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MÄRKTE ASIEN/Knapp behauptet - Indizes im Verlauf von Tiefs erholt

DJ MÄRKTE ASIEN/Knapp behauptet - Indizes im Verlauf von Tiefs erholt

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Neue Spannungen im Nahost-Konflikt haben am Freitag an den Aktienmärkten in Ostasien für Verunsicherung und fallende Kurse gesorgt. Nach den kräftigen Gewinnen und teilweise Rekordhochs zuvor, dürften auch Gewinne mitgenommen werden. Der Iran hat nach Angaben des US-Militärs nahe der Straße von Hormus Angriffe auf US-Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Kleinbooten unternommen, die abgewehrt wurden. US-Präsident Donald Trump sagte aber, der Waffenstillstand mit dem Iran sei weiterhin in Kraft.

Die Einbußen hielten sich in Grenzen bzw. verringerten sich im Handelsverlauf deutlich. Dazu könnte auch beigetragen haben, dass das US-Handelsgericht den globalen Zehn-Prozent-Zoll von US-Präsident Trump für unrechtmäßig erklärt hat.

Auch bei den Ölpreisen fiel die Reaktion auf die jüngsten Scharmützel im Nahost-Konflikt überschaubar aus. Brent-Öl verteuerte sich nur leicht auf knapp über 100 Dollar. Im Tief am Vortag war Brent aber auch schon für unter 97 Dollar zu haben gewesen.

Der Topix in Tokio kam um 0,3 Prozent zurück, der Kospi in Seoul drehte im Späthandel sogar noch ganz knapp ins Plus. Im Hongkonger Späthandel lag der HSI 0,7 Prozent zurück, während Shanghai Composite behauptet tendierte. In Sydney verlor das Marktbarometer dagegen 1,5 Prozent und gab fast sämtliche Gewinne der beiden Vortage wieder ab. In Tokio bremsten neben der Geopolitik laut Marktteilnehmern auch Zinserhöhungssorgen, nachdem die Reallöhne in Japan im März den dritten Monat in Folge gestiegen sind.

Etwas stärker nach unten ging es bei einigen jüngst sehr gut gelaufene Aktien aus dem Halbleiterbereich. In Seoul kamen beispielsweise Samsung Electronics um 1,1 Prozent zurück, während SK Hynix zwischenzeitliche Verluste wieder wettmachten und 1,1 Prozent höher schlossen. In Tokio verloren Softbank Group 4,6 Prozent, in Hongkong SMIC ebenfalls 4,6 Prozent.

Volatil ging es in Sydney bei der Aktie der Macquarie-Group zu. Nachdem die Investmentbank einen starken Jahresgewinn gemeldet hatte mit übertroffenen Erwartungen, stieg der Kurs zunächst um über 3 Prozent auf ein Rekordhoch. Er drehte dann aber ins Minus und verlor unter dem Strich 1,1 Prozent - möglicherweise gedrückt von Gewinnmitnahmen.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.744,40  -1,5    +0,3      8:00 
Topix 500 (Tokio)     2.988,66  -0,3   +12,3      8:00 
Kospi (Seoul)       7.498,00  +0,1   +77,9      8:30 
Hang-Seng (Hongkong)   26.438,92  -0,7    +3,2      10:00 
Shanghai-Composite     4.179,98  0,0    +5,3      9:00 
Straits-Times (Singapur)  4.918,13  -0,5    +5,9      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.158,29  -0,2   -17,2      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.748,15  -0,6    +4,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %    0:00    Do, 09:02 % YTD 
EUR/USD           1,1746  +0,2   1,1725     1,1750  +0,0 
EUR/JPY           184,16  +0,1   183,97     183,58  +0,1 
EUR/GBP           0,8646  -0,1   0,8650     0,8637  -0,8 
USD/JPY           156,76  -0,1   156,91     156,21  +0,1 
USD/KRW          1.468,72  +0,7  1.458,47    1.449,50  +2,0 
USD/CNY           6,8024  +0,0   6,8014     6,8030  -2,7 
USD/CNH           6,8015  -0,1   6,8079     6,8009  -2,5 
USD/HKD           7,8286  -0,1   7,8327     7,8313  +0,6 
AUD/USD           0,7224  +0,2   0,7209     0,7250  +8,3 
NZD/USD           0,5950  +0,2   0,5938     0,5959  +3,4 
BTC/USD          79.384,92  -0,6 79.869,28    81.418,07  -9,5 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           94,98  +0,2    0,17      94,81 
Brent/ICE          100,29  +0,2    0,23     100,06 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.718,41  +0,7   33,23    4.685,18 
Silber            80,08  +2,0    1,60      78,48 
Platin           2.054,60  +1,6   32,60    2.022,00 
 
Angaben ohne Gewähr 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 08, 2026 03:36 ET (07:36 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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