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PTX Metals meldet starke metallurgische Ergebnisse vom W2-Projekt in Ontarios Ring of Fire. Mit 92% Kupferrückgewinnung sowie Palladium- und Goldpotenzial gewinnt das Projekt weiter an Attraktivität.
Edelmetalle als vielversprechender Nebenertrag
PTX Metals Inc. (CSE: PTX, FSE: 9PX, WKN: A0MVNG) hat erste metallurgische Testergebnisse für sein W2-Projekt in der sogenannten Ring-of-Fire-Region in Nordontario veröffentlicht. Die Resultate sind ermutigend: Die Kupferrückgewinnung fiel hoch aus und neben Kupfer könnten auch Palladium und Gold als wertvolle Nebenprodukte gewonnen werden. Damit ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des polymetallischen Projekts getan.
Das W2-Projekt ist eine Lagerstätte mit mehreren wirtschaftlich interessanten Metallen: Kupfer, Nickel, Kobalt, Platingruppenelemente (insbesondere Palladium und Platin) sowie Gold. Es liegt im Norden der kanadischen Provinz Ontario in der Ring-of-Fire-Region, einem Gebiet, das als eine der bedeutendsten unerschlossenen Rohstoffregionen Nordamerikas gilt.
Trotz umfangreicher historischer Exploration und jüngster Bohrprogramme von PTX Metals war bislang noch nie eine metallurgische Aufbereitungsuntersuchung am W2-Material durchgeführt worden. Das hat sich nun geändert, denn PTX beauftragte das renommierte Prüflabor SGS Lakefield in Ontario mit der Durchführung eines ersten metallurgischen Testprogramms.
Ziel der durchgeführten Testreihen war es, grundlegende Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich das Erz des W2-Projekts unter den Bedingungen konventioneller Aufbereitungsverfahren verhält - insbesondere mit Blick auf Kupfer und Edelmetalle. Für die Tests wurde eine Mischprobe aus höhergradigen Bohrkernen verschiedener Zonen des Projekts zusammengestellt.
Die Probe wies folgende Ausgangswerte auf: 0,78 Prozent Kupfer, 0,32 Prozent Nickel, 0,29 Gramm Palladium pro Tonne, 0,11 Gramm Platin pro Tonne sowie 0,04 Gramm Gold pro Tonne. Mineralogische Analysen zeigten, dass der Kupferträger Chalkopyrit gut freigesetzt werden kann und sich damit grundsätzlich gut für die Flotationsaufbereitung eignet.
Hervorragende Kupfergewinnung verbessert die wirtschaftlichen Voraussetzungen
Das eingesetzte Aufbereitungsverfahren umfasste mehrere Flotationsstufen: zunächst eine sogenannte Rohflotation zur maximalen Erfassung des Kupfers, gefolgt von zwei Reinigungsstufen zur Anreicherung des Konzentrats. Die erzielten Ergebnisse überzeugten dabei auf ganzer Linie:
In der Rohflotationsstufe wurden 97 Prozent des enthaltenen Kupfers bei einem Kupfergehalt von 8,4 Prozent im Konzentrat gewonnen. Nach den anschließenden Reinigungsstufen stieg der Kupfergehalt des Endkonzentrats auf 28 Prozent bei einer Gesamtrückgewinnung von 92 Prozent.
Dies sind ausgezeichnete Werte, denn ein Kupfergehalt von 28 Prozent im Konzentrat entspricht industriellen Standardanforderungen und bestätigt, dass das Erz des W2-Projekts mit einem einfachen, etablierten Verfahren wirtschaftlich aufbereitet werden kann.
Palladium und Gold als wertvolle Nebenprodukte
Besonders erfreulich ist die Anreicherung von Edelmetallen im Kupferkonzentrat. 53 Prozent des Palladiums wurden gemeinsam mit dem Kupfer gewonnen - bei einem Endgehalt von 6,2 Gramm Palladium pro Tonne. Das entspricht einer 21-fachen Aufkonzentrierung gegenüber dem Ausgangsmaterial. Gold wurde zu 41 Prozent gewonnen und im Konzentrat um das 16-Fache auf 0,7 Gramm pro Tonne angereichert.
Beide Edelmetalle könnten deshalb als wertvolle Nebenprodukte die Wirtschaftlichkeit des W2-Projekts erheblich verbessern. Weitere Testarbeiten zur Steigerung der Edelmetallrückgewinnung sind bereits im Gange.
Nickel: Herausforderungen, aber Lösungsansätze vorhanden
Für Nickel wurde ein separater Aufbereitungskreislauf getestet. In der Rohflotation konnten 77 Prozent des Nickels zurückgewonnen werden. Die anschließende Anreicherung auf handelsübliche Konzentratgehalte gelang jedoch nicht vollständig: Das höchste erzielte Nickelkonzentrat erreichte lediglich 5,6 Prozent Nickel bei einer Rückgewinnung von sechs Prozent.
Der Grund liegt in der Mineralstruktur: Das Nickel ist überwiegend in niedrigen Gehalten innerhalb der Pyrrhotit-Matrix eingebunden und lässt sich damit nur schwer selektiv anreichern. PTX Metals sieht in den Ergebnissen jedoch keinen grundlegenden Rückschlag. Das Unternehmen will Proben mit höheren Nickelgehalten testen und prüft alternative Aufbereitungsverfahren wie die Druckoxidation (POX) oder andere hydrometallurgische Methoden, um auch das im Erz enthaltene Nickel wirtschaftlich zu erschließen.
Paragenese-Studie als Leitfaden für die weitere Exploration
Parallel zu den metallurgischen Tests hat PTX Metals eine sogenannte Paragenese-Studie abgeschlossen. Diese mineralogische Untersuchung analysiert die Entstehungsreihenfolge der verschiedenen Erzminerale und klärt, wie Kupfer, Nickel, Gold und die Platingruppenelemente im Gestein verteilt sind und miteinander in Beziehung stehen. Die Erkenntnisse aus dieser Studie fließen direkt in die künftige Explorationsstrategie ein und helfen dabei, hochgradige Zonen im Erzkörper gezielter zu identifizieren.
Ausblick: Weitere Tests und Exploration 2026
Als nächsten Schritt plant PTX einen sogenannten Locked-Cycle-Test, bei dem das Kupferaufbereitungsverfahren unter stationären Bedingungen (Steady State) simuliert wird. Dies geschieht, um die bisherigen Ergebnisse zu bestätigen und für eine mögliche großtechnische Umsetzung abzusichern.
Gleichzeitig läuft die Explorationssaison 2026 weiter. PTX Geologen suchen aktiv nach höhergradigen Zonen innerhalb des bereits bekannten Mineralisierungskörpers des W2-Projekts. Sollten neue Mineralisierungen entdeckt werden, sind weitere metallurgische Tests vorgesehen.
CEO Greg Ferron zeigte sich zufrieden mit den vorgelegten Testreihen: "Diese ersten Ergebnisse sind ein wichtiger Meilenstein. Die Fähigkeit, hohe Kupferrückgewinnungsraten zu erzielen und ein hochwertiges Konzentrat herzustellen, bestätigt das Potenzial des Projekts. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Testarbeiten mit dem Ziel, auch die Edelmetallrückgewinnung weiter zu verbessern."
Für Investoren und Beobachter des Rohstoffsektors beinhalten diese Ergebnisse schon jetzt eine klare und wichtige Botschaft: Das W2-Projekt in Ontarios Ring of Fire hat das metallurgische Fundament, auf dem eine ernsthafte Projektentwicklung aufgebaut werden kann.
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