materials (+1,9%) hat einen soliden Start in das Jahr hingelegt, wie der Analyst Anthony Codling von RBC Capital Markets in einer Research Note schreibt.

Novo Nordisk steigen um 7,2 Prozent. Der Erfolg der Abnehmpille Wegovy habe alle Erwartungen übertroffen, heißt es im Handel. Der Umsatz liegt im ersten Quartal mit 2,26 Milliarden Dänischen Kronen mehr als doppelt so hoch wie von Analysten geschätzt. Auch die anderen Gewinn- und Umsatzdaten waren etwas besser. Die Jahresprognose wurde aber nur leicht erhöht, da andere Segmente von Novo unter kräftigem Konkurrenzdruck stehen.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.944,30  +1,3   74,67    5.869,63    2,6 
Stoxx-50    5.129,55  +1,6   80,58    5.048,97    4,3 
DAX      24.717,87  +1,3   316,17    24.401,70    0,9 
MDAX      31.449,90  +1,0   317,18    27.039,42    2,7 
TecDAX     3.820,38  +0,4   15,43    3.091,28    5,5 
SDAX      18.275,44  +0,5   92,56    13.062,07    6,4 
FTSE      10.378,34  +1,6   159,23    10.219,11    4,5 
CAC       8.171,23  +1,4   108,92    8.062,31    0,3 
SMI      13.240,85  +1,5   188,68    13.052,17    -0,2 
ATX       5.898,55  +1,7   98,32    5.800,23    10,8 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:16 
EUR/USD      1,1728  +0,3   0,0036     1,1692   1,1701 
EUR/JPY      183,5  -0,6  -1,0900     184,59  184,5600 
EUR/CHF      0,9163  +0,1   0,0007     0,9156   0,9154 
EUR/GBP      0,8629  -0,1  -0,0004     0,8633   0,8624 
USD/JPY      156,46  -0,9  -1,4100     157,87  157,7100 
GBP/USD      1,3588  +0,4   0,0049     1,3539   1,3564 
USD/CNY      6,8168  -0,2  -0,0132     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,8181  -0,1  -0,0086     6,8267   6,8270 
AUS/USD      0,7236  +0,8   0,0054     0,7182   0,7189 
Bitcoin/USD  81.419,57  -0,3  -216,54    81.636,11 81.466,04 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     99,75  -2,5   -2,52     102,27 
Brent/ICE     108,22  -1,5   -1,65     109,87 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.670,94  +2,5   114,90    4.556,04 
Silber       75,96  +4,3    3,14      72,82 
Platin     2.004,35  +2,6   51,45    1.952,90 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/hab

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May 06, 2026 04:08 ET (08:08 GMT)

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