Die Märkte starten gespalten in den Tag. Die Rotation setzt sich fort. Der DAX startet unverändert in den Tag. Nach der scharfen Korrektur im US-Halbleiterindex griff die Schwäche heute Morgen jedoch auf Asien über. Besonders Südkorea wurde getroffen, der Kospi verlor zeitweise mehr als 4 %. Samsung Electronics und SK Hynix gaben jeweils über 7 % nach. Hintergrund:
Meta prüft offenbar ein eigenes Cloud-Infrastrukturgeschäft, um überschüssige KI-Rechenkapazität an Dritte zu verkaufen. Das wirft die Frage auf, ob im KI-Ausbau bereits zu viel Kapazität geschaffen wurde. Gleichzeitig verhandelt Apple laut Bloomberg mit chinesischen Chipanbietern, was zusätzlichen Druck auf koreanische und japanische Zulieferer bringt. Folge:
Speicherhersteller, Chipzulieferer, Rechenzentrumsbetreiber und Neocloud-Anbieter kamen gestern massiv unter Druck. Meta selbst wurde dagegen gekauft, weil ein Cloudgeschäft einen Weg eröffnen könnte, die enormen Investitionen in Rechenzentren besser zu monetarisieren. Wir relativieren:
Meta wäre vor allem ein Downstream-Anbieter von Compute-Zugang. CoreWeave, Nebius & Co. stellen aber Infrastruktur, GPU-Cluster, Strom, Racks etc. zur Verfügung. Hier herrscht weiterhin enorme Knappheit. Bei vielen Anbietern ist zudem die Nachfrage bereits über mehrjährige Hyperscaler-Verträge abgesichert. Gleiches gilt für die langfristen Abnahmeverträge der HBM-Anbieter. Damit wirken die negativen Reaktionen überzogen.
Makroseitig richtet sich der Blick heute auf den US-Arbeitsmarktbericht um 14:30 Uhr. Bloomberg Economics erwartet rund 200.000 neue Stellen im Juni. Ein zu starker Bericht könnte die Zinsdebatte wieder verschärfen. Gleichzeitig hilft der Rückgang beim Ölpreis: Brent fällt unter 71 Dollar, weil die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder deutlich zunehmen. Damit sinkt die geopolitische Risikoprämie weiter. - gut für die Marktbreite.
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/

Meta prüft offenbar ein eigenes Cloud-Infrastrukturgeschäft, um überschüssige KI-Rechenkapazität an Dritte zu verkaufen. Das wirft die Frage auf, ob im KI-Ausbau bereits zu viel Kapazität geschaffen wurde. Gleichzeitig verhandelt Apple laut Bloomberg mit chinesischen Chipanbietern, was zusätzlichen Druck auf koreanische und japanische Zulieferer bringt. Folge:
Speicherhersteller, Chipzulieferer, Rechenzentrumsbetreiber und Neocloud-Anbieter kamen gestern massiv unter Druck. Meta selbst wurde dagegen gekauft, weil ein Cloudgeschäft einen Weg eröffnen könnte, die enormen Investitionen in Rechenzentren besser zu monetarisieren. Wir relativieren:
Meta wäre vor allem ein Downstream-Anbieter von Compute-Zugang. CoreWeave, Nebius & Co. stellen aber Infrastruktur, GPU-Cluster, Strom, Racks etc. zur Verfügung. Hier herrscht weiterhin enorme Knappheit. Bei vielen Anbietern ist zudem die Nachfrage bereits über mehrjährige Hyperscaler-Verträge abgesichert. Gleiches gilt für die langfristen Abnahmeverträge der HBM-Anbieter. Damit wirken die negativen Reaktionen überzogen.
Makroseitig richtet sich der Blick heute auf den US-Arbeitsmarktbericht um 14:30 Uhr. Bloomberg Economics erwartet rund 200.000 neue Stellen im Juni. Ein zu starker Bericht könnte die Zinsdebatte wieder verschärfen. Gleichzeitig hilft der Rückgang beim Ölpreis: Brent fällt unter 71 Dollar, weil die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder deutlich zunehmen. Damit sinkt die geopolitische Risikoprämie weiter. - gut für die Marktbreite.
Ihr Volker Schulz
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