DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hellt sich leicht auf
Das Wirtschaftsvertrauen in der Eurozone hat sich im Juni leicht aufgehellt. Dies geschah vor dem Hintergrund sinkender Verkaufspreiserwartungen und nachgebender Ölpreise infolge der nachlassenden Spannungen im Nahen Osten. Die Europäische Kommission teilte am Montag mit, dass ihr Indikator für die Wirtschaftsstimmung von 93,7 im Mai auf 95,0 gestiegen sei. Damit blieb er jedoch deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt von 100. Ein vom Wall Street Journal befragter Ökonomenkonsens hatte mit 94,5 gerechnet.
Preiserwartungen im Euroraum sinken von hohem Niveau
Die Verkaufspreiserwartungen in der Wirtschaft des Euroraums sind im Juni zum zweiten Mal in Folge gesunken - allerdings von einem hohen Niveau. Wie aus Veröffentlichung der EU-Kommission zur Entwicklung der Wirtschaftsstimmung hervor geht, sanken die Verkaufspreiserwartungen des verarbeitenden Gewerbes im Juni auf 22,3 (Mai: 26,7) Punkte - nachdem sie im April ein zyklischen Hoch von 29,7 erreicht hatten. Der langjährige Mittelwert liegt allerdings bei nur 8,0 Punkten. Die Preiserwartungen des Dienstleistungssektors gingen auf 14,1 (16,0) Punkte zurück. Der langjährige Mittelwert beträgt 7,1 Punkte. In der Bauindustrie sanken die Preiserwartungen auf 13,5 (17,2) Punkte und im Einzelhandel auf 27,2 (27,4).
Spanische Inflation im Juni stärker als erwartet
Die spanische Inflation hat sich im Juni unerwartet stark gezeigt. Dies deutet darauf hin, dass der Preisdruck hartnäckiger bleibt, als von Ökonomen erwartet. Die Verbraucherpreise lagen um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit unverändert gegenüber Mai. Dies geht aus den am Montag von der spanischen Statistikbehörde INE veröffentlichten, nach EU-Standards harmonisierten Daten hervor. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang der jährlichen Inflationsrate auf 3,4 Prozent gerechnet. Haupttreiber der Inflation im Juni waren laut INE die Strom- und Gaspreise, während sich das Preiswachstum bei Kraft- und Schmierstoffen für Privatfahrzeuge verlangsamte.
Südkorea kündigt massiven neuen Investitionsplan für Chips und KI an
Südkoreas Regierung hat Pläne für massive Ausgaben in der Halbleiterindustrie und der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz vorgelegt. Dabei haben die führenden Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics und SK Hynix erhebliche neue Investitionen zugesagt. Mehr als 3 Billiarden Won, umgerechnet etwa 1,7 Billionen Euro, sollen in den kommenden Jahren ausgegeben werden. Damit sollen neue Zentren für die Chip- und KI-Industrie in Südkorea geschaffen werden. Die Expansion zielt darauf ab, Südkoreas Rolle in der KI-Lieferkette zu stärken. Dies geschieht zu einer Zeit, in der Halbleiterchips einen Nachfrageboom erleben. Dieser Boom ist teilweise auf den weltweiten Aufbau von Rechenzentren zurückzuführen. Zudem soll die Konkurrenz bei der Produktion fortschrittlicher Chips abgewehrt werden, unter anderem aus den USA und China.
EIB gibt Airbus 3 Milliarden Euro Kredit
Die Europäische Investitionsbank wird Airbus mit 3 Milliarden Euro finanzieren. EIB-Präsidentin Nadia Calvino sagte nach Angaben des Handelsblattes in einem gemeinsamen Interview mit Bloomberg und der spanischen Zeitung El Pais, mit dem Kredit solle Europas Luft- und Raumfahrtindustrie gestärkt werden. Es handele sich um die größte Unternehmensfinanzierung in der Geschichte der EIB, sagte sie.
EZB: Kreditvergabe an Unternehmen im Mai beschleunigt
Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum hat sich im Mai weiter verstärkt. Laut einer Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Buchkreditvergabe an Nicht-Finanzunternehmen mit einer Jahresrate von 4,0 (Mai: 3,4) Prozent. Gegenüber dem Vormonat nahm die Kreditvergabe um 34 (plus 24) Milliarden Euro zu.
BA: Arbeitskräftenachfrage im Juni weiterhin schwach
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist nach Aussage der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch im Juni schwach gewesen. Der von ihr erhobene BA-X-Stellenindex stagnierte auf dem Niveau des Vormonats von 103 Punkten. Im Juni 2025 lag der Index bei 100 Punkten. "Insgesamt bewegt sich der BA-X seit über einem Jahr um den Jahresdurchschnitt von 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde", teilte die BA mit.
Belgien Juni Verbraucherpreise +3,40% (Mai: +4,08%) gg Vorjahr
Eurozone/Verbrauchervertrauen Juni +17,7 (Mai: -19,0)
Eurozone/Verbrauchervertrauen Juni PROGNOSE: -17,7
Eurozone/Industrievertrauen Juni -7,7 (Mai: -7,9)
Eurozone/Industrievertrauen Juni PROGNOSE: -7,6
GB/Nettokreditvergabe Privathaushalte Mai +4,6 Mrd GBP (Apr: +6,2 Mrd GBP)
GB/Nettokreditvergabe für Konsumzwecke Mai +1,7 Mrd GBP (Apr: +1,7 Mrd GBP)
GB/Nettokreditvergabe für Konsumzwecke Mai PROG: +2,0 Mrd GBP
GB/Nettovergabe Hypothekenkredite Mai +2,9 Mrd GBP (Apr: +4,4 Mrd GBP)
GB/Hypothekenkredit-Zusagen Mai 56.205 (Apr: 66.034)
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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June 29, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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